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Sport aus Regensburg
Dienstag, 6. Dezember 2016 4

Fussball

Kleine Löwen ärgern den SSV Jahn

Gegen den TSV 1860 München II erkämpft sich der Regensburger Regionalligist am Ende nur recht mühsam einen Punkt.
Von Jürgen Scharf und Thomas Gottschling, MZ

Haris Hyseni erzielt das 1:1 für den Jahn. Foto: Nickl

Regensburg.Kolja Pusch redete nicht um den heißen Brei herum. Er hätte das Spiel in eine andere Richtung bringen können, wenn er den Elfmeter im Tor untergebracht hätte, meinte er. Ohne den Rückenwind einer Führung lief das Spiel dann aber ganz im Gegenteil in eine Richtung, die Pusch und seinen Teamkollegen vom SSV Jahn gar nicht gefallen konnte. Am Ende mussten die Regensburger sogar noch froh sein, zumindest ein Unentschieden gegen den TSV 1860 München II erkämpft zu haben. Mehr war am Donnerstagabend nicht drin. „Wir hätten es auch nicht verdient gehabt, zu gewinnen“, meinte Pusch.

Zwei Einser leuchteten am Ende auf der Anzeigetafel der Continental-Arena – und dieses 1:1 sorgte im prall gefüllten Gästefanblock für Jubelstimmung. Die Anhänger des TSV 1860 München feierten ihr Team (einige Löwen-Fans durften aber erst gar rein ins Stadion). Dieses hatte zwar nicht gewonnen, aber immerhin einen Punkt beim großen Meisterschaftsfavoriten der Regionalliga Bayern, dem SSV Jahn, geholt. Die Regensburger Fans verließen dagegen zumeist still und nachdenklich die Arena. Für das Titelrennen braucht es Siege – gegen jeden Gegner, wie auch Andy Geipl nach der Partie meinte: „Die zweiten Mannschaften sind spielerisch immer gut und es ist immer schwierig dagegen zu spielen. Aber wenn du aufsteigen willst, dann musst du die schlagen.“

Führung durch Andermatt

Von einem Sieg war der Jahn am Ende aber dann doch ein gutes Stück entfernt. Nico Andermatt hatte die Löwen zu Ende der ersten Halbzeit in Führung gebracht. Erst in der 84. Minute gelang Jahn-Stürmer Haris Hyseni der Ausgleich. „Im Endeffekt war es ein Punktgewinn“, meinte Geipl. Sein Trainer freute sich zumindest über die „die gute Moral, die wir gezeigt haben“. Nicht gefallen hatte ihm dagegen der Bruch im Spiel seiner Mannschaft nach dem verschossenen Elfmeter. Bis zur 20. Minute hatte der Jahn die Partie absolut dominiert. Da wurde dann Markus Ziereis im Strafraum gefoult. Löwen-Keeper Michael Netolitzky parierte den von Pusch geschossenen Elfmeter jedoch glänzend. Der Jahn steckte dies nicht gut weg, verlor den Faden. Kurz vor der Halbzeit humpelte auch noch Oli Hein verletzt vom Platz. Der Außenverteidiger hatte sich bei einem Zweikampf den Mittelfuß stark geprellt – zum Glück aber nicht gebrochen, wie eine Untersuchung nach der Partie ergab.

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Mehrere Minuten in Unterzahl

Während Hein von den Betreuern in die Kabine gebracht wurde, spielte der Jahn mehrere Minuten in Unterzahl. Er habe eigentlich schnell wechseln wollen, erzählte Herrlich später. Fabian Trettenbach habe aber noch die Schuhe wechseln müssen. „So etwas sollte man vielleicht vor dem Spiel erledigen“, sagte Herrlich und seinem Gesichtsausdruck war die Verärgerung darüber anzusehen. Die Löwen nutzten die Gunst der Stunde und kamen mit ihrem ersten richtigen Angriff gleich zum 1:0 (39. Minute). „Aber auch wenn wir in Unterzahl waren, dürfen wir da nicht so unsortiert stehen“, analysierte Herrlich.

In der zweiten Halbzeit ging der Jahn vor der tollen Kulisse von 8453 Zuschauern lange Zeit überraschend einfallslos zu Werke. Vielmehr wurden nun die Löwen, die sich vorher nahezu nur aufs Verteidigen beschränkt hatten, immer frecher und versuchten, ein zweites Tor zu erzielen. Als emsiger Arbeiter in der Offensive präsentierte sich TSV-Mittelstürmer Felix Bachschmid. Der 19-Jährige aus Kelheimwinzer wurde später von Trainer Daniel Bierofka gelobt: „Der Bachi ist unser erster Verteidiger, auch wenn er Stürmer ist. Er ist sehr laufstark. Als Typ und als Spieler ist er für uns immens wichtig.“ Sein Regensburger Trainerkollege ärgerte sich derweil darüber, dass seine Mannschaft nun im zweiten Spiel nacheinander große Chancen liegen gelassen habe. Vor einer Woche gab es in Bayreuth ein mageres 0:0, nun ein 1:1. „Es gibt Momente im Spiel, da gibst du dem Spiel eine Richtung“, sagte Herrlich, seine Mannschaft habe diese Momente zuletzt aber nicht gut genug für sich genutzt. Das müsse sich ändern: „Denn das darf man sich nicht häufig leisten, wenn man ganz vorne bleiben möchte.“

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