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Sport aus Regensburg
Sonntag, 21. Januar 2018 10

Gewichtheben

KSV Bavaria gewinnt Derby gegen Roding

Die Regensburger weisen Rodings zweite Garnitur in die Schranken. Richten müssen es dieses Mal allerdings die Männer.
Von Bastian Schmidt, MZ

Punktbester Bavaria-Heber: Veteran und Rückkehrer Yasin Yüksel Foto: Brüssel

Regensburg.Am Samstagabend fand in der Sporthalle an der Prüfeninger Straße das mit Spannung erwartete erste Oberpfalzderby im Mannschaftsgewichtheben in der zweiten Bundesliga statt. Die zweite Mannschaft des TB 03 Roding war zu Gast bei Aufsteiger und Bayernligameister KSV Bavaria Regensburg, und die Veranstaltung hielt, was sich Fans und Organisatoren im Vorfeld davon erhofft hatten.

Bereits ab dem frühen Mittag hatten Vereinsvorstand Martin Hutzler und sein Team aus freiwilligen Helfern die Halle für das große Event vorbereitet. „Wir haben unsere Wettkämpfe in den letzten Jahren im Keller ausgetragen und wollen unseren Sport jetzt in der zweiten Bundesliga auch für die Zuschauer wieder interessant machen und zeigen, dass wir tolle Sportler und tolle Typen in unseren Reihen haben“, freute sich Mannschaftrainer Josef Graf auf die Heimpremiere seiner Schützlinge.

Tolles Rahmenprogramm

Und das Vorhaben gelang: Die rund 100 Zuschauer bekamen neben starken sportlichen Leistungen ein tolles Rahmenprogramm mit Tanz und Musik geboten und konnten sich am Ende über einen knappen, aber durchaus verdienten Derbysieg der Regensburger freuen. Das Team des KSV Bavaria setzte sich schlussendlich mit 496,6:478,0 Gesamtpunkten durch.

Und auch die beiden Einzelwertungen von Reißen und Stoßen gingen an Regensburg, so dass sich der Gastgeber am Ende über alle drei Punkte freuen durfte. Dabei stand der Sieg der Regensburger lange auf der Kippe. Trainer Graf vertraute beim ersten heimischen Zweitligaauftritt seit zehn Jahren auf die gleichen Akteure, die die ersten beiden Saisonsiege beim Wettkampf in Görlitz eingefahren hatten.

Neben Mannschaftsführer Yasin Yüksel traten die beiden Neuzugänge der österreichische Staatsmeister Patrick Duernberger und der Tscheche Petr Veznik sowie Lena Nützel, Claudia Pobig und Jacqueline Schroll für Regensburg auf die Matte.

Von den bislang souverän aufgetretenen Frauen konnte an diesem Tag allerdings nur Claudia Pobig überzeugen, die mit 66 Kilogramm beim Reißen und 84 Kilogramm beim Stoßen insgesamt 96 Punkte zum Gesamtergebnis beitrug.

Das Team des KSV Bavaria: Jacqueline Schroll, Claudia Pobig, Lena Nützel , patrick Dürnberger, Petr Veznik und Yasin Yüksel (von links) Foto: Brüssel

Lena Nützel erwischte hingegen einen gebrauchten Tag und scheiterte im Reißen dreimal an ihrem Einstiegsgewicht von 50 Kilogramm. Null Punkte waren die bittere Folge. Mit geschafften 63 Kilogramm im Stoßen steuerte sie am Ende aber wichtige 39,5 Punkte zum Sieg bei.

Einen Schreckmoment erlebten die Zuschauer beim dritten Versuch im Reißen von Jacqueline Schroll. Die Regensburgerin konnte das Gewicht von 70 Kilogramm nicht wieder kontrolliert zu Boden bringen und wurde von der Stange im Nacken getroffen.

Nach einer ersten Untersuchung vor Ort kam sie vorsorglich ins gegenüberliegende Krankenhaus der Barmherzigen Brüder zur weiteren Untersuchung. Eine Diagnose stand am Ende des Wettkampfes noch aus. Aber soweit Vorstand Hutzler am Montag informierte, geht es ihr schon wieder besser. Für Schroll standen schlussendlich 37,5 Punkte aus dem Reißen zu Buche, da sie am Stoßen nicht mehr teilnehmen konnte.

Es lag also diesmal an den Herren, die Kastanien für die Regensburger aus dem Feuer zu holen. Und die starken Männer lieferten. Punktbester Akteur war dabei wieder einmal Veteran und „Rückkehrer“ Yasin Yüksel, der mit der Tagesbestleistung von 143 Kilogramm im Reißen und 165 Kilogramm im Stoßen insgesamt 122 Punkte auf das Regensburger Konto hob.

Die Neuen überzeugen

Aber auch Petr Veznik (94,6 Punkte) und Patrick Dürnberger (107 Punkte), der mit 172 Kilogramm im Stoßen die Tagesbestleistung ablieferte, wussten zu überzeugen. „Es war schwierig heute. Drei ungültige Versuche können immer passieren und dann kam auch noch die Verletzung von Jacqueline dazu. Aber wir haben als Mannschaft stark darauf reagiert und am Ende verdient gewonnen“, ordnete Yüksel die Leistung ein.

Und auch die Gäste aus Roding verließen die Halle mit hoch erhobenem Kopf und breiter Brust: „Wir hätten vorher nicht gedacht, dass es so eng wird, deshalb sind wir trotz Niederlage zufrieden. Und beim nächsten Mal packen wir sie“, lautete die Kampfansage des Rodingers Leon Koralewski. Der KSV bleibt weiter Tabellenführer und Roding ist Dritter.

In der Bundesliga geht es für den KSV Bavaria am 11. November zum SV 90 Gräfenroda. Das nächste Event in der heimischen Halle gegenüber der Barmherzigen Brüder ist die offene Stadtmeisterschaft am 26. November. Die Heber freuen sich auch zahlreiche Zuschauer.

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