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Sport aus Regensburg
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Auftakt

Legionäre sind heiß auf den Saisonstart

Für den deutschen Baseball-Meister aus Regensburg beginnt am Freitag das Projekt Titelverteidigung – ein Selbstläufer wird dies aber nicht.
Von Matthias Ondracek, MZ

Lukas Jahn (links im schwarzen Trikot) und die Regensburg Legionäre haben auch in dieser Saison ihr Ziel ganz klar vor Augen. Foto: Eisenhuth

Regensburg.Die lange Vorbereitungsphase ist vorbei. Das Trainingslager in Italien war ein voller Erfolg und die Generalprobe vor dem Bundesliga-Start haben die Regensburger Baseballer mit Bravour gemeistert. Am kommenden Freitag (19 Uhr) beginnt für die Buchbinder Legionäre gegen die Stuttgart Reds ihre 19. Saison im Baseball-Oberhaus. Die vergangene Spielzeit war für die Schwabelweiser einmal mehr sehr erfolgreich. Mit einem letztlich klaren Erfolg im Finale gegen die Untouchables Paderborn machten die Legionäre ihren Titel-Hattrick perfekt. Am Ende stand die vierte Meisterschaft in den letzten fünf Jahren zu Buche.

Diese Leistung gilt es in diesem Jahr zumindest zu bestätigen. „Wir müssen versuchen, besser zu werden. Jeder will das erreichen, was wir erreicht haben. Das heißt für uns, dass wir nicht still stehen dürfen“, philosophiert Trainer Martin Helmig über die Ziele. Das Wort Meisterschaft nimmt der Erfolgscoach nicht in den Mund, wohl wissend, dass alles andere als eine erneute Finalteilnahme eine Enttäuschung wäre.

Ein Selbstläufer verspricht die neue Saison nicht zu werden. „Wir hatten bekanntlich einige Abgänge, darunter auch namhafte Spieler“, verweist Helmig vor allem auf den Verlust zweier Leistungsträger. Bereits nach dem Finalsieg verließ Rodney Gessmann wegen eines Auslandsstudiums den Deutschen Meister. Zudem musste Coach Helmig den Abgang von Publikumsliebling Petr Cech verkraften.

„Wie in anderen Sportarten rücken auch bei uns Leute in die verwaisten Posten nach“, sagt Helmig unaufgeregt: „Ich bin ganz zuversichtlich, dass wir das auffangen können.“ Der bekannteste Neuzugang der Buchbinder Legionäre ist Johannes Jung. Der frühere Junioren-Nationalspieler trug zuletzt das Trikot der Haar Disciples.

Bokaj kehrt zurück

„Er ist ein junger und talentierter Nationalspieler, der bei uns Außenfeld spielen wird und die Offensive verstärkt. Ich denke, er wird uns noch viel Freude bereiten“, schwärmt Helmig. Freuen kann sich der Legionäre-Coach auch auf einen alten Bekannten. Pitcher Boris Bokaj kehrt nach einem Jahr in Italien in seine Wahlheimat zurück.

„Boris Bokaj wird unseren Pitching Staff enorm verstärken“, ist sich Helmig sicher. Der tschechische Nationalspieler trug bereits 2010 und 2011 das Trikot der Schwabelweiser und konnte in beiden Jahren die Meisterschaft feiern. Der Rückkehrer soll zusammen mit Mike Bolsenbroek, Justin Kuehn und Philipp Hoffschild das Gros der Werferriege bilden.

In der Offensive muss Helmig in der ersten Saisonhälfte US-Boy Evan LeBlanc ersetzen. Der schlaggewaltige Rightfielder ließ bei sich im Winter einen Knorpelschaden im Knie beheben und fällt wohl noch bis Mai aus. „Evan ist auf jeden Fall einer unserer Topspieler, es wird schwer, ihn zu ersetzen“, gesteht Helmig.

Helmig baut auch auf zweite Garde

Neben Neuzugang Jung baut Helmig dabei auf die zweite Garde. „Unsere Mannschaft wächst und wir betreiben dank Martin Brunner hervorragende Nachwuchsarbeit“, erklärt der Coach. Ein Schüler aus dem Sportinternat dürfte dabei vermehrt Einsatzzeit in der ersten Mannschaft bekommen. „Maik Ehmcke wird uns natürlich helfen“, kündigt Helmig an.

Auch in diesem Jahr wird wieder internationale Luft in Schwabelweis wehen. Vom 4. bis 9. Juni tragen die Buchbinder Legionäre den Europapokal aus. Dabei sind die besten Teams Europas zu Gast in der Oberpfalz. Zur Vorbereitung auf das erste Saison-Highlight richten die Regensburger erneut den Buchbinder Cup aus. Vom 18. bis 20. Mai spielen vier Mannschaften um die Siegprämie von 1500 Euro.

Die Legionäre gehen so gut vorbereitet wie nie in die neue Spielzeit. Zum vierten Mal in Folge begab sich der Helmig-Tross ins Trainingslager nach Nettuno. Erstmals verweilte der Deutsche Meister zwei Wochen in Süditalien. In acht Spielen gegen den 17-maligen italienischen Titelträger Danesi Caffe Nettuno feierten die Regensburger drei Siege und zwei Unentschieden. Bei der Generalprobe in der heimischen Armin-Wolf-Arena setzten sich die Regensburger zudem gegen die Liga-Rivalen Solingen und Heidenheim durch.

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