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Sport aus Regensburg
Sonntag, 19. November 2017 3

Crosstriathlon

Oberpfälzer holt trotz Handicap WM-Titel

Thomas Kerner lässt sich bei der Xterra-World Championships auf Maui von einem Sturz nicht stoppen. Er wird in seiner Altersklasse Weltmeister.

Auf der Radstrecke arbeitete sich der Burglengenfelder Thomas Kerner Stück für Stück nach vorne. Foto: bpf

Burglengenfeld/Maui.In einem furiosen Finale hat sich Crosstriathlet Thomas Kerner von Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld/brothers bike team am Wochenende auf der hawaiianischen Insel Maui mit weniger als einer Sekunde Vorsprung in seiner Altersklasse den Titel des Xterra-Weltmeisters erkämpft. Nach 2:53:28 Stunden stürmte der 24-jährige Oberpfälzer bei sengender Hitze über die Ziellinie.

Mehr als 600 Athleten aus der ganzen Welt waren bei den Xterra-World Championships an den Start gegangen. Bei der Streckenbesichtigung hatte Kerner leider einen etwas unsanften Bodenkontakt. und stoppte mit dem Knie an einen Baumstumpf. Ein dickes Knie und eine Prellung waren die Folge, doch mit Salben und Eis wurde der Ausdauersportler bis zum Start noch einigermasen fit.

Als 15. aus dem Wasser

Strahlender Sonnenschein bei 30 Grad, ein weißer Traumstrand mit Palmen dahinter, alles was man von Hawaii kennt, so stand er dann am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr am Start zum ersten Part über die zweimal 750 Meter lange Schwimmstrecke im 26 Grad warmen Meer. Nach 26:03 Minuten stürmte er auf Rang 15 von 42 Mitstreitern der Altersklasse der 20- bis 24-Jährigen in die Wechselzone.

Die ersten sechs Kilometer ging es stetig mit einigen Rampen von über 20 Prozent bergan. Ab Kilometervier fand er nach etwas Stau auf den Singlepassagen zu seinem Rhythmus und preschte am zweiten krasseren Anstieg schon zur Profifrauenspitze vor. Um nichts zu riskieren fuhr er auf den über 50 Stundenkilometer schnellen Abfahrten sehr defensiv und verzichtete auf riskante Überholmanöver. Doch als sich die Wege wieder öffneten, sammelte er einen nach dem anderen Gegner ein. Als er das Bike nach 1:40:43 Stunden in die Wechselzone schob, hatte er sich bis auf Rang zwei in seiner Altersklasse vorgekämpft.

Zweikampf bis ins Ziel

Mit viel Trinken beugte er dem alles abverlangenden zehn Kilometer langen Trail vor und kam trotz eines Durchhängers gut durch. Etwa 900 Meter vor dem Ziel spürte er den Atem eines Gegners im Genick, den er partout nicht vorbeilassen wollte. Bis ins Ziel lieferten sich beide einen packenden Zweikampf und hetzten gleichzeitig über den Zielstrich, Kerner jedoch einen Tick vor seinem Gegner.

Die ganz große Freude kam jedoch erst kurz danach auf, als er auf dem Liveticker sah, dass er so den Weltmeistertitel in seiner Altersklasse geholt hatte. Mit der Winzigkeit von weniger als einer Sekunde erfüllte er sich einen großen Traum in seiner erst zweijährigen Triathlonkarriere. (bpf)

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