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Sport aus Regensburg
Freitag, 24. März 2017 15° 3

Wieder ein Achtmeter-Sprung bei Leichtathletik-Gala

Und wieder ein Acht-Meter-Sprung an der Uni: Diesmal gelang er Nils Winter, Vorjahressieger Oliver König zählte als Vierter zu den Geschlagenen.

Die Stadionuhr an der Regensburger Universität zeigte exakt 21.55 Uhr, als Klub-Legende Katharina Kaufmann die Leichtathletik-Gala ihrer LG Domspitzmilch würdig beschloss. Nach 35:53,46 Minuten und 10 000 Metern passierte die unverwüstliche 46-Jährige erstmals nach acht Jahren wieder das Ziel unter 36 Minuten. Meeting-Direktor Kurt Ring empfand das „zumindest als Highlight für den Verein“ – obendrein war’s deutscher W45-Seniorenrekord.

Natürlich aber hatten in den elf Stunden Leichtathletik zuvor andere weit mehr im Rampenlicht gestanden: Fünf Frauen (über 200, 400, 100 und 400 Hürden sowie im Stabhochsprung) und zwei Herren (200 und 400 Meter Hürden) sorgten für deutsche Jahres-Bestwerte, dazu kamen noch die beiden Sprintstaffeln.

Nach insgesamt fünfeinhalbstündigen Abbauarbeiten war folglich das Ringsche Gefühl am Sonntag zuvorderst Zufriedenheit, schließlich sei es die „erste freie Gala“ gewesen, nachdem im Vorjahr der Deutsche Leichtathletik-Verband ja die alleinige Ausscheidung für den Europacup in Regensburg durchführte. „Irgendwie ist die Gala dann doch in Gang gekommen“, sagte Ring mit Blick auf den zunächst „blöden Wind“, die leistungshinderliche Schwüle und eine anfängliche kleinere Verzögerung im Zeitplan. Auch kurzfristige Absagen änderten nichts an den sehenswerten Wettkämpfen. Domspitzmilch-Mittelstreckler Jason Stewart musste passen, der angekündigte Peter Sack ließ sich nicht blicken – und katapultierte am Sonntag die Kugel in Schönebeck auf 21,00 Meter und sich selbst damit auf Position fünf der Weltrangliste.

65 Mann über 8 Meter

Aber auch in Disziplinen, in denen nicht unbedingt ein Jahres-Topwert heraussprang, lieferten die Athleten Erwähnenswertes. „Der 800-Meter-Sieg von René Herms hatte Gala-Niveau, auch wenn es eine 1:47 statt einer 1:45 wie vergangenes Jahr war“, sagte Kurt Ring und zielte dann auf Nils Winter: „Wir hatten wieder einen Acht-Meter-Sprung.“ Winter lieferte im sechsten und letzten Versuch Maßarbeit ab und sprang auf exakt 8,00 Meter.

Der 30-Jährige aus Buxtehude mit Bestleistung 8,21 Meter hat sich für heuer vorgenommen, „konstant die Acht-Meter zu springen“. Um über die B-Norm (A-Norm 8,20) ins WM-Team zu kommen, glaubt er, nach den 8,12 von Bad Camberg „zumindest noch einmal eine 8,05 springen zu müssen. Es gibt also noch genügend Schwierigkeiten zu beseitigen“, grinst der Routinier, hofft irgendwann auf einen großen Tag bei einem Großereignis und zählt Ereignisse auf, bei denen vordere Plätze mit einem Sprung knapp über acht Meter weggingen.

„Einer springt immer voraus“, meint Winter, der im Vorjahr in Regensburg keinen gültigen Versuch zustande gebracht hatte. „Deswegen wollte ich auch unbedingt hierher.“ Die deutsche Riege ist wieder stärker, auch wenn Winter um die internationale Dichte weiß. „2006 haben 65 Leute acht Meter und mehr geschafft. Ich weiß das, weil ich 7,99 stehen hatte und 66. war.“

Auf der Tribüne verfolgte allerhand Prominenz ganz nah dran (Winter: „Das beflügelt“) den stimmungsvollen Weitsprung-Wettbewerb. Trainerlegende Bert Sumser (93) fand sich ebenso im Publikum wie DLV-Präsident Clemens Prokop, Ski-Sportdirektor Thomas Pfüller und Leichtathletik-Delegationen vom Weltfinale in Stuttgart sowie dem in zwei Wochen anstehenden Europacup in München.

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