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Sport aus Schwandorf
Freitag, 24. November 2017 4

Motorsport

Felix Pöhler lässt sich nicht entmutigen

Nachwuchspilot aus Maxhütte gibt nach der Trennung vom TGRT-Racing-Team 2017 nun unter einem neuen Management tüchtig Gas.
VON WERNER ARTMANN

Felix Pöhler (Nummer 4) kann sich am Sonntag am Sachsenring beweisen. Foto: Steffen Pöhler

Maxhütte.Noch läuft es nicht rund für den zehnjährigen Felix Pöhler im Motorrad-Rennzirkus. Als junger Pilot stieg er in diesem Jahr in das TGRT-Racing-Team 2017 aus Thüringen ein (wir berichteten) und musste zwischenzeitlich feststellen, dass es nicht einfach ist, permanent gute Platzierungen zu erreichen. Die Auflösung des Vertrags mit dem TGRT-Racing-Team 2017 war nach Meinung seines Vaters und jetzigen Managers Steffen Pöhler die vernünftigste Lösung für beide Seiten. Die sportliche Entwicklung von Felix Pöhler ging und geht nun mit einem eigenen Management unter Leitung seines Vaters weiter.

Sturz im zweiten Rennen

Schon mit neun Jahren deutete sich für den Maxhütter Felix Pöhler ein karrierehafter Aufstieg als junger Pilot im Motorrad-Rennzirkus an. Denn bereits mit sechs Jahren hatte er mit einem Mini-Bike bei den ADAC-Schnupperkursen, bei Trainingseinheiten in Spanien und Ungarn sowie auf verschiedensten Kartbahnen Erfahrungen in dieser Sportart gesammelt.

So war es auch nicht verwunderlich, dass Experten auf das Talent von Felix Pöhler aufmerksam wurden und ein Team ihn verpflichtete.

Beim zweiten Rennen in dieser Saison, das in Witgenborn stattfand, hatte der junge Maxhütter Pech. Bei einem Sturz im Qualifying verletzte er sich und musste die nächsten vier Wertungsläufe aussetzen. Somit startete er am vierten Rennwochenende in Templin noch etwas angeschlagen und belegte dort Platz 14 und 17.

In Schafheim wurde dann das fünften Rennwochenende ausgetragen. Allerdings war hier kein Training für die kleinen Rennfahrer am Vortag möglich, und Felix Pöhler, der die Strecke nur von Fotos kannte, konnte erst am Renntag ein freies Training absolvieren. Hier hatte der Maxhütter erneut kein Glück, denn er stürzte gleich in der ersten Runde. Dabei wurde auch sein Motorrad beschädigt. Seine Mechaniker wurden zwar noch im Qualifying mit den Reparaturen fertig, doch Felix Pöhler konnte sich dann auch erst an die Abstimmung des Bikes machen, was ein großer Nachteil war. Im Rennen belegte der Maxhütter dann nur Platz 17, was zu Rang 16 in der Gesamtwertung führte. Im kleinen B-Finale deutete Felix Pöhler dann wieder sein Talent an und belegte in den beiden Rennen den dritten Platz.

Zum sechsten Rennwochenende ging es dann nach Schlüsselfeld. Am ersten Tag absolvierte Felix Pöhler die Trainingsläufe und das kleine Motorrad wurde gut auf die Strecke abgestimmt. Doch Pöhlers Pechsträhne wollte kein Ende nehmen, denn die Dichtung der Antriebswelle löste sich während der Fahrt und es gelangte Öl aufs Hinterrad. Der Maxhütter rutschte daraufhin in der Kurve etwas weg und kollidierte mit einem anderen Piloten. Bei diesem Sturz blieben die beiden jungen Fahren zwar unverletzt, doch das Motorrad von Felix Pöhler wurde dabei ziemlich in Mitleidenschaft gezogen.

Im Fahrerlager borgte man sich dann Fahrzeugteile aus, um überhaupt noch starten zu können, und Felix Pöhler fuhr mit dem reparierten Motorrad im Qualifying nur um 0,1 Sekunden an der Finalteilnahme vorbei. Er gewann dann das B-Finale in beiden Läufen mit 20 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten und belegte in der Gesamtwertung Platz 15 und 13.

Mit Zuversicht ging der Nachwuchspilot das siebte Rennwochenende im tschechischen Cheb an, denn dort hatte er schon öfters trainiert und kannte die Strecke somit recht gut. Allerdings spielte am ersten Renntag das Wetter nicht mit und auch der Motor seines Bikes machte Probleme. Erfreulicherweise lief das Minibike im zweiten Qualifying besser, und man hatte wenigsten eine Zeit vorzuweisen. Aber dennoch kam der Maxhütter nicht über den letzten Startplatz hinaus.

Nachdem das Motorrad wieder repariert war, gelang es Felix Pöhler, das B-Finale wiederum als Erster zu beenden. Er kam in der Gesamtwertung wieder auf Platz 15, diesmal auch in beiden Läufen.

Training am „Pannonia Ring“

Felix Pöhler nutzte sodann die Woche nach dem ADAC-Lauf in Cheb, um am „Pannonia Ring“ in Ungarn zu trainieren. Und seine Resultate führten dazu, dass er nochmals die Möglichkeit bekam, in Cheb ein Rennen zu fahren. Diesmal startete er jedoch als Gastfahrer in der Simson GP. Beim Rennen kämpfte er dann um jeden Meter und erreichte zum Schluss den sechsten Platz im Starterfeld von drei Klassen, in seiner Klasse sogar den ersten Platz.

Nun heißt es für den kleinen Maxhütter Nachwuchsfahrer, bei den Trainingsvorbereitungen tüchtig Gas zu geben, wobei die Fitness nicht vergessen werden sollte. Am Sonntag steht nämlich nun das achte Minibike-Rennen am Sachsenring auf dem Programm von Felix Pöhler, und da will der Maxhütte beweisen, dass er besser ist, als es seine bisherigen Resultate vermuten lassen.

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