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Sport aus Schwandorf
Dienstag, 21. November 2017 5

Handball

Mit zwei Punkten belohnt

Nabburgerinnen erkämpfen sich in Erlangen zwei Punkte. Unglaubliche Willensstärke setzt sich am Ende durch.

Die HSG Nabburg erkämpfte sich in Erlangen zwei Punkte. Foto: sca

Nabburg.Die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld haben die nächste Hürde genommen. Sie gewannen nach 60 Minuten kämpferischer Höchstleistung verdient mit 20:18 gegen den TV Erlangen-Bruck.

Erlangen produzierte anfänglich einige technische Fehler. Die HSG-Damen zeigten sich zu Beginn allerdings auch etwas unkonzentriert, fingen sich dann aber relativ schnell und gingen in Führung. Die 6:0-Defensive des Gastgebers agierte daraufhin sehr aggressiv, was zu ungenauen Pässen und vergebenen Torchancen auf Seiten der HSG führte. Dadurch riss der TV Erlangen die Führung an sich, doch die Oberpfälzerinnen antworteten mit schnellen Angriffen und holten sich die Führung (7:3) wieder zurück.

Bei einem Konterangriff verletzte sich dann Theresa Fröhlich. Sie war von der gegnerischen Torfrau, die dafür die Rote Karte sah, gefoult worden. Von diesem Zeitpunkt an hielten die HSG-Damen ihre Gegnerinnen immer auf Abstand. Zudem agierte die Nabburger Abwehr hervorragend und durch schön herausgespielte Angriffsformationen stand es in der 23. Spielminute 11:6 für das Team von Trainer Karl Söllner.

Doch dann verloren die Gäste den Faden, und die ständigen Kreisanspiele des Gastgebers konnten nicht mehr unterbunden werden. Söllner: „Plötzlich waren wir wie ausgewechselt und haben dem TV Erlangen direkt in die Hände gespielt.“ So kamen die TV-Spielerinnen bis zur Halbzeit wieder auf 10:13 heran.

Nach der Pause erzielte Erlangen gleich den Anschlusstreffer und das Publikum unterstützte nun den Gastgeber lautstark. Ungemein viel Aggressivität zeichnete die zweite Spielhälfte, und ständige Verwarnungen sowie Zwei-Minuten-Strafen forderten ihren Tribut. Doch die HSG-Damen kämpften verbissen weiter und behaupteten bis zur 42. Spielminute immer einen Zwei-Tore-Vorsprung.

Der Kräfteverschleiß machte sich nun auf beiden Seiten bemerkbar, und als Nabburg erneut in Unterzahl agieren musste, gelang der Heimmannschaft zehn Minuten vor Spielende das 16:16. Die HSG-Damen zeigten an diesem Tag aber eine geschlossene Mannschaftsleistung und hielten mit unglaublicher Willensstärke dagegen.

Fünf Minuten vor Spielende stand es immer noch unentschieden. Den Franken gelang es sodann aber nicht mehr, Akzente zu setzen, während die Oberpfälzerinnen noch zu zwei weiteren Toren kamen und mit 20:18 die Partie gewannen.

„Wir hatten mit einfachen technischen Fehlern zu kämpfen, welche uns das Leben schwer gemacht haben. Es war keine schöne Partie. Aber gemeinsam haben wir es geschafft und uns mit zwei Punkten beschenkt“, so Söllners Resümee.

Torschützen: Tanja Söllner 5/2, Nathalie Fleischmann 4/2, Carina Czichon 3, Anna Stubenvoll 3/1, Theresa Fröhlich 2, Verena Luley, Steffi Senft und Kerstin Schill je 1

Den Start in die Partie verschliefen die Gäste gleich einmal ordentlich und warfen in den ersten Minuten den gegenrischen Keeper warm. Niederlindach führte nach fünf Minuten mit 3:0.

Diesem Rückstand liefen die Schwarzenfelder bis zur Halbzeit hinterher. Immer wieder brachten sie das Heimteam ins Zeitspiel, kassierten dann aber doch noch den Gegentreffer. Auch bei den Abprallern hatten die Oberpfälzer an diesem Tage kein Glück. Anstatt sich für die engagierte Abwehrarbeit zu belohnen, trafen die Niederlindacher oft im Nachwurf. So blieb der Rückstand über 4:7 und 9:12 bestehen.

Mehr Unsicherheit im Angriff

Wie so oft kam mit fehlender Treffsicherheit auch zunehmend mehr Unsicherheit ins Angriffsspiel der Nabburger. Der Pausenrückstand von 10:14 war daher absolut verdient und für Trainer Daniel Kessler Anlass genug, die Halbzeitansprache auf den Angriff zu konzentrieren.

Nach dem Seitentausch agierten die Schwarzenfelder im Angriff deutlich besser und nutzten ihre Chancen nun öfters. Schnell schmolz der Rückstand und beim Stand von 16:16 nach 40 Minuten war die Partie völlig offen.

In der Abwehr deckte man die Außenspieler kurz, um Tempo aus Niederlindachs Angriff zu nehmen. Doch der Mittelblock der HSG trat immer wieder zu spät auf Erlangens Rückraumspieler heraus oder verlor das Eins-gegen-Eins-Duell. Die Franken konnten sich in der Folge wieder auf 23:20 absetzen.

In Manndeckung genommen

Dann brach die Schlussphase an, die für beide Mannschaften den Sieg hätte bringen können. Denn als die Schwarzenfelder den gefährlichsten Spieler der Gastgeber in Manndeckung nahmen, gelang der erneute Ausgleich zum 24:24 und 26:26. 17 Sekunden vor Schluss hatten die Schwarzenfelder Ballbesitz und somit die Möglichkeit, doch noch beide Punkte zu entführen. Allerdings gelang es nicht mehr, eine gute Torchance zu erspielen, womit das Remis als Endergebnis feststand.

Trotz des möglichen Lucky Punch kurz vor Schluss ist es für die Schwarzenfelder Herren, die bis zum Schluss in Rückstand lagen, ein gewonnener Punkt.

Tore: Kiener 7; Held 5; Blödt 3/1; Fenchl, Ebensberger, Schanderl, Strejc J. je 2; Landgraf, Gsödl, Eichinger je 1

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