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Sport aus Schwandorf
Montag, 11. Dezember 2017 5

Schiesssport

Saltendorfer dürfen weiter hoffen

Im Kampf um die Finalplätze holen die Eichenlaub-Schützen nach der Niederlage gegen Coburg den Sieg gegen Königsbach.
VON WERNER ARTMANN

  • Beste Schützin der Gastgeber war Julia Simon, die zwei Punkte für ihre Mannschaft holte. Foto: Artmann
  • Große Freude herrschte bei der Saltendorfer Mannschaft nach dem Sieg gegen den KKS Königsbach. Foto: Artmann
  • Auch Benjamin Moser schaffte einen Punkt gegen Coburg. Foto: Artmann
  • Die Zuschauer waren begeistert von den Leistungen ihrer Saltendorfer Schützen. Foto: Artmann

Teublitz.Zwei Bundesliga-Luftgewehr-Schießtage auf höchstem Niveau erlebten die mehr als 700 begeisterten Zuschauer in der Dreifachsporthalle in Teublitz. Die Hoffnung der Saltendorfer Fans wurde am ersten Wettkampftag wegen der knappen Niederlage gegen die SG Coburg gedämpft, doch das Stimmungsbarometer stieg am zweiten Tag enorm, als die Heimmannschaft gegen den KKS Königsbach im Stechen den so wichtigen Punkt im Kampf um den vierten Platz in der LG-Bundesliga Süd erkämpfte. „Mir fiel ein Stein vom Herzen, als unsere Julia Helgert im Finalschuss die Oberhand behielt und uns damit den Sieg sicherte“, freute sich Trainer Robert Senft riesig.

Auch ihren zweiten LG-Bundesligaheimkampf meisterte in der Teublitzer Dreifachsporthalle die SG Saltendorf hervorragend. Dieses Mal hatten die Saltendorfer ein komplettes Wettkampfwochenende mit drei Wettkämpfen an jedem Tag zugeteilt bekommen.

„Die Stimmung in diesem und im letzten Jahr war gigantisch und zählt zu einem meiner schönsten Erlebnisse in meiner sportlichen Karriere. Die ganze Mannschaft versucht natürlich wieder ihr Bestes, damit wir auch in diesem Jahr an das fantastische Ereignis anknüpfen können“, so Julia Simon, die als einzige Schützin ihre beiden Kämpfe gewonnen hat, vor dem Wettbewerb.

Duell der beiden Aufsteiger

Am Samstag traten die beiden Aufsteiger der Bundesliga, der SV Buch und der SV Pfeil Vöhringen gegeneinander an. Eine hervorragende Leistung bot dabei der Russe Sergei Kamenski (Vöhringen) mit 399 Ringen. Hannah Steffen „zitterte“ den letzten Schuss zum 3:2-Sieg für den SV Vöhringen ins Ziel.

Nun hieß es volle Konzentration für die Saltendorfer Schützen und das Mitfiebern und Mitzittern der Zuschauer begann. Die Anspannung und die Belastung war den Saltendorfern deutlich anzumerken. Vor allem der österreichische Nationalmannschaftsschütze Alexander Schmirl zeigte „Nerven“. Aber auch sein Gegner Bernhard Pickl, gleichzeitig österreichischer Kollege in der Nationalmannschaft, kam schwer in den Kampf. Schließlich holte sich der Coburger den ersten Punkt mit 395:394 Ringen.

Einen absoluten Traumtag hingegen hatten die beiden Coburger Schützen Jürgen Wallowsky und Manuel Wittmann erwischt, die beide ein absolutes Top-Ergebnis von 397 Ringen schossen. Sie ließen ihren Gegnern Helmut Kächele und Claudia Brunner keine Chance. Trotz der guten Ergebnisse von 393 für Kächele und 394 für Brunner mussten die zwei Saltendorfer ihre Mannschaftspunkte an Coburg abgeben.

Benjamin Moser, ein absoluter Wettkampftyp, biss sich hervorragend durch den Kampf. Er ließ nicht ab vom Coburger Lorenz Glut und wollte auf keinen Fall vor heimischem Publikum verlieren. Gluth beendete den Wettkampf allerdings zuerst mit guten 392 Ringen. Moser musste hinterher schießen und hatte bis zur letzten Serie noch zwei Ringe Vorsprung. Spannung pur war angesagt. Der Saltendorfer kämpfte sich durch den Wettkampf und holte schließlich den viel umjubelten Sieg mit einem Ring Vorsprung.

Ein absolut spannendes Match lieferten sich die beiden Schützinnen auf Position zwei, Julia Simon (Saltendorf) und Sabrina Hößl. Die schnelle Schützin Hößl zog in der dritten Serie mit vollen 100 Ringen davon und machte es Simon sehr schwer. Simon blieb nervenstark und bot ihrer Gegnerin mit 99 Ringen in der dritten Serie Paroli. Zum Schluss musste Hößl „Federn lassen“ und schoss mit 97 Ringen aus. Diese Chance ließ sich Simon nicht entgehen, zeigte ihr ganzes Können und gewann mit 394:393 Ringen. Der Ausgleich war geschafft.

Das inneröstereichische Duell musste nun das Match entscheiden. Beide Schützen waren immer gleichauf und machten es bis zum letzten Schuss spannend. Das letzte Quäntchen Glück hatte in dieser Partie der Coburger Schütze, dem im letzten Schuss eine 10,0 zum Sieg verhalf.

Im letzten Durchgang des ersten Wettkampftages kam es dann zur Begegnung des Tabellenzweiten Königsbach gegen Prittlbach. Letzterer war bisher ungeschlagen an der Tabellenspitze und ließ sich diesen Platz mit einem 4:1-Sieg auch nicht nehmen.

Exzellente Stimmung

Auch der zweite Wettkampf verlief für den Top-Schützen Alexander Schmirl nicht optimal, und er kam nur auf 391 Ringe. Gegen die Französin Judith Gomez, die sensationelle 398 Ringe schoss, hatte er keine Chance.

Julia Simon brillierte am Sonntag mit einem Klasse-Ergebnis von 397 Ringen und holte somit einen weiteren Einzelpunkt für Saltendorf. Ihr Gegner Andre Link stand mit 393 Ringen auf verlorenem Posten.

Auf Position drei zeigten die Schützen Helmut Kächele (Saltendorf) und Sarah Würz ihre Stärken und die Anzeige auf dem Monitor für den Führenden sprang von Schuss zu Schuss hin und her. Am Schluss hatte die Königsbacherin mit 395:393 Ringen die Nase vorn.

Eine durchwachsene Leistung zeigte Julia Helgert, die ihrem Gegner immer wieder die Chance gab aufzuholen. Zu viele „Neuner“ leuchteten in der letzten Serie auf und zum Schluss erkämpfte sich Helgert mit 388:388 doch noch das Unentschieden. Somit hatte sie immer noch die Chance, im Stechen ihren Punkt zu erzielen.

Die so gut in den Wettkampf gestartete Claudia Brunner zeigte ab Mitte des Wettkampfs Nerven und fing sich einige „Neuner“ ein. Der schon fast sicher geglaubte Punkt war plötzlich in ernster Gefahr. Ihr Gegner Christian Brenneisen setzte sie zudem unter Druck und schoss mit zwei hervorragenden Serien aus. Brunner musste nun mit zwei Zehnern aufwarten, um ihren Einzelpunkt zu machen und vor allem, um der Mannschaft weiterhin die Möglichkeit auf einen Sieg im Stechen zu sichern. Als einzige Schützin noch am Stand lastete enormer Druck auf ihr. Wieder einmal zeigte Claudia, wie nervenstark sie ist, und rettete mit einem Ring Vorsprung den Sieg ins Ziel.

Stechen bringt die Entscheidung

Maximale Stimmung war dem emotionsgeladen Publikum geboten, denn über Sieg oder Niederlage für die Saltendorfer Schützen musste im Stechen zwischen Julia Helgert und dem Königsbacher Bernd Fränkle entschieden werden. Mucksmäuschenstill war es in der Halle, als das Kommando für den Stechschuss gegeben wurde. Helgert schoss zuerst nur eine Neun, doch der junge Königsbacher zeigte Nerven und verlor mit einer Acht das Stechen. Großer Jubel brach aus, und die Emotionen stiegen hoch, als die Saltendorfer somit den Kampf gewonnen hatten. Dieser Sieg war enorm wichtig für die Saltendorfer im Rennen um den begehrten vierten Finalplatz.

Tabelle:

1. SV Germ. Prittlbach22:0812:0

2. Der Bund München20:1010:2

3. SV Pfeil Vöhringen18:128:4

4. Eichenlaub Saltendorf15:158:4

5. SSG Dynamit-Fürth16:146:6

6. KKS Königsbach16:146:6

7. SV Petersaurach14:166:6

8. SG Coburg14:164:8

9. SV Buch 11:194:8

10. SV Niederlauterbach 10:204:8

11. SSVG Brigachtal 15:152:10

12. SSV Kronau9:212:10

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