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Sport aus Schwandorf
Samstag, 18. November 2017 5

Handball

SG Naabtal wird Favoritenrolle gerecht

Bezirksoberliga-Damen besiegen Aufsteiger SC Eltersdorf mit 32:10. Deml-Team steht mit 8:0 Punkte ausgezeichnet da.

Die Damen der SG Naabtal hatten mit Eltersdorf keinerlei Probleme, zum Erfolg zu kommen. Foto: sca

Städtedreieck.Keine Chance ließen Naabtal-Damen in der Handball-Bezirksoberliga Ostbayern den Gästen aus Franken und schickten den SC Eltersdorf mit einer gehörigen Packung nach Hause.

Zu Beginn tastete man sich noch ab und testete die jeweilige andere Mannschaft in Abwehr und Angriff auf „Herz und Nieren“. Man war bis zur zehnten Minute scheinbar noch mehr mit sich selbst beschäftigt als mit dem SC, der munter und unbekümmert aufspielte. Man ging zwar durch schön herausgespielte Aktionen schnell mit 3:2-Toren in Führung, doch die Gäste konnten bis zum 7:5 noch den Anschluss halten. Von der 10. Minute an spielte aber nur noch ein Team. Die jetzt überforderten Eltersdorferinnen konnten einem beinahe schon leidtun. Jede Aktion, die sie im Angriff versuchten, antizipierte die Heim-Sieben und unterband sie oder zwang die Fränkinnen zu technischen Fehlern und überhasteten Abschlüssen.

Gast wurde quasi überrannt

Über Gegenstöße oder die zweite Welle wurde der Gast dann quasi überrannt. Man ließ so keinen Treffer der Gäste mehr zu und warf selbst noch 14 Treffer zum 21:5-Pausenstand. Das SG-Rückraumtrio Schmid/Graf/Schneeberger wirbelte nur so durch die gegnerische Abwehr und man rieb sich fast die Augen, wie souverän jede Aktion erspielt wurde.

So gab es auch in der Pausenansprache des Trainers eigentlich nichts auszusetzen. Vielleicht war das dann auch der Grund, warum man die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff völlig verschlief. Die Eltersdorferinnen hatten sich besser auf die SG-Abwehr und das Umschaltspiel eingestellt und markierten ihrerseits drei Treffer, während man selbst nur zwei Tore bis zur 40. Spielminute erzielte.

Doch dann war er Spuk vorbei und man kam mit alter Stärke zurück. Basierend auf einer weiterhin starken Abwehr und zielorientiertem Umschaltspiel setzte man sich Tor um Tor weiter ab und schickte den SC Eltersdorf mit einem noch schmeichelhaften 32:10 nach Hause.

Deml: „Handball vom Feinsten“

„Bis auf zehn Minuten nach Wiederanpfiff gibt es wenig auszusetzen. Das war Handball vom Feinsten“, war nach dem Spiel von Trainer Christian Deml zu hören. Doch immer wird es nicht so leicht werden, die Punkte zu ergattern. Man steht zwar derzeit mit 8:0 Punkten gut da, aber es warten noch harte Brocken in den nächsten Wochen auf die Naabtalerinnen.

Nächste Woche müssen die SG-Damen nach Pyrbaum, wo man noch nie erfolgreich war. Hier wird sich zeigen, ob man die Leistung der letzten Wochen wieder abrufen kann. Auf jeden Fall muss man hier voll konzentriert spielen, um erfolgreich zu sein.

Unmittelbar vor dem Spiel erhielt der Naabtaler Christoph Deml vom Bezirksvorsitzenden Werner Guzik den Fairness-Preis des Bezirks Ostbayern für seine faire Geste im Spiel bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld in der vergangenen Saison. Nach einem vermeintlichen Foul an ihn, das einen Siebenmeter und die dritte Zeitstrafe für seinen Gegenspieler bedeutet hätte, stellte Christoph Deml bei den Schiedsrichtern klar, dass er nicht gefoult, sondern fair vom Ball getrennt wurde.

Und in der 5. Minute beim Stand von 5:2 für die HSG Naabtal gab es dann einen Heiratsantrag auf dem Spielfeld von Dominik Weh an seine langjährige Freundin Kerstin Schmid, die seit diesem Jahr bei den Damen der Naabtaler spielt. Nach einer vermeintlichen Verletzung Wehs wurde Schmid aufs Spielfeld gerufen und Weh ging mit Ring auf die Knie vor seiner künftigen Frau. Diese Geste hätte eigentlich eine Zwei-Minuten-Strafe für Weh nach sich ziehen müssen, aber die Schiedsrichter zeigten Fingerspitzengefühl.

Handball gespielt wurde aber auch. Nach den guten ersten fünf Minuten sah alles nach einem klaren Ergebnis für die Hausherren aus. Allerdings hatte man die Rechnung ohne die starken Kelheimer gemacht. Vom 5:5 bis zum 11:11 legte Naabtal ein Tor vor und Kelheim glich aus. Und hätte nicht HSG-Torwart Flo Grillmeier einen guten Tag erwischt, hätten die spielerisch starken Niederbayern durchaus auch in Führung gehen können. Von der 20. Minute an legte die HSG aber einen Zahn zu, erspielte sich eine 17:12-Führung und ging mit 17:13 in die Pause.

Die Führung wurde aber gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte wieder leichtfertig verschenkt und Kelheim glich zum 18:18 aus. Dies sollte aber die letzte Schwächephase der Hausherren sein. Vor allem „Hochzeiter“ Dominik Weh wollte sich wohl den Tag nicht verderben lassen und führte seine Mannschaft mit drei Toren in Folge vom 23:21 zum 26:21 auf die Siegesstraße. Der stets gefährliche ATSV gab sich zwar noch nicht geschlagen und konnte drei Minuten vor Ende sogar noch auf 33:30 verkürzen, zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Am Samstag spielt die Mannschaft von Trainer Christian Wagner beim heimstarken FC Neunburg.

Torschützen: Weh 12, Rauch 7, Steinbauer 3, N. Deml 3, C. Deml 3/2, Standecker 2, Harrieder 2, Becker 1, Schenke 1, V. Deml 1.

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