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Sport aus Schwandorf
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Schiesssport

Ein Sieg ist das Minimalziel

Saltendorfer Luftgewehr-Schützen stehen gegen den SV Germania Prittlbach und den SV Buch vor schweren Aufgaben.
VON WERNER ARTMANN

Doris Kühnl wird erstmals für die Saltendorfer Schützen in den Bundesligakampf eingreifen. Foto: Artmann

Saltendorf.Am diesem Wochenende werden die Weichen für den Bundesliga-Finalkampf in Paderborn gestellt. Die Saltendorfer Luftgewehrmannschaft befindet sich nach der empfindlichen Niederlage gegen SV Petersaurach punktgleich mit den Mittelfranken auf Platz fünf der Tabelle in der Bundesliga Süd. Allerdings werden nur die ersten vier Mannschaften zum Finale Anfang Februar 2018 eingeladen und schießen mit den vier Nord-Mannschaften den deutschen Meistertitel unter sich aus.

Die Eichenlaub-Schützen brauchen dazu mindestens einen Sieg, um sich dann am letzten Wettkampfwochenende im Januar aus eigener Kraft die Finalteilnahme zu sichern. Doch am Samstag hängen die Trauben sehr hoch, wenn es gegen die bisher noch ungeschlagene Mannschaft von SV Germania Prittlbach geht.

Die Dachauer dominieren zur Zeit die Liga. Mit einer der besten Schützinnen, Isabella Straub, die einen Schnitt von 397,29 Ringen vorzuweisen hat, wird es für Julia Simon sehr schwer werden, einen Punkt für Saltendorf zu holen. Auf der Position zwei steht noch nicht fest, gegen welchen Gegner der Saltendorfer Alexander Schmirl antreten muss. Die Prittlbacher haben weiter mit Martin Strempfl einen österreichischen Nationalkader-Schützen in ihren Reihen, der sich zur Zeit in Hochform präsentiert. Aber auch die Tschechin Gabriela Vognarova könnte Germania-Erfolgstrainer Ralf Horneber jederzeit auflaufen lassen.

Ausgeglichene Mannschaft

Warum Prittlbach noch ungeschlagen ist, liegt vor allem auch an den Positionen drei bis fünf. An diesen Positionen können sie nämlich Schützen aufbieten, die allesamt weit in die 390 Ringe schießen können und kaum Punkte liegen lassen.

Die Saltendorfer greifen hingegen wieder auf ihre bewährten Kräfte zurück. Auf Position drei setzt man wiederum auf Helmut Kächele, der beim letzten Wettkampf ein Tief zu verzeichnen hatte. Seine Trainingsergebnisse deuten aber darauf hin, dass er wieder zur alten Form zurückgefunden hat. Auch der Einsatz von Claudia Brunner war klar. Sie hat zu jederzeit beständig hohe Ergebnisse geliefert und auch im Training zeigte sich die nervenstarke Schützin in prächtiger Form. Auf Position fünf kommt zum ersten Mal Doris Kühnl zum Einsatz. Doris konnte sich in der zweiten Mannschaft mit beständigen Ergebnissen über 390 Ringen für einen Einsatz in der ersten Mannschaft empfehlen und bekommt nun ihre Chance, sich in der Bundesliga zu beweisen.

Als Ersatz steht die noch immer mit Rückenproblemen behaftete Julia Helgert zur Verfügung, und Benjamin Moser würde auch bereit stehen, wenn es die Lage erfordern würde.

„Wir sind uns der schweren Aufgabe bewusst und hoffen, natürlich den Spitzenreiter ein Bein stellen zu können“, sagte Trainer Robert Senft.

Die Aufgabe am Sonntag – mit dem Aufsteiger SV Buch – scheint da auf den ersten Blick viel einfacher zu sein. Allerdings ist der Aufsteiger nicht zu unterschätzen. Auf Position eins steht die Schweizerin Petra Lustenberger. Sie erzielte im letzten Wettkampfwochenende 399 Ringe und gehört natürlich zur Creme de la Creme der Bundesliga.

Dahinter stehen mit Stephanie Bauer, Tobias Bäuerle und Jana Schlesinger Schützen mit großer Erfahrung, die allesamt einen Schnitt über 390 Ringe haben. Noch nicht sicher ist, wer auf Position fünf aufgestellt wird. Da bieten sich mit Tobias und Marianne Hahn sowie Lois Fürst gleich mehrere Kandidaten an.

Aufstellung ist noch offen

Die Aufstellung der Saltendorf am Sonntag ist noch völlig offen, die Entscheidung fällt erst kurz vor dem Start. Betreuer Uwe Wachter: „Ziel an diesem Wochenende ist es, mindestens einen Sieg mit nach Hause zu nehmen. Denn damit hätte man noch alle Möglichkeiten, am letzten Schieß-Wochenende, an dem es gegen die beiden Tabellenletzten SSVG Brigachtal und SSV Kronau geht, mit zwei Siegen noch auf den Zug nach Paderborn aufzuspringen.“

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