mz_logo

Sport aus Schwandorf
Mittwoch, 21. Februar 2018 5

Schiesssport

Julia Simon ist „Schützin des Jahres“

Mit großem Leistungssprung ist die 23-jährige Pharmaziestudentin aus Maxhütte-Haidhof an der Spitze Deutschlands angekommen.

Julia Simon nach einem erfolgreichen Bundesligawettkampf Foto: gdl

PFREIMD.Das Kalenderjahr 2014 war für die Pharmaziestudentin Julia Simon aus Maxhütte-Haidhof prägend auf ihrem Weg zur absoluten Spitze in Deutschland. Ein persönlicher Rekord nach dem anderen sowie zahlreiche nationale und internationale Topleistungen pflasterten den Weg der Schützin im abgelaufenen Sportjahr.

Bereits im Frühjahr deutete sich an, dass dies ihr Jahr sein sollte. Beim internationalen Wettkampf in Berlin und Dortmund konnte sie mit der Weltspitze mithalten. Beim ISW in Berlin gewann sie den Kleinkaliber Wettkampf 3x20 mit einem Spitzenergebnis von 587 Ringen. Mit 194 liegend, 200 stehend und 193 kniend war sie klare Siegerin in der Damenklasse.

Auch bei nationalen Wettkämpfen und Ranglistenturnieren in München und Hannover, die entscheidend für die Qualifikation in den Nationalkader sind, konnte sie Topleistungen abrufen. Den letzten Baustein für ihre Nominierung in den Bundeskader erzielte sie bei der Deutschen Meisterschaft auf der Olympiaschießanlage in München-Hochbrück. Bundestrainer Claus-Dieter Roth berief sie in den Nationalkader und erwartet von dem Talent für die Zukunft noch so einiges.

Äußerst knapp verfehlte sie mit einem vierten Platz bei der Ausscheidung zur Europameisterschaft in Arnheim/Niederlande die Norm. In drei Durchgängen mit dem Luftgewehr fehlte der 23-jährigen zum Schluss nur ein einziger Ring auf Platz drei. Dabei konnte sie in einem Durchgang sogar die optimale Ringzahl von 400 erzielen; dies ist bisher nur wenigen Schützen vor ihr gelungen.

Im Vorjahr wurde Julia Simon mit der Mannschaft von HSG München Deutscher Meister mit dem Luftgewehr. Heuer geht sie für die mittelfränkische Mannschaft Petersaurach in der Bundesliga an den Start. Im letzten Wettkampf gegen Königsbach bezwang sie ihren Gegner André Link mit 397:396 Ringen. Auch gegen Vorjahresmeister HSG München zeigte die Studentin keine Schwäche. Nach Ringgleichheit mit 394 mit Ser Xiang Wie aus Korea musste der Stechschuss entscheiden.

Julia Simon machte mit elf Jahren ihre ersten Schritte beim Schützenverein Edelweiß Süß. Mit zwölf Jahren wurde sie in den OSB-Schülerkader aufgenommen und durchlief alle Stationen. 2010 und 2011 war sie bereits im DSB-Juniorennationalkader. Stets lobten die Trainer Horst Bauer, Josef Haberl und Robert Senft den enormen Trainingsfleiß der ehrgeizigen Schützin.

Trotz diesem optimalen Jahr sind die Ziele der gebürtigen Sulzbach-Rosenbergerin und aus Süß stammenden Schützin noch nicht erreicht. Sie will auch bei internationalen Wettkämpfen punkten. Möglichkeiten wären im Juni bei den Europaspielen in Baku/ Aserbaidschan, im Juli bei der Universiade in Gwangju/Korea oder bei der Europameisterschaft mit dem Kleinkaliber in Maribor/Slowenien. Im Oktober stehen die 6. CISM World Games in Mungyeong/Korea an.

Konkrete Pläne hat sich die Oberpfälzerin schon zurechtgelegt. Neben Lehrgängen beim Deutschen Schützenbund und im OSB-Kader will sie mit ihrem Studium etwas kürzertreten und verstärkt Sondertrainingseinheiten absolvieren, um den einen oder anderen Ring herauszuholen. Auch an der Ausrüstungsschraube wird gedreht und im neuen Jahr die neue Kleinkaliber-Wunderwaffe „Bleiker“ präsentiert. Mit guter Vorbereitung, psychisch und physisch in Top-Verfassung und mit ein bisschen Glück könnte 2015 noch mehr klappen. (gdl)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht