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Sport aus Schwandorf
Samstag, 21. Oktober 2017 18° 1

Ausdauersport

Mike Weber stürzt sich ins Abenteuer

Beim Spartan Race in München belegt der Burglengenfelder Triathlet im Eliterennen den vierten Platz.

Im Höchsttempo versuchte Mike Weber die Hindernisse zu überwinden. Foto: bpf

Burglengenfeld.Nach vielen erfolgreichen Jahren im Triathlonsport probierte sich Mike Weber vom TV Burglengenfeld recht hoffnungsvoll im Hindernislauf. Und beim Spartan Race in München stürmte er im Eliterennen gleich auf Rang vier.

Bereits im September vergangenen Jahres absolvierte er recht eindrucksvoll ohne jegliche Vorbereitung in Kitzbühel sein Debüt über die Spartan Super Distanz von 14 Kilometer. Trotz völliger Erschöpfung hatte er Blut geleckt und entschloss sich, die aus drei Wettkämpfen bestehende Spartan Rennserie in Angriff zu nehmen.

Im November fing er gezielt mit dem etwas anderen Training an, wo er seinen Fokus auf Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit legte. Seine Ausdauer holte er sich in Lanzarote beim vierwöchigen Triathlon-Trainingslager. Kraftübungen absolvierte er im Fitnessstudio, zu Hause trainierte er mit verschiedenen Hindernissen und auf der Slackline die Geschicklichkeit.

Auf der 7,2 Kilometer langen Sprintdistanz in München waren 21 Hindernisse zu bewältigen. Die Besonderheit am Hindernisrennen ist, das wenn man ein Hindernis nicht schafft, als Strafe 30 Burpees auf dem Programm stehen (Liegestützen mit Strecksprung).

Mehr als 6000 Teilnehmer am Start

Bei kühlen neun Grad Celsius startete Weber in der Elite-Gruppe in der ersten Startreihe über die Sprintdistanz. Über 6000 Starter wurden in Wellen alle 15 Minuten auf die harte Strecke geschickt. Das Olympiagelände bot dazu ideale Bedingungen, mit steilen Anstiegen, Teichen, sowie das Olympiastation für dieses sehr fordernde Ausdauerevent.

Gleich von Anfang an schlug man ein hohes Tempo an und nach 500 Meter wartete schon der erste steile Anstieg. Weber schaffte gleich den Sprung in die 20-köpfige Spitzengruppe. Nach zwei Sprunghindernissen sah man schon den nächsten lange Anstieg zum höchsten Punkt im Olympiagelände. Dort musste man sich einen zwölfstelligen Code merken, der irgendwann abgefragt wurde.

Holzwände, Balancierhindernisse, Reifenwurf und Baumstammlauf standen als nächstes auf dem Programm, ehe man durch den circa 50 Meter langen und fünf Grad kalten Olympiateich schwimmen musste. Nach kurzer Verschnaufpause wartete der gefürchtete Speerwurf „Spear Throw“ auf die Athleten. Das heimische Training machte sich bezahlt und Weber ging mit einem gezielten Wurf überraschend in Führung.

Führung lange verteidigt

Bis einen Kilometer vor dem Ziel verteidigte er mit sichtlichem Stolz und eisern seine Führung, ehe ihn der Favorit einholte. Bis 300 Meter vor dem Ziel lag er noch mit 30 Sekunden Rückstand auf den Führenden auf Rang zwei, ehe am letzten Hindernis, der Slackline, das Pech zuschlug. Obwohl er dies zu Hause viel trainiert hatte, fiel er nach dem ersten Schritt bereits von der Line. Trotz der Strafe der 30 Burpees, hielt er sich immer noch auf Rang zwei, aber mit seinen Kräften war er am Ende. So musste er 50 Meter vor dem Ziel noch zwei Kontrahenten vorbeiziehen lassen.

Mit 15 Sekunden Rückstand auf Rang zwei und vier Sekunden auf Rang drei finishte er im Elitefeld in 46:48 Minuten jedoch auf dem ausgezeichneten vierten Platz. Trotz der knappen Niederlage war er sehr zufrieden mit seiner Leistung, da er am Anfang nur mit einer Top-Ten-Platzierung gerechnet hatte.

Am 15. Mai will er in Wien beim Spartan Super über die harte Distanz von 14 Kilometer seine Ausdauerstärke erneut unter Beweis stellen und vielleicht auf dem Podium landen. (bpf)

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