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Donnerstag, 18. Januar 2018 9

Fussball

SSV Jahn: Der Winterfahrplan steht

Die Regensburger stehen in der 2. Liga so gut da wie nie. Damit das so bleibt, soll ab 3. Januar voll angegriffen werden.
Von Jürgen Scharf

Im vergangenen Januar fuhr Co-Trainer Andy Gehlen beim Trainingsauftakt mit dem Fahrrad voraus, um die Jahn-Profis für den Laktattest auf die richtige „Betriebstemperatur“ zu bringen. Foto: Archiv/Brüssel

Regensburg.Seit 1974 gibt es im deutschen Fußball eine 2. Bundesliga. Von 1975 bis 1977 spielte der SSV Jahn Regensburg zwei Jahre mit, zudem 2003 und 2012 jeweils eine Spielzeit. Nun ist er zum fünften Mal dabei. Und die aktuelle Mannschaft hat etwas geschafft, was ihr wenige zugetraut haben: Sie hat vor der Winterpause so viele Punkte gehamstert, wie noch nie zuvor in der 2. Liga. 25 Zähler wurden zusammengetragen – dank diesen geht der Jahn auf einem hervorragenden achten Platz in die Pause.

1975 hatten die Regensburger nach 18 Spieltagen – auf die Drei-Punkte-Regelung umgerechnet – 15 Zähler gesammelt, 1976 dann 16. 2003 waren es 22 Punkte, 2012 nur 13. In dieser Saison hat der Aufsteiger aus der Oberpfalz bislang alle, die ihn als heißen Abstiegskandidaten eingeschätzt hatten, eines Besseren belehrt. Kurz und knapp als „klasse“ bezeichnet Cheftrainer Achim Beierlorzer die bisherige Ausbeute seiner Mannschaft. Er wird aber sicher alles daran setzen, dass in den restlichen 16 Spielen im neuen Jahr noch einige Punkte hinzukommen. Dafür wurde ein Vorbereitungsplan ausgearbeitet. Bei dem hebt sich der Jahn vom überwiegenden Großteil der Gegner in einem Punkt ab: Er fährt in kein Trainingslager in den Süden.

Trainieren statt reisen

Einzig die SpVgg Greuther Fürth verzichtet neben dem Jahn im Januar auf eine Reise in ein wärmeres Land, um dort ein paar Tage zu trainieren. Warum die Regensburger daheim bleiben, hat Beierlorzer zufolge einen ganz einfachen Grund: „Die Vorbereitungsphase ist so kurz, dass wir es nicht mit Reisen und Flügen in den Süden verbinden wollten, weil es einfach der Verlust von Trainingstagen ist.“

Der Jahn bleibt also daheim und startet am 3. Januar auf dem Trainingsgelände am Regensburger Kaulbachweg in die Vorbereitung. Ein großer Vorteil ist dabei natürlich, dass der Klub seit zwei Jahren einen Kunstrasenplatz hat, auf dem auch bei schlechtem Wetter trainiert werden kann. Letztlich gebe es aber natürlich auch da gewisse Grenzen, sagt Beierlorzer: „Wir hoffen, dass der Winter nicht allzu streng wird, dass wir hier in Schneemassen versinken. Das wäre suboptimal.“

Im Gegenzug sei das Trainieren zu Hause aber wiederum ein Vorteil bei der Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel im neuen Jahr: „Denn wir trainieren unter Bedingungen, unter denen wir dann höchstwahrscheinlich auch gegen Nürnberg spielen werden.“

Jahn-Coach Achim Beierlorzer Foto: Eibner

Beim Club startet der Jahn am 23. Januar in den Rest der Rückrunde. Bis dahin wird die Mannschaft auch vier Testspiele absolvieren: gegen Carl-Zeiss Jena, LASK Linz, Sonnenhof Großaspach und Liefering. Die Vorbereitungspartien fallen genauso wie die ersten Ligaspiele voll in die kalte Jahreszeit. Über Wohl oder Wehe von Fußball im Winter denkt Beierlorzer nach eigener Aussage aber nicht groß nach: „Die Situation betrifft immer beide Mannschaften, deswegen nehmen wir das einfach so, wie es kommt.“

Er werde deswegen nicht damit hadern, „dass es ab und zu mal schneit“. Er mache sich auch keine Gedanken darüber, ob der Spielplan geändert werden müsse: „Man spielt heute eben bis in den Dezember hinein, das ist in der Junioren-Bundesliga auch so.“

„Wirtschaftlich voll im Plan“

Bei der Entscheidung, nicht in ein Trainingslager zu fahren, haben Jahn-Geschäftsführer Christian Keller zufolge finanzielle Gründe keine Bedeutung gehabt. Sparbetrieb müsse beim Jahn nicht ausgerufen werden: „Wir sind wirtschaftlich voll im Plan.“ Neben dem Verlust von Trainingszeit durch das Reisen sehe er aber auch die körperliche Belastung durch einen Klimawechsel als Problem. Diese beiden Aspekte seien die maßgeblichen Gründe für die Entscheidung, daheim zu bleiben, gewesen.

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