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Dienstag, 5. Mai 2015 27° 3

3. Liga

Basler und Co. brauchen einen Sieg

Für den Ex-Nationalspieler und Oberhausen entscheidet sich gegen den Ex-Verein SSV Jahn vielleicht schon der Abstiegskampf.
Von Heinz Reichenwallner, MZ

Durchwachsene Bilanz in Oberhausen: Mario Basler Foto: Eibner

OBERHAUSEN/REGENSBURG. Auf wem lastet mehr Druck? Auf dem SSV Jahn Regensburg, der mit drei Punkten den vorentscheidenden Schritt zur Teilnahme an der Relegation zur zweiten Fußball-Bundesliga machen kann? Oder auf Gastgeber Rot-Weiß Oberhausen, dem nur ein Sieg hilft, um seine Chancen auf den Ligaerhalt zu wahren? Die Antwort gibt es am Samstag (13.30 Uhr), wenn die Klubs am vorletzten Spieltag der 3. Liga im Niederrheinstadion aufeinandertreffen.

In Oberhausen ist man sich dem Ernst der Lage bewusst: Mit nur 38 Punkten steht RWO auf dem drittletzten Platz hinter Babelsberg (40) und Unterhaching (41) und kann sich aus eigener Kraft nicht mehr vor dem Abstieg retten. Gleichwohl sehen die Platzherren noch eine Chance, wenn auch eine minimale, auf den Klassenerhalt. „Dafür müssen wir die beiden letzten Spiele gewinnen“, fordert Mario Basler, der den Tabellen-Achtzehnten betreut. Dass er einst beim SSV Jahn in der Regionalligasaison 2004/05 als Trainer begann, verleiht der Begegnung sicher einen zusätzlichen Reiz. Doch hat der Ex-Nationalspieler in diesen Tagen ohne Zweifel anderes zu tun, als in Erinnerungen zu schwelgen. Weiß er doch, dass bei einer Niederlage oder einem Unentschieden gegen seinen Ex-Verein der Abstieg besiegelt ist, falls gleichzeitig Babelsberg zuhause gegen Bielefeld gewinnt. Auch Unterhaching wäre von RWO wegen des deutlich besseren Torverhältnisses nicht mehr einzuholen.

Mit solcherart Hochrechnungen hat es Basler jedoch nicht, eher versucht er Ruhe auszustrahlen: „Es ist natürlich eine prekäre Situation. Aber wir werden deshalb nicht die Nerven verlieren“, gab der 43-Jährige deshalb als Devise für die Trainingstage und das Spiel gegen seinen früheren Klub aus. „Liebe – Maloche – Leidenschaft“ lautet der Leitspruch des Vereins aus dem westlichen Ruhrgebiet, den die Mannschaft und ihr Trainer in diesen entscheidenden Tagen auch intensiv vorleben wollen. Man dürfe jetzt nicht in Panik verfallen, hat Basler unter der Woche seinem Team bei einer Aussprache mit auf den Weg gegeben.

Seit seinem Amtsantritt am 24. November 2011 hat Basler zwar mit 27Punkten aus 22 Spielen eine durchwachsene Bilanz vorzuweisen, geändert hat sich seither aber an der misslichen Tabellenlage von Oberhausen nicht viel. Im Gegenteil. Damals stand der Zweitligaabsteiger auf dem 17.Platz, knapp vor dem Strich, der die Abstiegszone eingrenzt. Mit Rang 18 ist er jetzt mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Baslers Vertrag läuft aber auch im Abstiegsfall noch ein Jahr weiter. Für den Fall, dass ein höherklassiger Verein sich seine Dienste sichern will, hat er aber eine Ausstiegsklausel. Damit würde es RWO finanziell zwar besser gehen, aber die festgeschriebene Ablöse für ihn sei nicht so hoch wie die von Mario Gomez, scherzt der RWO-Trainer trotz des Ernsts der Lage.

Derweil ist Tobias Schweinsteiger momentan nicht zum Scherzen zumute. Der Jahn-Kapitän hat gegen den Chemnitzer FC die fünfte Gelbe Karte erhalten und muss deshalb in Oberhausen zusehen. „Das ist natürlich sehr bitter. Aber ich habe in der Spielphase ein taktisches Foul machen müssen, weil keine Absicherung mehr da war“, erklärt der 13-malige Torschütze, warum er gesperrt ist. Zusätzlich setzt Schweinsteiger eine Grippe so außer Gefecht, dass er die Fahrt nach Oberhausen nicht einmal als Schlachtenbummler mitmachen kann. „Ich kuriere mich erst einmal so richtig aus, damit ich in einer Woche im letzten Spiel gegen Jena wieder voll fit bin“, sagt Schweinsteiger.

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