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Montag, 11. Dezember 2017 7

Fussball

Der Jahn-Express rollt weiter

Der Zweitligist aus Regensburg schwimmt auf der Erfolgswelle. Die Oberpfälzer holen auch in Darmstadt einen Dreier.
Von Felix Kronawitter, MZ

  • Torschütze Marco Grüttner (links) und Jonas Nietfeld vom SSV jubelten über das 0:1. Foto: Thorsten Wagner/dpa
  • Darmstadts Markus Steinhöfer (rechts) und Jahnspieler Alexander Nandzik kämpften um den Ball. am Boden. Foto: Thorsten Wagner/dpa
  • Jahn-Trainer Achim Beierlorzer motivierte seine Mannschaft.Foto: Thorsten Wagner/dpa

Darmstadt.Der SSV Jahn Regensburg bleibt weiter in der Erfolgsspur in der 2. Fußball-Bundesliga. Am 16. Spieltag feierten die Oberpfälzer vor 14 650 Zuschauern einen verdienten 1:0 (0:0)-Sieg beim SV Darmstadt 98 und sammelten damit weiter fleißig Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Im dichten Schneetreiben avancierte Marco Grüttner (52.) mit seinem Treffer zum Matchwinner.

„Wir sind überglücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Es waren schwierige Verhältnisse. Das liegt uns aber auch eher, wenn es darum geht, zweite Bälle zu gewinnen und dann schnell nach vorne zu spielen. Das haben wir von Anfang an gut hinbekommen“, resümierte Jahn-Trainer Achim Beierlorzer.

Sein Trainerkollege Torsten Frings war entsprechend bedient. „Wir haben die Bedingungen nicht so angenommen wie Regensburg. Regensburg war giftiger“, analysierte der ehemalige Nationalspieler.

13 Punkte aus den letzten fünf Spielen, Tabellenplatz sieben: Der Jahn schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Doch große Euphorie bricht bei den Oberpfälzern nicht aus. Denn die wissen genau, wie eng es in der 2. Liga zu Sache geht. Den Jahn und den SV Darmstadt, der nun auf dem Abstiegsrelegationsplatz rangiert, trennen nur vier magere Zähler. „Das ist nur eine schöne Momentaufnahme“, sagt Grüttner zur starken Platzierung. Da pflichtet ihm Marvin Knoll bei: „Es ist so eng. Wir können uns nicht ausruhen. Wir haben jetzt noch zwei Spiele, die müssen wir genauso entschlossen angehen, dann können wir uns sehr schöne Weihnachten machen.“

Der Vorsprung soll bis zur Winterpause aber noch weiter anwachsen: „Wir haben einen Lauf, den wollen wir so lange wie möglich mitnehmen“, gibt Grüttner als Marschroute vor.

Geipl fällt länger aus

Nach dem 4:0 gegen Duisburg musste Beierlorzer seine Mannschaft auf einer Position umbauen. Für Andy Geipl ist das Fußballjahr 2017 beendet. Der Jahn-Sechser hatte sich am Freitag im Training einen Innenbandanriss im Knie zugezogen. Für ihn rückte Benedikt Gimber ins Team, der einen ordentlichen Auftritt ablieferte.

Bei frostigen Temperaturen und Schneefall waren die Regensburger sofort auf Betriebstemperatur und erspielten sich durch Grüttner (2.) und Sargis Adamyan (4.). gleich sehr aussichtsreiche Chancen. Die Platzverhältnisse waren nichts für Filigran-Techniker. Dennoch entwickelte sich auf dem schneebedeckten Rasen eine flotte Anfangsphase, in der Darmstadt seinerseits durch Roman Bezjak ein erstes Ausrufezeichen setzte (8.).

Die rund 350 mitgereisten Fans aus Regensburg hielten sich derweil auf der nicht überdachten Gästetribüne hüpfend warm – und hatten in der 28. Minute schon zum Torjubel angesetzt. Der Ball zappelte im Netz, aber Schiedsrichter Sven Waschitzki sah ein Foul der Regensburger. Nur fünf Minuten später verhinderte Darmstadts Keeper Daniel Heuer-Fernandes mit einer tollen Parade gegen Grüttner den Regensburger Führungstreffer.

Kurz vor der Pause musste Adamyan, der einmal mehr für ordentlich Betrieb gesorgt hatte, verletzungsbedingt raus. Für ihn kam Jann George ins Spiel. Nach Wiederanpfiff fanden die Regensburger durch Jonas Nietfeld erneut in Heuer-Fernandes ihren Meister (47.). Dann aber kredenzte Standardspezialist Marvin Knoll eine schöne Freistoßflanke. Grüttner rauschte heran und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie (52.). „Ich hatte meiner Mannschaft vor dem Spiel noch gesagt, dass eine Standardsituation das Spiel entscheiden wird. So ist es dann auch gekommen. Da haben wir geschlafen“, kritisierte Frings.

Jahn lässt Chancen liegen

Die „Lilien“ versuchten nach dem Gegentreffer nun selbst, in der Offensive Akzente zu setzen. Doch Terrence Boyd (55.), Bezjak (57.) und der Ex-Regensburger Wilson Kamavuaka (65.) zielten entweder vorbei oder Philipp Pentke war zur Stelle. Die Oberpfälzer igelten sich aber nicht hinten ein, sondern erspielten sich durch Nietfeld (70.) und Sebastian Stolze (71.) selbst weitere Chancen. Nachdem die Regensburger gegen Duisburg noch in Sachen Effizienz geglänzt hatten, war der Umgang mit den Torgelegenheiten am Sonntag das Einzige, das Beierlorzer zu kritisieren wusste.

Schiedsrichter Waschitzki zog sich dann den Unmut der Regensburger zu, indem er nach einem Foul der Darmstädter ihren Vorteil zurückpfiff. Saller war schon Richtung Tor durchgestartet (73.). In der Schlussphase warf Darmstadt alles nach vorne. Aber die Jahn-Hintermannschaft hielt erfolgreich dagegen. „Wir haben es nochmal probiert, nach vorne was zu machen, waren dabei aber nicht richtig gefährlich. Wir haben verdient verloren“, sagte ein sichtlich zerknirschter Darmstädter Trainer, für den es allmählich ungemütlich werden dürfte.

In unserem Liveticker können Sie das Spiel nochmals verfolgen:

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