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Jahn-Nachrichten
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Fussball

Jahn düpiert den MSV Duisburg

Die Regensburger gewinnen mit 4:0 – und sind gnadenlos effektiv. In der Tabelle macht der SSV einen Satz nach vorne.
von Jürgen Scharf, MZ

Das Jahn-Team hatte reichlich Grund, zu jubeln. Foto: Nickl

Regensburg. Der SSV Jahn Regensburg bleibt in der 2. Liga voll in der Erfolgsspur. Im Duell mit dem MSV Duisburg gibt es am Samstag einen umjubelten 4:0 (3:0)-Sieg. Die Oberpfälzer haben damit aus den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt und sich ins Mittelfeld der Tabelle vorgearbeitet.

Knapp 10 000 Zuschauer in der Arena

Zuletzt gab es für den Jahn zwei Heimsiege am Stück. Gegen Duisburg sollte nun der dritte folgen. 9889 Zuschauer waren gekommen und verfolgten, wie die Teams kurz vor 13 Uhr den Platz in der Regensburger Continental-Arena betraten. Jahn-Coach Achim Beierlorzer schickte exakt dieselbe Startelf wie in den letzten drei Spielen, in denen die Regensburger jeweils punkteten, auf den Platz.

Jahn-Duisburg: Die Jahn-Kicker in der Einzelbewertung

Jahn gegen Duisburg: die Einzelkritik

Als Schiedsrichter Alexander Sather in seine Pfeife blies, brauchten die Duisburger zwar drei Versuche, bis sie den Anstoß korrekt ausführten, danach waren sie aber voll da. Die Gäste wirkten in den ersten Minuten spritziger und zielstrebiger als die Regensburger. Mehrmals kombinierten sie sich in den Strafraum des Jahn. Ein Tor sprang dabei aber nicht heraus.

Stimmen zum Spiel

  • Jonas Nietfeld:

    „Mit so einem Ergebnis konnten wir vor dem Spiel nicht rechnen. Wir wussten, dass Duisburg ein extrem schwerer Gegner ist. Bei uns war in der ersten Halbzeit aber eigentlich jeder Schuss ein Treffer, da haben wir unsere Chancen eiskalt genutzt. Das haben wir super gemacht und das hat uns natürlich in die Karten gespielt.“

  • Marc Lais:

    „Wir haben uns ein bisschen schwer getan, ins Spiel reinzukommen. Aber zur Halbzeit sind wir schon mit 3:0 in Führung, das hat uns natürlich gut getan. Wo wir jetzt in der Tabelle stehen, zählt aber nicht. Es geht nur darum, das große Ziel am Ende zu schaffen, und das ist es, die Klasse zu halten. Ob wir jetzt im Moment Achter, Fünfter oder Fünfzehnter sind, interessiert da nicht.“

  • Marvin Knoll:

    „Wir haben am Anfang schnell unsere Torchancen genutzt, das war wichtig. In der zweiten Halbzeit wollten wir dann kein Prozent weniger geben. Heute ist es einfach gelaufen. Wir dürfen das aber nicht überbewerten, wir sind noch lange nicht am Ziel. Die Liga ist so eng. Wenn wir heute verloren hätten, wären wir wieder voll unten drin gewesen.“

  • Marco Grüttner:

    „Es ist einfach wichtig, dass man früh in Führung geht. Dann hat man auch gesehen, was wir fußballerisch drauf haben. Da haben wir uns heute einfach mal belohnt und eiskalt die Tore gemacht. Heute hat jeder alles reingeworfen, das trägt dann auch die Mannschaft.“

  • MSV-Coach Ilia Gruew:

    „Wir haben richtig gut angefangen, haben nach dem 1:0 aber etwas die Ordnung verloren. Heute haben wir unseren Matchplan nicht umsetzen können.“

  • Jahn-Coach Achim Beierlorzer:

    „Ich bin mit dem 4:0 natürlich total happy, dass wir in diesem wahnsinnig schweren Spiel drei Punkte geholt haben. Es war heute unheimlich wichtig, gegen eine solch kompakte Mannschaft in Führung zu gehen. Danach haben wir aus den Balleroberungen ganz effektiv, präzise und klasse nach vorne gespielt.“

Ganz anders der Jahn. Der schien zunächst gar nicht groß angreifen zu wollen – kam mit seiner ersten Chance aber gleich zum Erfolg. Nach einem abgefälschten Schuss von Sebastian Stolze stand Marco Grüttner plötzlich allein frei mit dem Ball vorm Tor und versenkte ihn überlegt zum 1:0 für den Jahn (8. Minute).

Die Regensburger Fans waren nun natürlich bestens gelaunt und sangen „Jahn Rengschburg Ole“. Die Duisburger schüttelten den Ärger über das Gegentor aber schnell ab und spielten bald wieder munter nach vorn. Vor allem Moritz Stoppelkamp wirbelte auf dem linken Flügel und bereitete Jahn-Verteidiger Benedikt Saller große Probleme.

Das alles brachte den Duisburgern aber gar nichts, weil der Jahn mit seiner zweiten Chance sein zweites Tor machte. Jonas Nietfeld vernaschte seinen Gegenspieler Gerrit Nauber und traf mit einem traumhaften Schuss in der 27. Minute zum 2:0. Zehn Minuten vor der Pause gab es dann bereits fast das 3:0. Nach einer Flanke von Grüttner fälschte Duisburgs Verteidiger Dustin Bomheuer den Ball unglücklich in Richtung eigenes Tor ab. MSV-Keeper Mark Flekken fischte ihn aber gerade noch aus dem Winkel.

Damit konnte Flekken das Unheil für sein Team aber nur verschieben. Mit einem wunderschön gespielten Konter kamen die Regensburger fünf Minuten vor der Pause endgültig zu ihrem dritten Treffer. Grüttner bediente am Ende Marc Lais und der schloss eiskalt ab.

In den vergangenen Monaten hatten die Regensburger nach den Spielen häufig darüber gesprochen, dass die Gegner einen Tick cleverer gewesen seien. An diesem Samstag war es genau andersrum. Die Duisburger mussten da verdutzt anerkennen, dass ihnen die Regensburger völlig abgezockt das Spiel aus der Hand genommen hatten.

Schiedsrichter sieht über Georges Kopfstoß hinweg

Nach der Pause spielte der Jahn mit der Führung im Rücken die Partie locker herunter. Glück hatten die Regensburger allerdings, dass die Schiedsrichter einen Kopfstoß des eingewechselten Jann George gegen einen Duisburger Spieler nicht als Tätlichkeit werteten. Eine Viertelstunde vor Schluss kam dann der ebenfalls eingewechselte Joshua Mees im Duisburger Strafraum zu Fall. Statt auf Elfmeter entschied der Referee in der etwas undurchsichtigen Aktion aber auf Schwalbe und zeigte Mees dafür die gelbe Karte.

Zehn Minuten vor Schluss hatten die Duisburger noch eine Riesenchance, um zu verkürzen. Jahn-Keeper Philipp Pentke reagierte aber glänzend und verhinderte ein Gegentor. Den Schlusspunkt der Partie setzen dann die Regensburger selbst. Joshua Mees traf drei Minuten vor Schluss nach einem Eckball per Kopf zum 4:0-Endstand. Aus der Fankurve wurde dieses Ergebnis mit lauten „Super, Super, SSV“-Gesängen kommentiert.

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