Frösche entkamen den Löwen nicht
Die U21 des TSV 1860 München erteilte der SpVgg Neukirchen-Balbini eine 16:0-Lehrstunde.
Neukirchen-Balbini. Im Rahmen des 50. Gründungsfestes hatte die SpVgg Neukirchen-Balbini, im Volksmund ja die „Frösche“ genannt, ihr absolutes Highlight. Kleiner Wermutstropfen war, dass das Neukirchner Eigengewächs Markus Ziereis, wegen dem die Löwen ja eigentlich hier waren, nicht dabei war, weil er zurzeit mit den Profis im Trainingslager ist. Zwar endete die Partie deutlich mit 16:0, doch „Balbini“-Coach Andreas Rogalski war nicht traurig: „Wir wollten uns nicht nur hinten reinstellen. Aber wenn es schon nach zwölf Minuten 0:3 steht, ist das für die Moral nicht förderlich.“
Unter den Augen von stolzen 455 Zuschauern waren die Viertliga-Löwen erwartungsgemäß total überlegen. In der 17. Minute hatte Thomas Hauser nach einer Freistoßflanke von Markus Weber die große Möglichkeit zum Ehrentreffer, doch der Ball flog Löwen-Keeper Felix Junghan vom Pfosten in die Arme.
Kurz darauf fiel schon das 0:4. Nach dem 0:5 (22.) und 0:6 (28.) hatte SpVgg-Stürmer Christian Biebl eine Riesenchance, als er allein vor dem Torwart stand, doch der parierte hervorragend. Dafür kassierte sein Gegenüber Reinhard Kiefmann in der 40. Minute das 0:7. Bei drei Glanzparaden stand aber auch Kiefmann im Mittelpunkt des Beifalls. Nach Seitenwechsel brachte Rogalski fünf frische Akteure. Doch auch sie konnten den Torreigen der Münchner nicht stoppen. Die individuelle Klasse der „Sechz’ger“ war einfach zu groß. Zum Schluss schwanden bei den Neukirchnern die Kräfte, es wurde noch ein Debakel. Nichtsdestotrotz hatten die Zuschauer etwas geboten bekommen. Vor allem die Festdamen feuerten die Mannschaft immer wieder an.
Revanche nur in der Allianz-Arena
Nach dem Spiel fragte Andreas Rogalski scherzhaft bei Löwen-Coach Alexander Schmidt wegen einer Revanche an. „Dann aber bei euch in der Allianz Arena“, schmunzelte Rogalski. Zum Schluss überreichte Alexander Schmidt dem Jubelverein ein Trikot von Markus Ziereis und fügte hinzu: „Uns hat es sehr großen Spaß gemacht, wir hoffen, dass wir bei euch sympathisch rübergekommen sind – das spricht für den TSV 1860 München“. Dies bewiesen die 1860-Kicker im Anschluss, als sie fleißig für Autogramme und Fotos mit den Fans zur Verfügung standen. Es war ein Festtag – für Frösche und Löwen.





