Packender Zweikampf im Strafraum zwischen Daniel Steger (links, SC Katzdorf) und Marco Kerres Foto: Artmann
Städtedreieck. Die Favoriten setzten sich durch im Halbfinale des Toto-Pokals auf Kreisebene. Der ASV Burglengenfeld hatte keine Mühe den Ligakonkurrenten DJK Arnschwang mit 4:0 zu besiegen und auch der SC Katzdorf hätte beim Nachbarn SC Teublitz höher als 3:1 gewinnen können. Damit kommt es am Samstag, 18. August, zum Endspiel in Katzdorf zwischen dem SC und dem ASV. Der ATSV Pirkensee-Ponholz – er spielt im Kreis Regensburg – kam beim TSV Parsberg zum verdienten Sieg.
ASV Burglengenfeld – DJK Arnschwang 4:0 (2:0). Beide Mannschaften konnten bei weitem nicht mit ihrem stärksten Aufgebot auflaufen. Dennoch entwickelte sich ein recht ansehnliches Spiel, wobei vor allem der Gastgeber mit einigen sehenswerten Kombinationen aufwartete. Während der gesamten 90 Minuten bestand kein Zweifel daran, wer am Ende als Sieger den Platz verlassen würde. Dennoch hatten die Gäste die erste Gelegenheit, als Martin Groß nach einer Ecke völlig freistehend den Ball per Kopf am Pfosten vorbei zirkelte. Dann übernahm der ASV das Kommando. Zweimal scheiterte Thomas Kojda denkbar knapp. Die größte Chance versiebte aber Benjamin Epifani, der den Ball aus elf Metern an die Latte wuchtete. Besser machte er es in der 34. Minute, als er nach Vorlage Kojdas das längst fällige 1:0 erzielte. Matthias Graf, der nach langer Verletzung erstmals wieder von Anfang an spielte, erzielte kurze vor der Pause mit einem Flachschuss das beruhigende 2:0.
Nach dem Wechsel verflachte die Partie etwas. Aber weiterhin beherrschte der ASV den Gegner deutlich. Folgerichtig baute Dominik Hauser mit einem schönen Flachschuss aus halbrechter Position die Führung aus (60.) und erneut Epifani schoss nach herrlicher Vorarbeit von Neuzugang Fabian Seitz zum Endstand ein. ASV-Trainer Matthias Bösl sprach von einem Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen. Es sei kein fußballerisches Feuerwerk abgebrannt worden, doch hätten die Spieler aus dem zweiten Glied durchaus gute Ansätze gezeigt. Kritik übte er an der mangelnden Chancenverwertung, wobei allerdings zu bedenken sei, dass zahlreiche Offensivspieler nicht zur Verfügung standen. (bb)
Gewohnt konsequent ging Christian Bayerl (Nr. 3) vom ASV Burglengenfeld zu Werke. Matthias Graf (r.) trug sich in die Torschützenliste ein. Foto: Schaller
SC Teublitz – SC Katzdorf 3:1 (1:1). In diesem Stadtderby waren die Katzdorfer den Teublitzern spielerisch und läuferisch überlegen. Bis zum Pausenpfiff des unglücklich agierenden Schiedsrichters Tobias Buchfink (TuS Dachelhofen) konnten die Gastgeber einigermaßen mithalten, hatten aber mehrfach das Glück auf ihrer Seite. Der SCK nahm von Anfang an das Heft in die Hand. Bereits in der 15. Minute nutzte Daniel Steger eine Unachtsamkeit aus und schoss zum Führungstor ein. Überraschend fiel der Ausgleich: Matthias Zenger fasste sich ein Herz und knallte den Ball aus 20 Metern ins Katzdorfer Tor (40.). Ein herrlicher Schuss! Nach einer Stunde ging es bergab mit den Einheimischen. Gäste-Mittelstürmer Max Wagner ließ seine Verfolger stehen, passte haargenau zu Fabian Roidl, der Torhüter Christian Zitzl keine Chance ließ. In der 70. Minute führte wieder ein SC-Abwehrfehler zum Endstand. Wagner schoss gekonnt zum 1:3 ein.
Der Teublitzer Trainer Martin Kolb räumte ein, dass einige seiner Spieler überfordert waren. Es gebe keinen Zweifel am verdienten Sieg des SC Katzdorf. Natürlich hätten gravierende Fehler zu den Toren geführt; doch der Druck des Kreisligisten sei einfach zu groß gewesen. „Geburtstagskind“ Timo Studtrucker (SC Katzdorf) sagte, die bessere Mannschaft sei ins Finale eingezogen. Es sei ein hektisches Derby gewesen, aber seine Spieler hätten dies hervorragend gelöst. „Wir hätten noch höher gewinnen können. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“ (bat)
TV Parsberg – ATSV Pirkensee-Ponholz 1:3 (1:1). Die Gastgeber lieferten gegen den favorisierten ATSV eine kämpferisch starke Leistung, mussten aber letztlich den technisch versierteren Gästen den Sieg überlassen. Der TV hatte mit argen personellen Problemen zu kämpfen; nahezu die komplette Offensive fehlte verletzungsbedingt. Deshalb versuchten die Gastgeber, defensiv stabil zu stehen – was in der Anfangsviertelstunde auch weitestgehend gut gelang. In der 17. Minute jubelten Gäste über einen Kopfballtreffer von Christoph Schießl. Parsberg reagierte trotzig und wurde in der 33. Minute belohnt mit dem Ausgleich durch Felix Prösl per Flugkopfball. Nach dem Wechsel war der ATSV überlegen und kam folgerichtig durch Treffer von David Krüger (67.) und Maximilian Mies (83.) zu den Siegtreffern.