Sport aus der Region Schwandorf 26.03.2012, 17:21 Uhr

Vergeblich auf das Handballwunder gehofft

TSV Schwandorf liefert im zweiten Finale dem Bayerischen Meister TSV Altenerding beim 27:27 ein Spiel auf Augenhöhe.

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SCHWANDORF. Ein tolles und vor allem hochklassiges Handballspiel sahen die ca. 300 Fans in der Oberpfalzhalle beim Final-Rückspiel um die Bayerische Meisterschaft der C-Jugend. Beim 27:27 lieferten die Jungs des TSV 1880 Schwandorf dem neuen Titelträger SpVgg Altenerding ein Spiel auf Augenhöhe.

Dass es schier unmöglich sein würde, den Rückstand von zehn Toren aus dem Hinspiel aufzuholen, war den Jungs von Trainer Martin Streit bewusst. Dennoch nahmen sie sich vor, alles zu versuchen, und legten einen Traumstart hin. Nach furiosen sieben Minuten und einer tollen Leistung des TSV-Antreibers Lars Baldauf, der von Christoph Deml ein ums andere Mal in aussichtsreiche Wurfposition gebracht wurde, stand es 5:1 für den Gastgeber. Kurzzeitig schien ein Handballwunder möglich. Die Gäste fingen sich aber schnell und verkürzten, angetrieben durch ihren Spielmacher und Vollstrecker in Personalunion, Simon Lang, gekonnt auf 6:3.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Erst gingen die Gäste mit 10:8 in Führung, dann drehten die „Turner“ den Spieß um und führten ihrerseits mit 12:10. Zwei Sekunden vor der Halbzeitsirene hielt der Schwandorfer Torhüter Florian Nößner einen Wurf der Altenerdinger und warf direkt aufs gegnerische Tor. Der Ball donnerte ins rechte obere Eck; allerdings ertönte während der Flugzeit des Balls die Sirene, sodass der Treffer von den gut leitenden fränkischen Unparteiischen nicht anerkannt werden konnte. So blieb es zur Pause bei einem verdienten Zwei-Tore-Vorsprung für den TSV Schwandorf.

Auch in der zweiten Hälfte spielten beide Mannschaften auf sehr hohem Niveau weiter. Die Erdinger gingen erstmals wieder bei 15:16 in Führung. Die Gastgeber gaben aber nie auf und gingen u. a. durch schöne Einzelaktionen von Linksaußen Valentin Deml sieben Minuten vor Schluss mit 24:21 in Front. Die SpVgg konnte sich aber anscheinend eine Meisterfeier nach einer Niederlage nicht vorstellen und kämpfte sich mit viel Können wieder auf 26:26 heran. Als Schwandorf 20 Sekunden vor Schluss mit 27:26 führte, lag ein Sieg zum Greifen nahe, allerdings hatte der „man of the match“, Simon Lang, etwas dagegen und warf drei Sekunden vor Abpfiff zum umjubelten Ausgleich für Altenerding ein.

 

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