Dutt will Sammers Erfolge weiterführen
Am Mittwoch wurde der neue DFB-Sportdirektor vorgestellt. Robin Dutt ist „heiß“ auf die Aufgabe. Mit Bundestrainer Löw liege er auf einer Wellenlänge.
Der erste Auftritt an der neuen Arbeitsstätte: Der neue DFB-Sportdirektor Robin Dutt vor der Verbandszentrale in Frankfurt. Foto: dapd
Frankfurt/Main. Robin Dutt hat mit leisen Tönen das schwere Erbe von Matthias Sammer als DFB-Sportdirektor angetreten. Die Fortführung der erfolgreichen Nachwuchsarbeit seines zum FC Bayern gewechselten Vorgängers hat für den 47-Jährigen Priorität, seine neue Aufgabe geht Dutt mit großer Motivation an. „Mit jedem Tag wurde ich immer heißer auf den Job“, erklärte der bisherige Bundesligatrainer am Mittwoch bei seiner Vorstellung in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main.
Dutt will mit Tatkraft in die großen Fußstapfen des Anfang des Monats überraschend als Sportvorstand nach München gewechselten Ex-Nationalspielers Sammer treten. Auch seine Hauptaufgabe wird es sein, als oberster Nachwuchsförderer des Verbandes Joachim Löw mit Spielern für die A-Nationalmannschaft zu versorgen. „Wir haben eine Wellenlänge entdeckt“, bemerkte Dutt nach einem ersten Gespräch mit dem Bundestrainer: „Jogi hat was bewegt in den letzten Jahren.“
Auch Löw begrüßte die Dutt-Verpflichtung, in die er von Anfang an eingebunden gewesen war, wie DFB-Präsident Wolfgang Niersbach extra hervorhob. „Ich bin froh, dass der DFB so schnell und gut gehandelt und diese kompetente Lösung gefunden hat“, erklärte Löw. Er freue sich auf die Zusammenarbeit. Teammanager Oliver Bierhoff sagte Dutt ebenfalls die „Unterstützung“ der Nationalmannschaftsführung zu.
Zwischen Sammer und Löw/Bierhoff hatte es dagegen gerade in der Anfangsphase der Zusammenarbeit nach der WM 2006 Kompetenzgerangel und auch „Reibung gegeben“, wie Niersbach bestätigte: „Der Matthias ist positiv nervig, die Bayern spüren das vielleicht auch schon“, erklärte der DFB-Chef schmunzelnd. Dutt soll von Anfang an „eng und vertrauensvoll“ mit Löw zusammenarbeiten, wie Niersbach betonte.
Auch Dutt will aber nicht nur ein Ja-Sager sein. Es werde auch „kontroverse Diskussionen“ geben, kündigte er an. In erster Linie will er sich aber seiner Hauptaufgabe, der Nachwuchsförderung, widmen: „Matthias (Sammer) hat hier unglaublich viel bewegt. Es wird nicht einfach, nahtlos weiterzumachen“, sagte er bescheiden.

