Friedrich mit Medaillen-Ausbeute unzufrieden
Der Bundesinnenminister findet die Ausbeute der deutschen Athleten in London „ausbaufähig“ und will unter anderem die Sportförderung verändern.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, Foto: dpa
Berlin. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sieht die aktuelle Medaillen-Ausbeute der deutschen Athleten bei Olympia als „durchaus ausbaufähig“. Deutschland orientiere sich an Platz fünf des Medaillenspiegels, „aber wir wissen auch, dass manchmal zwischen Platz fünf und Platz zehn nur zwei Goldmedaillen liegen“, sagte der 55-Jährige dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe).
In Sachen Sportförderung müsse sich in Zukunft etwas ändern. „Ich glaube, man muss zum Beispiel die Übergänge zwischen Nachwuchs- und Leistungssport noch mehr im Blick haben“, sagte Friedrich. „Vielleicht kann auf lokaler Ebene mal ein Leistungsnachwuchsteam gegründet werden, gefördert von einem Unternehmen.“
Zudem sollten Olympische Spiele im eigenen Land weiterhin ein Ziel sein, denn Deutschland müsse den Willen haben, „noch Zukunftspläne für große Ereignisse zu haben“. Friedrich: „Olympia bringt einem Land so viel an Sympathie, an Image, an positiver Befindlichkeit. Aber wenn wir nichts mehr wollen, erreichen wir auch nichts mehr.“ (dapd)

