Olympioniken treffen in Hamburg ein
An Bord der „MS Deutschland“ sind die deutschen Athleten von den Olympischen Spielen zurückgekehrt. 20.000 begeisterte Fans haben die Sportler empfangen.
Das Kreuzfahrtschiff MS Deutschland mit mehr als 200 deutschen Teilnehmern der Olympischen Spiele 2012 erreicht den Hamburger Hafen. Foto: dpa
Hamburg. 20.000 Sportfans haben den deutschen Olympioniken bei der Ankunft mit der „MS Deutschland“ in Hamburg einen rauschenden Empfang bereitet. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten am Mittwoch mit dem „Traumschiff“ in der Hafencity an. Auf dem letzten Stück der Reise wurde der Olympia-Dampfer von etwa 100 kleineren Booten die Elbe hinab begleitet.
Rund 10.000 Besucher säumten bei strahlendem Sonnenschein schon von Wedel und Blankenese an das Ufer, noch einmal 10.000 warteten seit dem Morgengrauen im Hafen. Ein Shanty-Chor aus der Hansestadt in traditionellen Fischerhemden empfing die Sportler mit der deutschen Nationalhymne und norddeutschen Liedern. Neun der elf deutschen Olympiasieger waren an Bord.
„Es war eine unglaublich tolle Zeit, unvergessliche Tage auf dem Schiff“, sagte Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste an Land, „ich bin super dankbar, dass ich das miterleben durfte“. Turner Fabian Hambüchen ergänzte: „Es waren zwei tolle Tage, am besten war die Pool-Party gestern Abend.“
Fechterin Britta Heidemann strahlte und sagte: „Das ist echt überwältigend, das kann man nur richtig genießen.“ Und für Ruder-Olympiasieger Eric Johannesen war die Ankunft in seiner Heimatstadt schlicht der „Wahnsinn“: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zu sehen, wie die Stadt hinter allen Olympia-Teilnehmern steht.“
Auch DOSB-Generaldirektor Michael Vesper zeigte sich beeindruckt: „Das, was Hamburg heute zeigt, ist eindeutig olympia-reif“. Die Hansestadt hatte sich für die Austragung dieser Spiele beworben, war aber schon in der deutschen Vorausscheidung ausgeschieden. Für die Athleten sei die Reise der Lohn der harten Arbeit, sagte Vesper.
Wer am besten feiern kann, verkündete Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen: „Auf dem Schiff haben die Hockey-Spieler gewonnen, im Deutschen Haus waren wir aber unschlagbar“. Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte traute ihren Augen kaum und meinte: „Normalerweise werden nur Fußballspieler so toll empfangen“. Und Helena Fromm, Bronzegewinnerin im Taekwondo betonte: „Olympia war grandios, die Stimmung in der Stadt, in der Halle und das hier in Hamburg kommt da nah dran.“

