Sportnachrichten 29.03.2012, 21:18 Uhr

Red Bull: Gerüchte um Rüffel für Vettel «Blödsinn»

Die ersten beiden Rennen liefen für Sebastian Vettel nicht gut. Foto: Jens Buettner

Die ersten beiden Rennen liefen für Sebastian Vettel nicht gut. Foto: Jens Buettner

Berlin. Sebastian Vettels Red-Bull-Team hat Spekulationen um einen möglichen Rüffel für den Formel-1-Weltmeister als haltlos zurückgewiesen.

«Das ist alles an den Haaren herbeigezogener Blödsinn», sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko der Zeitschrift «Sport Bild». Zuvor war gemutmaßt worden, Vettel müsse sich vor Teamchef Christian Horner verantworten, weil er beim Großen Preis von Malaysia am Sonntag die Anweisung zur vorzeitigen Aufgabe verweigert hatte. «Sebastian hat nichts, aber auch gar nichts gegen unseren Willen getan», betonte Marko nun.

Vettel sei das Rennen in Sepang nach seiner Kollision mit HRT-Pilot Narain Karthikeyan trotz technischer Probleme zu Ende gefahren, weil er Funkbefehle nicht habe hören können. Auch Hinweise auf den Boxentafeln habe der Hesse übersehen, erklärte Marko. Daher sei Vettels Reise in die Teamfabrik nach Milton Keynes in dieser Woche auch nicht wegen einer anberaumten Aussprache erfolgt, sondern wegen lange geplanter Tests im Simulator.

Zudem dementierte Marko Gerüchte, wonach Vettel eine Strafe des Automobil-Weltverbands FIA befürchten muss. Der zweimalige Champion hatte den Inder Karthikeyan im TV als «Gurke» und «Idiot» beschimpft und ihm noch auf der Strecke den Mittelfinger gezeigt. «Was soll von der FIA noch kommen? Wir waren nach dem Rennen bei den Rennkommissaren. Da wurde die Sache geklärt. Für mich ist damit der Fall abgeschlossen», sagte Marko. Auch ein FIA-Sprecher hatte auf die Entscheidungsgewalt der Streckenrichter verwiesen und damit indirekt weitere Ermittlungen ausgeschlossen.

 

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