Gladbach gibt sich in Regensburg keine Blöße
Der SSV Jahn verkauft sich teuer, ist aber bei der 1:3-Niederlage gegen den Bundesligisten letztlich chancenlos.
David gegen Goliath: Der Jahn musste seinen Traum vom Sieg gegen Gladbach am Freitag begraben. (Foto: Lex)
Regensburg.
Die Sensation blieb aus, Borussia Mönchengladbach gab sich beim SSV Jahn keine Blöße. Mit 3:1 (2:1) setzte sich der Fußball-Bundesligist am Freitagabend in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals beim Regensburger Drittligisten verdient durch. Für den fünfmaligen deutschen Meister trafen Martin Stranzl (14. Minute), Marco Reus (23.) und Igor de Camargo (70.). Tobias Schweinsteiger (30./Foulelfmeter) hatte für den SSV Jahn zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt.
Für beide Klubs war es übrigens nicht das erste Aufeinandertreffen. Die Älteren erinnern sich noch: In einem Freundschaftsspiel 1968 in Regensburg unterlag der Jahn den Borussen 0:1; Torschütze seinerzeit: der spätere Bundestrainer Berti Vogts.
Stürmische Gladbacher
Es brodelte förmlich im Jahn-Stadion: 10.388 Zuschauer, fast volles Haus, Pokal-Atmosphäre. Jahn-Coach Markus Weinzierl hatte in der Innenverteidigung den erst 18 Jahre alten Philipp Ziereis aufgeboten. Und der Youngster musste sich bei seiner Feuertaufe gleich gegen stürmische Gladbacher stemmen. Torwart Michael Hofmann zeichnete sich bei einem Kopfball von Mike Hanke noch aus (6.), aber nach nicht einmal einer Viertelstunde waren er und seine Vorderleute – speziell Schweinsteiger – bei der Führung der Gäste nicht im Bilde. Andre Laurito hatte auf Kosten einer Ecke geklärt, die Reus in den Strafraum brachte. Dort war der österreichische Ex-Nationalspieler Stranzl am kurzen Pfosten per Kopf zur Stelle. Ausgerechnet Stranzl, den mit Hofmann seit gemeinsamen Löwen-Zeiten eine Freundschaft verbindet.
Der Rückstand brachte die Regensburger aus dem Konzept. Und der angehende Nationalspieler Reus nutzte die Konfusion. Der 22-Jährige spazierte durch die vielbeinige Abwehr und schob den Ball überlegt an Hofmann vorbei zur 2:0-Führung ins Tor.



