SSV Jahn 04.08.2012, 15:01 Uhr

Jahn kassiert bei 1860 bittere Niederlage

Die Regensburger spielen bei der 0:1-Niederlage gegen 1860 München auf Augenhöhe. Amachaibou vergibt in der Schlussphase einen Foulelfmeter.

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Abdenour Amachaibou (M.) vergab in der Schlussphase einen Foulelfmeter. Foto: Eibner

Abdenour Amachaibou (M.) vergab in der Schlussphase einen Foulelfmeter. Foto: Eibner

Von Heinz reichenwallner

München. Der Blick ging nach unten, die Stimme wurde leiser. Abdenour Amachaibou war anzusehen, dass ihn sein verschossener Foulelfmeter bei der 0:1 (0:1)-Niederlage des SSV Jahn Regensburg beim TSV 1860 München nicht aus dem Kopf ging. „Ich war darüber schockiert“, beschrieb der 25-jährige Angreifer am Samstag nach dem Spiel in der Allianz Arena jene Szene in der 86. Minute, die die Rot-Weißen zum Saisonstart der 2. Fußball-Bundesliga letztlich einen verdienten Punkt gekostet hatte. Löwen-Torhüter Gabor Kiraly hatte erst Amachaibous Strafstoß und dann auch den Nachschuss abgewehrt. Während der Schlussmann vor 45.300 Zuschauern zum Helden der Sechziger avancierte, wurde Amachaibou zur tragischen Figur.

In der Niederlage bei den Löwen zeigte sich einmal mehr die ungerechte Seite des Fußballs. Der mit geringen Mitteln ausgestattete Überraschungsaufsteiger aus Regensburg hatte den vom Papier klar überlegenen Mitfavoriten auf den Aufstieg ein Spiel auf Augenhöhe geliefert und stand am Ende trotzdem mit leeren Händen da, weil er in der 8. Minute beim 1:0 der Gastgeber einen kurzen Moment nicht gut genug aufgepasst und auch noch Pech hatte. Nach einer Ecke der Löwen reagierte deren polnischer Neuzugang und EM-Teilnehmer Grzegorz Wojtkowiak einen Tick schneller als seine Gegenspieler, köpfte und hatte Glück, dass Regensburgs Youngster Philipp Ziereis den Ball noch unhaltbar für seinen Torhüter Michael Hofmann abfälschte. Weil es bis zum Schluss eine der wenigen Unachtsamkeiten blieb, war es umso bitterer aus Sicht des Aufsteigers.

Ärger über verschenkten Punkt

So überwog bei Jahn-Trainer Oscar Corrochano am Ende auch nicht die Freude über eine gute Vorstellung seiner Mannschaft und die Erkenntnis, dass man trotz fehlender Erfahrung in der 2. Liga mithalten kann, sondern der Ärger über einen verschenkten Punkt. Da konnte es ihn auch kaum trösten, dass sein Trainerkollege Reiner Maurer bei aller Enttäuschung über eine schwache Vorstellung seiner Sechziger den Regensburgern ein großes Kompliment aussprach.

 

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