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Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Szene

Kundgebung für mehr Livekultur

Auf dem Bismarckplatz demonstrierten rund 300 Menschen für mehr Konzerte in Regensburg. Wolbergs erklärt die Seite der Stadt.

  • Rund 300 Kulturinteressierte waren auf den Bismarckplatz zur Kundgebung gekommen. Foto: Wagner
  • Von der Ladefläche eines Lastwagens aus gab es ein Konzert. Foto: Wagner
  • Florian Gmeiner plant, die Veranstaltung zu wiederholen. Foto: Wagner

Regensburg.Künstler, Konzertveranstalter, Gastronomen und Kulturvertreter waren sich am Freitagabend einig: Bei einer Kundgebung auf dem Bismarckplatz in Regensburg forderten sie mehr Raum für Livekultur in der Domstadt. „Wir machen seit langer Zeit in Regensburg Kulturarbeit, aber es scheitert dann doch immer an den Räumen“, erklärte Organisator Florian Gmeiner. In einer kurzen Ansprache betonte der Vorstand des Kulturvereins „Scants of Grace“, wie wichtig Livebühnen in Regensburg seien. Erst kürzlich musste er das Projekt H5 im Regensburger Stadtosten beerdigen. Aufgrund einer fehlenden Genehmigung werde die Veranstaltungshalle nicht mehr öffnen, erklärte er. Live-Konzerte werde es aktuell auch in der Heimat nicht mehr geben. Zwölf Veranstaltungen pro Jahr sind erlaubt – und diese Zahl ist in diesem Jahr bereits erreicht. Das Ordnungsamt halte sich streng an Regeln und mache es schwer, weitere Konzerte durchzuführen.

Wolbergs kam zur Kundgebung

Mit der Resonanz am Freitagabend war der Vorstand des Kulturvereins „Scants of Grace“ aber zufrieden. Rund 300 Leute waren auf den Bismarckplatz gekommen und diskutierten über die Chancen und Probleme der Livekultur in der Stadt. Ohrange und Michael Lobesan spielten jeweils ein kurzes Konzert auf der Ladefläche eines Lastwagens. Nach dem Fassanstich auf der Regensburger Maidult schaute auch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs vorbei. Bei der Gesamtbelastung in der Altstadt werde es schwierig, zusätzliche Live-Angebote in der Altstadt zu etablieren, sagte Wolbergs im Gespräch. Er bestätigte aber, dass die Stadt weiterhin nach neuen Räumlichkeiten sucht. Die müssten nicht in der Altstadt liegen. „Wir klappern ein Objekt nach dem anderen ab.“

Demo für mehr Livekultur in Regensburg

Möbelhaus als neuer Veranstaltungsort?

Im Interview mit Mittelbayerische TV brachte der OB einen neuen Veranstaltungsort ins Spiel: Seit Jahren steht das Möbelhaus auf der anderen Seite des Dultplatzes leer. Hier gebe es Gespräche mit dem Eigentümer. Ob in dem Gebäude aber überhaupt Konzerte möglich sind, ist noch völlig unklar. Wolbergs wollte keine falschen Hoffnungen nähren.

Bis neue Räumlichkeiten für Livekultur gefunden sind, werden Gmeiner und „Scants of Grace“ weiterhin auf die Problematik aufmerksam machen. Es gibt Pläne für neue Kundgebungen in den kommenden Monaten – eine Dauereinrichtung sollen sie aber nicht werden. (aw/af)

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