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Preis

Auszeichnung für Wissenschaftshistoriker

Dr. Christian Reiß von der Universität Regensburg wurde für seine Doktorarbeit zum Axolotl als Labortier geehrt.

Dr. Christian Reiß wurde für seine Doktorarbeit ausgezeichnet. Foto: Jörg F. Klam/Photostudio Klam, Berlin

Regensburg.Für seine Doktorarbeit über den Axolotl, einen mexikanischen Schwanzlurch, ist Dr. Christian Reiß von der Universität Regensburg mit dem Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik (DGGMNT) ausgezeichnet worden. Reiß ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte. Seine Doktorarbeit „Die Geschichte des mexikanischen Axolotls als Labortier, 1864-1914: Verbreitungswege, Infrastrukturen, Forschungsschwerpunkte“ fertigte er am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin an und wurde damit 2014 in Jena promoviert.

In seiner Arbeit rekonstruiert Reiß die Ausbreitung des mexikanischen Axolotls (Ambystoma mexicanum) als Forschungs- und Haustier zwischen 1864 und 1914 als historischen Prozess. Heute ist diese in ihrer Heimat vom Aussterben bedrohte Amphibienart ein global verbreitetes Aquarien- und Labortier.

Ein Axolotl: Die in ihrer Heimat Mexiko vom Aussterben bedrohte Amphibienart ist heute ein global verbreitetes Aquarien- und Labortier. Foto: Jan-Peter Kasper/dpa

Reiß konnte zeigen, dass sich aus den 34 lebenden Axolotln, die 1864 aus Mexiko nach Paris gelangt waren, bis 1914 eine Population von mehreren Zehntausend Tieren entwickelte, die Forschungs- und Heimaquarien in ganz Europa bevölkerten. Neben dem wissenschaftlichen Interesse spielte dabei das Aquarium als künstlicher Naturraum und die gleichzeitige Entwicklung der Aquaristik als hybrides Feld zwischen Wissenschaft, Unterhaltung, Technologie und Ökonomie eine entscheidende Rolle.

Die DGGMNT verleiht den Preis seit 2001 jährlich an Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem Bereich der Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik, die mit ihren Qualifikationsarbeiten einen innovativen Beitrag zum Fach geleistet haben. Der Preis wurde am vergangenen Samstag im Rahmen einer feierlichen Feststunde während der Jahrestagung der DGGMNT in Berlin überreicht.

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