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Wirtschaft
Dienstag, 21. November 2017 7

Börse

„Ich würde sofort DOX-Anteile kaufen“

Toni Lautenschläger, Leiter des Regensburger Amts für Wirtschaft und Wissenschaft, spricht über die Entwicklung des DOX.
Von Martin Angerer, Wirtschaftszeitung

Toni Lautenschläger, Leiter des Amts für Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Regensburg Foto: Stadt Regensburg

Regensburg.Herr Lautenschläger, Sie haben mit der Wirtschaftszeitung 2010 den DOX als spielerischen ostbayerischen Aktienindex ins Leben gerufen. Wie beurteilen Sie die Entwicklung in den vergangenen sieben Jahren?

Toni Lautenschläger: Die Entwicklung kann man als dynamisch bis hochdynamisch bezeichnen. Vor allem fällt aber das stabile Wachstum auf. Es ist ein linearer Anstieg, ohne konjunkturelle Schwankungen. Und vor allem ist keinerlei Blasenbildung in bestimmten Bereichen erkennbar.

Welche drei Hauptgründe sind Ihrer Meinung nach für diese Entwicklung verantwortlich?

Zum einen ganz klar der Fokus auf die Themen Wertschöpfung, Technologie und Produktivität. Wer gute, innovative Produkte anbietet, bringt eine Region auch voran. Als zweiten Grund kann man den guten Mix aus Großkonzernen und erfolgreichen Mittelständlern nennen. Das sorgt für stabiles Wachstum. Und dann natürlich die guten Rahmenbedingungen mit den Hochschulen oder der hohen Lebensqualität in unserer Region. Das zusammen ermöglicht es den Unternehmen, sich so gut zu entwickeln.

Was können andere Wirtschaftsräume von Ostbayern lernen?

Dass sich eine langfristige Wirtschaftspolitik immer auszahlt und dass es unabdingbar ist, Innovation den nötigen Raum einzuräumen. Gerade die gute Clusterarbeit in unserer Region schafft ja das kreative Umfeld für Innovation.

Was sind die großen Herausforderungen für die Zukunft mit Blick auf unseren Wirtschaftsraum?

Mit Sicherheit ist die Digitalisierung und die damit einhergehende Veränderung von Arbeitsbedingungen die größte Herausforderung. Aber in einem innovativen Umfeld wie hier können solche Veränderungen leichter gelingen.

Würden Sie DOX-Anteile kaufen?

Wenn es Anteile zu kaufen gäbe, sofort. Es gibt doch nichts Besseres, als wenn ich mir die Firmen, in die ich investiere, vor Ort anschauen kann.

Sollte man das dann nicht möglich machen?

Ich würde mir tatsächlich ein regionales Finanzprodukt wünschen, das den Bürgern die Möglichkeit gibt, in regionale Firmen zu investieren. Das könnte dann eine Art Fonds zur Finanzierung junger, aufstrebender Unternehmen aus der Region sein. Vielleicht findet sich ja jemand, der darauf Lust hat. Der kann sich dann gerne melden.

Lesen Sie zu diesem Thema auch:

Vielfalt ist die Stärke Ostbayerns

Die Erfolgsformeln der DOX-Firmen.

Dieser Text ist ein Beitrag aus der Wirtschaftszeitung. Hier geht es zum E-Paper: www.die-wirtschaftszeitung.de/epaper

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