mz_logo

Wirtschaft
Mittwoch, 22. November 2017 10° 3

Immobilien

IW sieht Risiken für Immobilienmarkt

Seit Jahren gibt es Warnungen vor einer Immobilienblase. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat Bedenken.

Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft gibt es in ländlichen Gebieten ein Überangebot an Einfamilienhäusern. Foto: Jens Büttner/Symbolbild

München.Zu viele Einfamilienhäuser auf dem Land, zu viele Studentenapartments in Großstädten - das sind nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft Risiken für den Immobilienmarkt.

Dazu kommen möglicherweise überoptimistische Erwartungen von Immobilieninvestoren in Sachen Mietsteigerungen, wie IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer und seine Kollegen in einer aktuellen Studie schreiben. Strenger werdende Mietregulierung könnte den Kalkulationen der Investoren zuwider laufen, heißt es darin.

„Die Chancen stehen gut, dass der Boom mit einer weichen Landung endet.“

Schreiben des IW

Die Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland sieht das Institut derzeit nicht. Es werde gerade weder zu viel gebaut, noch gebe es eine große Expansion der Immobilienkredite. „Die Chancen stehen gut, dass der Boom mit einer weichen Landung endet“, heißt es in dem Papier.

Doch für Teilbereiche des deutschen Immobilienmarkts sehen die Wissenschaftler größere Risiken. Eines davon ist laut Studie ein Überangebot ländlicher Einfamilienhäuser. „In ländlichen Landeskreisen sind mehr als doppelt so viele Einfamilienhäuser wie benötigt gebaut worden“, schreiben die Immobilienexperten. Deswegen sollten Investoren auf der Suche nach Alternativen zu den großen Städten vorsichtig sein.

Mieten für Mikroapartments unter Druck

Darüber hinaus sieht die Studie Anzeichen für einen über den Bedarf hinausgehenden Bau von Kleinapartments, etwa in Frankfurt am Main. Die sinkende Zahl junger Erwachsener zwischen 18 und 25 und der Rückgang der Studentenzahlen könnte die Mieten für Mikroapartments unter Druck setzen.

Das dritte Risiko aus Perspektive von Immobilieninvestoren sehen die Wirtschaftsforscher in einer möglichen Verschärfung der Mietregulierung nach der Bundestagswahl, was Mieterhöhungen in der Zukunft erschweren könnte.

Weitere Wirtschaftsnachrichten lesen Sie hier!

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht