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Wirtschaft
Donnerstag, 18. Januar 2018 7

Tarife

Metaller in Ostbayern streiken

Die Oberpfalz war am Mittwoch ein Schwerpunkt im Tarifkampf. In Regensburg waren Siemens und Continental betroffen.

Der Tarifkampf der IG Metall in Bayern ging am Mittwoch weiter. Foto: Axel Heimken/dpa

München.Mit Warnstreiks in 48 Unternehmen erhöhte die IG Metall in Bayern am Mittwoch den Druck im Tarifkampf . Regionale Schwerpunkte waren München, Augsburg, Passau und die Oberpfalz, teilte die Gewerkschaft mit. So legten Mitarbeiter der Maschinenfabrik Reinhausen am Standort Regensburg und am Standort Haslbach die Arbeit nieder. Auch Continental in Regensburg war betroffen, die Mitarbeiter streikten dort gemeinsam mit Siemens-Mitarbeitern in Regensburg.Der Siemens-Standort Cham wurde ebenfalls bestreikt. Darüber hinaus legten Siemens-Mitarbeiter in Kemnath und Amberg die Arbeit nieder. In Amberg machte die Betriebsleitung von ihrem Hausrecht Gebrauch und schloss Medienvertreter aus.

Zu den betroffenen Unternehmen gehören in Bayern außerdem der Panzerbauer Kraus Maffei Wegmann, der Rosenheimer Antennenhersteller Kathrein, der Airbus-Zulieferer Aerotec, der Lampenhersteller Ledvance und die Industrie- und Autozulieferer Schaeffler, Leoni und Bosch-Rexroth.

Erste Streiks schon am Dienstag

Bereits am Dienstag hatten 6000 Metaller in Bayern die Arbeit niedergelegt. In der Oberpfalz waren das Benteler-Werk in Schwandorf und die Firma Läpple in Teublitz betroffen. Der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler sagte: „Wir werden jetzt von Tag zu Tag die Warnstreikbeteiligung in Bayern steigern. Die Beschäftigten in anderen Betrieben scharren schon mit den Hufen.“

Die dritte Verhandlungsrunde für die 3,9 Millionen Metaller in Deutschland beginnt am Donnerstag in Böblingen bei Stuttgart. Die bayerischen Tarifparteien verhandeln am nächsten Montag in Nürnberg.

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Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und das Recht für jeden Beschäftigten, seine Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen, mit teilweisem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung für drei Monate, danach zwei Prozent mehr Lohn angeboten. Außerdem wollen sie die Arbeitszeit verlängern können.

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten rund 835 000 Beschäftigte, davon allerdings nur 475 000 in tarifgebundenen Betrieben. (dpa/ct)

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