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Wirtschaft
Freitag, 24. November 2017 13° 2

Kooperation

Nächster Schritt im INDIGO-Netzwerk

Sechs Hochschulen kooperieren im Bereich Digitalisierung. Zugleich fiel der Startschuss für ein Internetkompetenzzentrum.

Die Präsidenten der INDIGO-Partnerhochschulen – Prof. Baier, Prof. Bauer, Prof. Sperber, Prof. Hebel, Prof. Freitag und Prof. Stoffel – unterzeichneten ein „Memorandum of Understanding“. Foto: Uni Regensburg

Passau.Im Netzwerk „INDIGO – Internet und Digitalisierung Ostbayern“ bündeln die Universitäten Regensburg und Passau sowie die Hochschulen Amberg-Weiden, Deggendorf, Landshut und Regensburg ihre Kompetenzen zum Thema Digitalisierung. Bei der ersten großen INDIGO-Konferenz am Freitag (3. Juli) in Passau informierten sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft über das Leistungsangebot und die Ziele des Netzwerks. Bei einer Podiumsdiskussion wurden Chancen und Risiken der Digitalisierung in Ostbayern aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht diskutiert. Die Präsidenten der Partnerhochschulen unterzeichneten zudem am Nachmittag ein „Memorandum of Understanding“ und besiegelten so ihre Kooperation.

Prof. Dr. Udo Hebel, der Präsident der Universität Regensburg, sprach von einem wichtigen Schritt für eine nachhaltige Entwicklung des Netzwerks. „Das Thema Digitalisierung ist von zentraler gesellschaftlicher und ökonomischer, aber auch wissenschaftlicher Relevanz“, so Hebel. Internet- und Digitalisierungskompetenzen seien als Querschnittsdisziplinen mit vielen Forschungs- und Wissenschaftsbereichen verknüpft. An der Universität Regensburg fänden sich beispielsweise Schwerpunkte in der Wirtschaftsinformatik mit Fokus auf die Sicherheit von Informationssystemen, im Bereich Big Data Quality sowie am Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur.

Ministerin Ilse Aigner überreicht die Förderurkunden an die Präsidenten der Universitäten Regensburg, Prof. Dr. Udo Hebel, und Passau, Prof. Dr. Burkhard Freitag. Foto: Uni Regensburg

Ebenfalls am Freitag fiel der Startschuss für zwei Forschungsprojekte im Rahmen des neuen Internetkompetenzzentrums Ostbayern, das eng mit dem Netzwerk INDIGO zusammenarbeitet. Gefördert werden die Projekte vom bayerischen Wirtschaftsministerium. Ministerin Ilse Aigner überreicht die Förderurkunden an die Präsidenten der Universitäten Regensburg und Passau.

Das Regensburger Projekt, das bis Ende 2019 mit über drei Millionen Euro gefördert wird, befasst sich mit dem Thema „Mobile Business und Social Media“. Ziel ist die Erforschung der technischen und ökonomischen Chancen und Risiken der Technologien. Die Ergebnisse des Projekts sollen der Universität zufolge direkte Anwendung in Unternehmen der Region Ost- und Nordbayern finden. Bereits zum Projektstart hätten mehrere Unternehmen aus der Region und aus unterschiedlichen Branchen Interesse bekundet. An dem Projekt sind auch die Universität Passau, die Universität Bamberg (assoziiert) und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Landshut beteiligt. Die Projektleitung liegt bei Prof Dr. Bernd Heinrich und Prof. Dr. Mathias Klier vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Regensburg.

Das Netzwerk INDIGO

  • Netzwerk

    Im Netzwerk „Internet und Digitalisierung Ostbayern“ bündeln die Universität Regensburg, die Universität Passau, die OTH Regensburg, die OTH Amberg-Weiden, die TH Deggendorf und die Hochschule Landshut ihre Kompetenzen im Bereich Internet und Digitalisierung.

  • Kompetenzbereiche

    INDIGO gliedert sich in insgesamt neun Kompetenzbereiche – von Big Data/Data Analytics bis zu Gesundheit/Informationstechnik im Gesundheitswesen. Alle sechs Universitäten und Hochschulen bearbeiten die Themen dieser Kompetenzbereiche, setzen aber jeweils eigene Schwerpunkte.

  • Uni Regensburg

    An der Universität Regensburg sind besonders die Kompetenzfelder IT-Sicherheit/Datensicherheit/Rechtssicherheit, Mobilty/Vernetzte Mobilität sowie Big Data/Data Analytics vertreten. Auch der Workshop zum Kompetenzbereich Geistes- und kulturwissenschaftliche Fragen des Internets und der Digitalisierung fand hier statt.

  • Uni Passau

    An der Universität Passau wird vor allem zu den Themen Big Data/Data Analytics sowie Informations- und Datenrecht, aber auch IT-Sicherheit, Industrie 4.0, Intelligente Energienetze und Vernetzte Mobilität sowie Privatheit und Digitale Kulturguterschließung und - sicherung gearbeitet.

  • OTH Regensburg

    Die OTH Regensburg bringt Kompetenzen in ihren Leitthemen Information und Kommunikation, Energie und Mobilität, Produktion und Systeme, Gebäude und Infrastruktur sowie Lebenswissenschaften und Ethik mit. Neben Medizin und Gesundheit gehören zu letzterem Bereich auch soziale und gesellschaftliche Themen – beispielsweise Akzeptanz- und Technologiefolgenforschung.

  • OTH Amberg-Weiden

    Die OTH Amberg Weiden bringt ihr Know-how aus den Ingenieurwissenschaften in das Netzwerk ein, begleitet von Inhalten aus den Wirtschaftswissenschaften. Das Spektrum reicht von der Automatisierungstechnik und Robotik über die Steuerungstechnik, Informationstechnik und Datensicherheit bis hin zum Themenkreis E-Commerce.

  • TH Deggendorf

    An der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) wurde ein Workshop zum Kompetenzbereich Big Data/Data Analytics abgehalten, ein weiterer Workshop zum gleichen Thema ist in Planung. Der Technologie Campus Grafenau der THD ist neben Logistik auf Data Analytics spezialisiert.

  • Hochschule Landshut

    Die Hochschule Landshut sieht als ihre wichtigen Themen Industrie 4.0 und Intelligente Energienetze an. Zum Thema Energiespeicher und -netze unterhält sie in Ruhstorf ein Technologiezentrum, zum Thema Produktions- und Logistiksysteme baut sie zurzeit ein Technologiezentrum in Dingolfing auf. Weitere Schwerpunkte liegen in der Entwicklung adaptiver mobiler Anwendungen und Big Data.

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