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Wirtschaft
Sonntag, 21. Januar 2018 10

Luftverkehr

Niki Lauda: „Brutaler Lufthansa-Plan“

Der Unternehmer macht der Airline schwere Vorwürfe: Sie habe die Zerschlagung von Niki geplant, Folge: „Die Flotte ist weg.“

Niki Lauda winkt nach dem Testflug mit einem A320 am Salzburger Flughafen aus dem Cockpit. Foto: Barbara Gindl

Wien.Niki Lauda, Ex-Rennfahrer und Unternehmer, sieht seine Chancen auf die Übernahme der insolventen und vom ihm gegründeten Fluglinie Niki schwinden. „Die Lufthansa hat sich heimlich fast die gesamte Flotte geholt“, sagte der 68-Jährige der Tageszeitung „Kurier“ am Samstag. Ersatzmaschinen seien demnach in kurzer Zeit am Markt nicht zu erhalten. So würde die Fluglinie auch Start- und Landerechte an Airports verlieren und praktisch wertlos werden.

Das zeigt laut Lauda den „ganz brutalen Plan der Lufthansa“. Die Lufthansa, Mutter der Austrian Airlines (AUA), habe die Zerschlagung von Niki geplant, sollte die EU-Wettbewerbskommission die Übernahme verbieten – was wegen der hohen Marktanteile zu erwarten war.

Lauda hatte Niki 2003 gegründet und war 2011 ausgestiegen. Die Air-Berlin-Tochter hatte Mitte der Woche Insolvenz angemeldet und den Flugbetrieb eingestellt, nachdem Lufthansa die Übernahme abgesagt hatte. Von der Pleite der Fluglinie sind rund 1000 Mitarbeiter betroffen.

Endgültig will Lauda erst Anfang kommender Woche sein weiteres Vorgehen festlegen, wenn er alle Daten des Insolvenzverwalters habe. „Bis Montagfrüh muss er uns sagen, ob er die Flugzeuge zurückgeholt hat.“

Die Insolvenz der Airline Niki hat für Turbulenzen gesorgt. Tausende Passagiere müssen mit anderen Gesellschaften zurückfliegen.

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