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Sonntag, 19. November 2017 7

Internet

So machen Sie das WLAN wieder sicher

Eine Sicherheitslücke in der WLAN-Verschlüsselung WPA2 verunsichert die Nutzer. Was ist jetzt zu tun?
Von Dirk Averesch, dpa

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sind insbesondere Mobilgeräte mit Android und Linux-Rechner gefährdet. Foto: dpa

Wie wahrscheinlich ist ein Angriff auf ein privates Netz?

„Wahrscheinlichkeiten kann man in so einem Kontext schwer abschätzen“, sagt Johannes Buchmann vom Center for Research in Security and Privacy (CRISP) an der Technischen Universität Darmstadt. Allerdings sei eine Attacke recht aufwendig. „Damit jemand den Angriff bei Ihnen machen kann, muss er in Ihrer Nähe sein und kurzfristig eine Art Fake-Access-Point aufbauen.“ Das könne etwa von einem Auto aus auf der Straße passieren, erklärt der Informatik-Professor. Es gehe aber nicht um großflächige Angriffe aus dem Internet heraus.

Welche Geräte sind theoretisch betroffen?

Betroffen sind WLAN-Router, aber auch alle anderen Geräte mit einem WLAN-Modul. Das reicht vom Rechner, übers Smartphone und Tablet bis hin zum Smart-TV oder Netzwerk-Player.

Gibt es Unterschiede bei den Betriebssystemen?

Ja. Nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind insbesondere Mobilgeräte mit Android und Rechner mit Linux-Betriebssystemen gefährdet. Apples iOS und macOS seien nur eingeschränkt betroffen: Hier könnten die Schwachstellen derzeit nicht in vollem Umfang erfolgreich ausgenutzt werden.

Was ist mit meinem WLAN-Router?

Die Hersteller prüfen oder arbeiten an Updates. „Wir schätzen die WPA2-Lücke als sehr ernstzunehmend ein und kümmern uns darum, betroffene Geräte zu identifizieren und Updates schnellstmöglich bereitzustellen“, heißt es etwa bei der Telekom, die Kunden unter der Marke Speedport Router bereitstellt. AVM, Hersteller der verbreiteten Fritzboxen, hat bereits teilweise Entwarnung gegeben: Fritzbox-Router an Breitbandanschlüssen seien „nach aktuellem Stand nicht von der „KRACK“ genannten WLAN-Sicherheitslücke betroffen“. Allerdings soll es Updates für WLAN-Repeater des Herstellers geben.

Lesen Sie zum Thema auch einen Kommentar unseres Newsdeskleiters Christian Kucznierz:

Kommentar

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Wann bekommen meine anderen Geräte Updates?

Aktualisierungen von Betriebssystemen, installierter Software und Geräte-Software (Firmware) gilt es immer im Auge zu behalten, und bei Verfügbarkeit sofort zu installieren. „Die Leute müssen Updates fahren auf ihren Geräten“, sagt Prof. Buchmann. „Man muss das im Blick haben.“ Ob es aber für alle Geräte und Betriebssysteme am Ende Aktualisierungen gibt, sei unsicher. Skeptisch ist der Experte etwa bei älteren Android-Versionen.

Lesen Sie außerdem: Was bringt das iOS-Update bei Apple-Geräten?

Wie gehe ich ganz auf Nummer sicher?

Wer absolut sichergehen möchte, kann etwa sein Notebook oder seinen Desktop-Rechner vorübergehend per LAN-Kabel an den Router anschließen, rät Prof. Buchmann. Oder er nutzt zumindest fürs Online-Banking oder -Shopping eine mobile Internetverbindung per Smartphone, Tablet oder Mobilfunk-Router. Eine weitere Möglichkeit, Daten per WLAN sicher zu übertragen, sind virtuelle private Netzwerke (VPN).

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