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Wirtschaft
Freitag, 26. August 2016 31° 1

Arbeitskampf der IG Metall

Warnstreiks in der Oberpfalz

Alleine im BMW-Werk Regensburg legen etwa 2500 Beschäftigte die Arbeit nieder – darunter viele Leiharbeiter.

  • Die Gewerkschaft IG-Metall fordert für die bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Geld sowie die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und mehr Mitsprache für die Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeitern. (Foto: altrofoto.de)
  • Warnstreik und Kundgebung am Tor 2 des BMW Werks Regensburg (Foto: altrofoto.de

München. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben am Donnerstag erneut Beschäftigte in mehreren bayerischen Betrieben die Arbeit niedergelegt. „Wir rechnen mit weit mehr als 70.000 Warnstreikenden“, sagte ein IG-Metall-Sprecher am Morgen.

Die ersten Arbeitsniederlegungen gab es dem Sprecher zufolge bereits um Mitternacht in mehreren Betrieben im Raum Lohr in Unterfranken. Daran seien zwischen 50 und 100 Beschäftigte beteiligt gewesen. „Die Arbeitnehmer sind sehr gereizt, weil sie fühlen, dass das Angebot der Arbeitgeber ungerecht ist“, sagte er.

Insgesamt sind Beschäftigte in 90 Betrieben zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, davon etwa 20.000 an den vier BMW-Standorten München, Regensburg, Dingolfing und Landshut sowie an einem kleineren Standort in Wackersdorf. Alleine am BMW-Standort Regensburg haben etwa 2500 Personen die Arbeit niedergelegt – darunter viele Leiharbeiter. Insgesamt zählte die Gewerkschaft bis zum Nachmittag mehr als 40.000 Teilnehmer bei Warnstreiks in knapp 70 bayerischen Betrieben.

Aktionen sind auch bei Audi in Ingolstadt geplant. Weitere Schwerpunkte sind Schweinfurt, Amberg und Augsburg. In Nürnberg gibt es eine große Kundgebung. IG-Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler sagte vor Tausenden Beschäftigten in Nürnberg, die Arbeitgeber sollten sich nicht lumpen lassen und endlich ein akzeptables Angebot vorlegen.

Die IG Metall fordert für die rund 755.000 Beschäftigten der bayerischen Metallindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten ein Plus von drei Prozent. Nächster Verhandlungstermin ist der 10. Mai.

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