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Leuchtende Energie-Pakete am Gewitter-Himmel
Bei schlechtem Wetter zucken immer wieder grelle Lichtstreifen über den Himmel. Zinni erklärt, wie Blitze entstehen.

Sie züngeln vom Himmel, leuchten grell und sind irre heiß: Bei einem Gewitter entlädt sich ungeheuer viel Energie in Blitzen. Wann Gewitter entstehen und was dabei passiert, erklärt der Wetterforscher Gerhard Lux. „Gewitter gibt es dann, wenn feuchte warme Luft auf trockene kalte Luft trifft“, sagt er. „Je größer der Unterschied ist, desto heftiger kann es knallen.“

Oft gibt es Gewitter, wenn es tagsüber sehr heiß ist. Weil warme Luft leichter als kalte ist, steigt sie dann schnell in die Höhe. Dort kühlt sie ab und die Feuchtigkeit sammelt sich zu Mini-Tröpfchen. So entsteht eine typische Gewitterwolke, die immer höher in den Himmel wächst. Aber darin steigt nicht nur warme Luft auf. Gleichzeitig sinkt kalte Luft von oben nach unten.

In den Wolken kann es viele solcher Luftstrudel geben. Dabei reiben die kalten und warmen Luftmassen aneinander und laden sich so elektrisch auf. Manche Stellen sind mit positiven Teilchen geladen, andere mit negativen. Diese Unterschiede zwischen positiver und negativer Ladung gleicht die Natur aus – mit Blitzen.

Dann entlädt sich die Energie schlagartig – wie bei einem Kurzschluss. Dabei schießt viel Elektrizität durch den sogenannten Blitzkanal. Der ist meist nur so dünn wie der Finger eines Erwachsenen. Auf Fotos sieht das viel dicker aus, weil es so hell leuchtet.


Manche Leute können sich aufblasen wie ein Frosch
Große Angeber unter den Menschen werden sprichwörtlich gerne mit Tieren verglichen.

In einer Fabel erzählt der römische Dichter Phaedrus von einem Frosch, der auf die Größe eines Ochsen neidisch war. Um auch so groß zu werden, begann er, sich selbst aufzublasen. Leider platzte der neidische Frosch bei diesem Selbstversuch. Zwar sind in der Natur weder neidische noch platzende Frösche bekannt, dafür leben sie aber in einer Redewendung weiter. „Sich aufblasen wie ein Frosch“ ist zu einem Sprichwort geworden. Es bedeutet angeben.

Auch wenn unser Wasserfrosch nur seine Schallblasen aufblasen kann, lässt sich die Erscheinung des „Aufblasens“ doch bei der Krötenverwandtschaft beobachten. Dazu gehört die Erdkröte. Um sich vor ihren Feinden zu schützen, stehen der Erdkröte Giftdrüsen an ihrem Körper zur Verfügung. Beißt ein Angreifer zu, bekommt er den Schleim in den Mund und spuckt das Tier wieder aus. Die Wirkung dieses Krötengiftes kann man durchaus mit der des Fingerhutes (Pflanze) vergleichen. Das Fingerhutgift beeinflusst das Herz und wird sogar als Medikament bei Herzproblemen eingesetzt. Damit das Gift der Kröte allerdings richtig wirken kann, muss es in den Körper gelangen.

Für die Erdkröte besteht bei einem Angriff natürlich immer die Gefahr, verletzt zu werden. Für sie ist es viel besser, wenn sie erst gar nicht von einem Feind gepackt wird. Deshalb hat sie noch einen weiteren Trick auf Lager, um sich zu schützen. Bei Gefahr macht sie sich urplötzlich groß. Dabei streckt sie ihre Beine und bläht sich auch noch auf. Diese Schau kann einen Angreifer so erschrecken, dass die Erdkröte erst gar nicht angegriffen wird oder die Schrecksekunde nutzen kann, um sich durch Flucht in einem Versteck in Sicherheit zu bringen.

Inzwischen haben Forscher dieses Verhalten bei weiblichen Kröten allerdings noch in einem ganz anderen Zusammenhang beobachtet. Im Frühjahr paaren sich die Männchen mit einem Weibchen. Dazu versucht der Krötenmann, sich auf den Rücken einer Krötenfrau zu setzen. Damit er nicht herunterfällt, hält er sich mit seinen Armen fest. An den Händen bilden sich für die Paarungszeit sogar extra Schwielen, damit sie am Körper der Krötenbraut nicht abrutschen. Um ein unliebsames Männchen wieder loszuwerden, konnten die Wissenschaftler beobachten, wie die Weibchen ihren Körper aufblähten.

Wenn sich die Kröten größer machen, hat das also nichts mit Neid oder Angeberei zu tun, wie es in der Fabel bzw. in der Redewendung heißt, sondern ist immer ein Abwehrverhalten. Entweder wollen sie einen gefährlichen Feind abschrecken, oder Weibchen sind mit ihrem Bräutigam nicht zufrieden und versuchen, ihn auf diese Weise zum Abrutschen zu bringen.


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