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| Wer gackert, muss auch irgendwann ein Ei legen |
| Eine Angewohnheit von Hühnern kann auch auf das Verhalten von Menschen übertragen werden. |
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Wer seit Wochen schon verbreitet, sein Zimmer aufzuräumen, muss nach der Redensart „Wer gackert, muss auch ein Ei legen“ endlich ernst damit machen und Taten folgen lassen. Bei dieser Redewendung hat sich der Mensch von den Haushühnern inspirieren lassen, denn das sind ja nun einmal die Gackerer und Eierleger auf dieser Erde.
Auf dem Hühnerhof wird nun tatsächlich von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang gekräht und gegackert, was die Stimmbänder hergeben. Einmal von ein paar Warnrufen abgesehen, weiß unter den Menschen niemand so genau, was das Gequatsche der Hühner den lieben langen Tag lang wirklich bedeuten soll. Nicht einmal die Hühnerforscher sind sich da so richtig bei der Übersetzung der Hühnersprache einig.
Das meiste Gegackere dürfte aber in der Hühnergruppe dazu dienen, den Kontakt unter den Herdenmitgliedern herzustellen. Vereinfacht übersetzt: ich bin hier, wo bist du?, ich bin ganz in deiner Nähe, ich mache nichts Besonderes, alles ist in Ordnung, ich bin gleich wieder da, bis gleich. Im Grunde nicht anderes als die typischen Handy-Botschaften des Menschen.
Die vielen Lautäußerungen hängen sicher mit der Herkunft der Haushühner zusammen. Die Stammformen unserer Haushühner leben ja bekanntlich in den Wäldern an den Südhängen des Himalaja. Dort im dichten Buschwerk ist die Stimme besonders wichtig, damit sich die Tiere in ihrem unübersichtlichen Revier nicht verlieren. Aus diesem Grund haben Hühner ein fast so feines Gehör wie ein Hund, sehen dafür aber nur in einem Umkreis von 50 Metern gut.
Allerdings: Ein Wildhuhn, das ein Ei in sein Nest legt, tut besser daran, den Schnabel zu halten. Schließlich lauern im Wald Feinde, deren Lieblingsspeise frisch gefangene Hühnchen und Hähnchen sind. Wie jeder von uns weiß, schmecken Eier nicht schlecht, und das ist selbstverständlich auch den tierischen Eierdieben im Urwald bekannt. Die schleichen rund um die Uhr durchs Gebüsch, immer auf der Suche nach dem Gelben im Ei.
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| Das Bild von Olivia aus Kelheim ziert Pflaster |
| Die Siebenjährige errang bundesweit den fünften Platz. Sie hat tolle Motive gezeichnet. |
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Autsch! Wie schnell ist es passiert, dass man sich den Finger ritzt oder das Knie aufschlägt. Was da hilft, ist ein Pflaster. Denn es deckt die Wunde ab, schützt sie und – seien wir ehrlich – wann man eine Verletzung nicht mehr sieht, ist sie doch gleich bloß mehr halb so schlimm. So ein Pflaster ist dann manchmal auch ein Trostpflaster.
Früher, als Eure Opas und Omas noch Kinder waren, gab es zwar auch schon Pflaster, aber das war eben nur hautfarben und nicht so bunt. Aber nun sind oftmals bunte Bilder darauf gedruckt, die Kindern gefallen.
„Kleine Pflastermaler gesucht“ hieß das Motto des Malwettbewerbs der veranstalteten die vivesco Apotheken, darunter auch die Sophien-Apotheke in Kelheim in Niederbayern. Zwischen dem 30. Juli und dem 23. September forderten sie Kinder auf, ein eigenes Heftpflasterdesign zu entwerfen. Dafür teilten die rund 900 Teilnehmer-Apotheken Blankomalvorlagen aus, auf denen mit Holzbuntstiften, Filzschreibern oder auch Wachsmalern wahre Kunstwerke entstanden.
Die fünf schönsten Bilder wurden prämiert und gehen jetzt als eigene Pflasterserie in Druck. „Diese Aktion hat sehr viel Spaß gemacht. Toll, dass eines der fünf schönsten Pflasterbilder in unserer Apotheke eingereicht wurde“, freut sich Apotheker Richard Stail aus der Sophien-Apotheke. „Nachwuchskundin Olivia Rosolski (sieben Jahre) wurde von der Jury ausgewählt.“
Tatsächlich war die Auswahl der Siegerbilder keine leichte Aufgabe: Die Jury des Malwettbewerbs musste aus den vielen, deutschlandweit in vivesco Apotheken eingereichten Bildern die fünf schönsten Exemplare auswählen. Fast 8000 Werke galt es zu begutachten, von einfachen Mustern über lustige Motive bis hin zu wilden Fantasiebildern war alles vertreten. Zwischen drei und 13 Jahre alt waren die Kinder, die ihrer Kreativität freien Lauf ließen. Beachtliche 70 Prozent der Pflasterdesigner waren Mädchen, aber auch etliche Jungen beeindruckten mit einfallsreichen Bildern.
Die kreativen Künstler gingen mit sichtbarer Begeisterung an die bunte Sache, die Resultate waren allesamt preiswürdig. Fünf Bilder schließlich machten das Rennen. Die Motive werden nun bald die Pflaster für Kinder zieren. Olivia freut sich schon riesig darauf.
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| Die Stevia ist süßer als das uns bekannte Süß |
| Zu viel Zucker macht dick und die Zähne kaputt. Jetzt gibt es etwas, bei dem das nicht so ist. |
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Pfefferminze. Das denken viele, wenn sie Stevia zum ersten Mal sehen. Diese Pflanze hat gezackte, grüne Blätter und sieht ziemlich unscheinbar aus. Aber die Pflanze ist besonders. Und das kann man schmecken! Stevia ist nämlich süß. Zuckersüß! Deshalb hat Stevia noch andere Namen: Süßkraut, Süßblatt oder Honigkraut.
Dass Pflanzen so süß schmecken, ist in der Natur selten. Deshalb haben Forscher Stevia schon vor einiger Zeit untersucht. Denn das Tolle an der Stevia-Pflanze ist: Von ihrer Süße bekommt man keine Löcher in den Zähnen. Sie enthält nämlich keinen Zucker.
Zucker bildet auf den Zähnen einen Belag, in dem Bakterien hausen. Sie produzieren Säure, die den Zahn zerstören. Das passiert bei der Stevia-Süße nicht. Außerdem wird man von ihr nicht dick. Denn die süßen Stoffe der Stevia-Pflanze kann der Mensch nicht verdauen. Das bedeutet: Sie werden wieder ausgeschieden.
Ist Stevia also so was wie Zucker, nur gesund? „Das kann man leider nicht so einfach sagen“, meint Udo Kienle. Er beschäftigt sich schon lange mit der Stevia-Pflanze und ihren Süßstoffen. Diese haben einen komplizierten Namen – Steviolglykoside. Sie werden aus den Blättern der Pflanze gewonnen.
Bei uns sind sie erst seit kurzem erlaubt. Es gibt dafür klare Regeln. So ist genau vorgeschrieben, wie viel von dem Süßstoff man in Lebensmittel mischen darf. Denn Experten sind sich noch nicht sicher: Was passiert, wenn Menschen jeden Tag irgendwas mit Stevia-Süßstoff essen würden? Und wie viel Stevia-Süßstoff ist in Ordnung?
Über die eigentliche Stevia-Pflanze weiß man noch weniger. Es ist noch nicht ganz klar, ob man ihre grünen Blätter direkt zum Süßen verwenden darf. Zum Beispiel für Tee.
„Da muss man noch ziemlich viel forschen“, sagt Udo Kienle. Er ist aber überzeugt: In Zukunft wird Stevia mal richtig wichtig.
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| Was heißt, ein Gedächtnis wie ein Elefant zu haben? |
| Die Dickhäuter finden noch nach 30 Jahren ihren Weg zu Wasserstellen. Wir Menschen erinnern uns auch an vieles. |
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Als der Zirkus noch mit der Eisenbahn durch das Land reiste, mussten die Tiere vom Bahnhof zum Festplatz gebracht werden. Die Elefanten gingen dabei meistens zu Fuß, denn das war gleichzeitig eine gute Werbung für den Zirkus. Dabei stellte man fest, dass die Rüsseltiere den Weg durch die Stadt noch von ihrem letzten Aufenthalt her kannten. Die Elefanten hatten die Wege von 60 Städten im Kopf gespeichert.
Dieses gute Erinnerungsvermögen der größten lebenden Landtiere lässt sich mit ihrer natürlichen Lebensweise erklären. In ihrem 70-jährigen Leben machen Elefanten viele lange Wanderungen. Überlebenswichtig dabei ist, unterwegs immer rechtzeitig Wasserstellen zu finden. So wird von Elefanten berichtet, die an einem Wasserloch nur ein einziges Mal waren und es 30 Jahre später ohne Probleme wieder gefunden haben. Indische Arbeitselefanten können sich 27 Befehle merken und erinnern sich nach vielen Jahren noch daran.
Ein gutes Wiedererkennungsvermögen haben Elefanten ebenso für Menschen, denen sie im Leben begegnet sind. Das hängt damit zusammen, dass Elefanten in der Natur nicht immer mit denselben Gruppenmitgliedern zusammenleben, sondern ein Wechsel stattfinden kann. Sie erkennen ihre Verwandten und Bekannten am Geruch und über die Stimme. Die Gedächtnisleistung des Elefanten hat den Menschen so beeindruckt, dass er sie längst als Redewendung verwendet. Wer nichts vergisst, hat ein Elefantengedächtnis.
Wenn man es aber genau betrachtet, hat der Mensch von Natur aus auch kein schlechtes Gedächtnis. Auch wir können uns alles Mögliche merken, besonders dann, wenn es Erlebnisse waren, die uns besonders berührt haben. Den Mathematiklehrer, wegen dessen Note man das Schuljahr wiederholen musste, vergisst man genauso wenig wie die erste große Liebe. Sich etwas merken zu können, ist für alle Lebewesen wichtig, wenn sie überleben wollen. Je nach Tierart sind die Fähigkeiten verschieden. Dazu muss man aber kein fünf Kilo schweres Elefantengehirn haben. Selbst eine Schmetterlingsraupe kann sich etwas über längere Zeit merken. Wissenschaftler haben diese Tiere in einem Experiment darauf dressiert, einen bestimmten Geruch zu meiden. Das lernten nicht nur die Raupen, sondern die Schmetterlinge, die aus den Larven kamen, mieden den Duft ebenfalls.
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| Manche sehen nicht weiter als bis zur Nasenspitze |
| Eine Eigenschaft des Nashorns wird im übertragenen Sinn auch Menschen zugeschrieben. |
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Jeder, der zwei gesunde Augen im Kopf hat, kann sich davon überzeugen, dass es für einen Menschen überhaupt keine Kunst ist, viel, viel weiter als nur bis zur Nasenspitze zu schauen. Wer am Strand sitzt, kann problemlos die Uhrzeit an der Armbanduhr ablesen, dem Surfer in den Brandungswellen zuschauen, das Containerschiff im Hintergrund vorbeiziehen sehen und beobachten, wie die Sonne hinter dem Horizont verschwindet.
Mit unseren Augen ist es also möglich, sowohl in die Nähe als auch in die Ferne zu gucken. Allerdings eine Einschränkung gibt es schon – man kann nie beides gleichzeitig. Entweder sehen wir die Nähe scharf oder die Ferne. Aber das Tolle dabei ist, unser Auge zeigt uns ohne unser bewusstes Zutun immer gerade das scharf, wo wir hingucken. Also genau das, was uns im Augenblick interessiert.
Wer mit seinen beiden Augen dagegen versucht, seine eigene Nasenspitze zu betrachten, wird vielleicht ganz schön enttäuscht werden. Es hängt nämlich vom Alter ab, ob ein Mensch seine Nasenspitze überhaupt und dann auch noch scharf sehen kann. Bei einem Kind liegt der nächste Punkt, den man scharf sehen kann, nur weniger Zentimeter vor dem Auge. Mit zunehmendem Alter rückt dieser Nahpunkt immer weiter vom Auge weg. Deshalb muss ein älterer Mensch beim Lesen die Zeitung immer mehr vom Auge entfernt halten, und wenn das nicht mehr geht, weil die Arme zu kurz sind, ganz einfach eine Brille tragen.
Da haben wir Menschen also ziemlich viel Glück, dass wir von Natur aus in jedem Fall weiter sehen können, als unsere Nase lang ist. In der Natur gibt es aber auch Lebewesen, die nicht viel weiter sehen können als bis zu ihrer Nasenspitze.
Das bekannteste Beispiel ist sicher das Nashorn. Aus zwanzig Metern Entfernung kann so ein Spitzmaulnashorn mit seinen Augen einen Menschen nicht von einem Baum unterscheiden. Für das Nashorn ist das aber nicht besonders dramatisch, da es eine so feine Nase hat, wie ein Hund.
Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, wie schlecht wir uns in unserer Umwelt zurechtfänden, wenn wir nur bis zu unserer Nasenspitze schauen könnten, denn das Auge ist für uns das wichtigste Sinnesorgan. Und genau darauf spielt die Redensart im übertragenden Sinne an. Ein Mensch, der ein Problem immer wieder mit denselben Mitteln zu lösen versucht, obwohl er schon wiederholt damit gescheitert ist, kann nicht über seine Nasenspitze hinaussehen. Eine solche Person bezeichnet man auch als engstirnig.
Kinder und Jugendliche haben es immer wieder mit Eltern zu tun, die nicht weiter sehen können als bis zur Nasenspitze. Dagegen haben Eltern immer wieder Kinder und Jugendliche, die nicht weiter sehen als bis zur Nasenspitze. Da liegt das Problem.
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| Am „Tag der Versöhnung“ wird gefastet und gebetet |
| „Jom Kippur“ ist der wichtigste Feiertag der Juden. |
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Kein Frühstück, kein Mittagessen, kein Abendbrot. Nicht mal ein kleiner Snack! Das galt am vergangenen Mittwoch für viele Menschen. Denn da feierten Juden das Fest „Jom Kippur“. Das bedeutet „Tag der Versöhnung“. Dieser Tag ist der wichtigste und heiligste Feiertag der Juden. Er wird immer im September oder Oktober gefeiert. Und zwar beginnt Jom Kippur am Vorabend des 10. Tischri (gesprochen: Tischrei). Tischri ist ein Monat des jüdischen Kalenders. Der ist anders als der Kalender, nach dem sich die meisten Deutschen richten.
Jom Kippur ist aber nicht nur der wichtigste Feiertag. Es ist auch ein strenger Fastentag. Das heißt: Weder Essen noch Trinken sind erlaubt. Denn die Menschen sollen sich am Versöhnungstag auf eine Sache konzentrieren: Sie sollen ihre Missetaten bereuen und Gott um Verzeihung bitten. Die Juden hoffen dann, dass Gott ihnen ihre Sünden vergibt.
Deswegen sollen die Menschen nicht nur auf Essen und Trinken verzichten. Sie dürfen auch nicht baden oder sich gründlich waschen. Erlaubt ist nur, Hände und Augen mit Wasser zu benetzen. Auch Hautcremes, Parfüm oder andere Kosmetik-Produkte sind verboten. Überhaupt ist Genuss an Jom Kippur untersagt. Dazu zählen auch Lederschuhe oder luxuriöse Kleider. Außerdem wird an Jom Kippur nicht gearbeitet. Viele Menschen tragen an diesem Tag weiße Gewänder.
Jom Kippur verbringen viele Juden in der Synagoge und beten. Der Feiertag endet immer mit dem Sonnenuntergang. Dann wird der Schofar geblasen. Das ist ein Horn, das als Instrument genutzt wird.
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| Wenn sich jemand wie der erste Mensch anstellt ... |
| So dumm können unsere Ur-Ur-Ur-Ur-Ahnen gar nicht gewesen sein, wie man sich das vorstellt. |
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Falls schon einmal jemand zu dir gesagt hat, du sollst dich nicht wie der erste Mensch benehmen, hat er gemeint, dass du dich gerade ziemlich ungeschickt bei einer Sache anstellst. Waren die ersten Menschen aber wirklich so unbeholfen?
Unsere fernen Vorfahren lebten vor langer, langer Zeit in Afrika. Dort waren sie in den Grasländern als Sammler und Jäger unterwegs. Gesammelt haben sie alles, womit man sich ernähren konnte. Eine ziemlich komplizierte Angelegenheit. Schließlich mussten unsere Verwandten selbst herausfinden, was ohne Schaden zu essen war, wie es am besten zubereitet wurde und wovon man besser die Finger ließ, weil es einem sonst speiübel wurde oder sogar Lebensgefahr bestand.
Auf dem Schwarzen Kontinent wimmelte es damals nur so von wilden Tieren, die einen als Frühmenschen auffressen oder über den Haufen rennen konnten. Die Wildtiere hatten aber auch den Vorteil, dass sie zu einem leckeren Braten verarbeitet werden konnten. Bevor es ans Grillen ging, galt es die Tiere zu finden und zu erlegen. Ganz bestimmt keine einfache Sache, denn als Waffen standen nur Faustkeile und Holzlanzen zur Verfügung.
Die Jagd auf große und gefährliche Tiere war nur in der Gruppe möglich, dazu war es notwendig, sich verständigen zu können. Ob die Menschen zur damaligen Zeit nun in einer Zeichensprache herumgestikulierten oder sich schon richtig unterhalten konnte, weiß bis heute niemand. Entzündeten unsere Ahnen das Feuer durch Funkenschlagen mit den berühmten Feuersteinen, oder rieben sie Hölzchen aneinander, bis es qualmte? Wie fanden sie in Trockenperioden ihr Wasser, wie schützten sie sich vorm Regen?
All dieses und noch vieles mehr war zu lösen. Wer überleben wollte, musste also schon damals ziemlich viel Erfindungsreichtum zeigen. Und das ist unseren fernen Verwandten zweifellos gelungen. Einen davon nannten die Biologen Homo habilis. Darin drückt sich die Bewunderung aus, denn der Name bedeutet nichts anderes als der fähige, der geschickte Mensch. Die ersten Menschen waren also keineswegs ungeschickte Tölpel und fanden sich in ihren damaligen Lebensbedingungen so gut und schlecht zurecht wie wir unter den heutigen Umständen. So gesehen ist es überhaupt keine Schande, sich wie der erste Mensch zu benehmen.
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| Vera Feldmann hat den Traumberuf von Kindern |
| Was sind das für Menschen, die sich ihr ganzes Berufsleben mit Lego beschäftigen dürfen? Zinni-Reporter Mathis (8) hat sie im Legoland besucht. |
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In Malaysia wird am heutigen Samstag ein neues Legoland eröffnet. Vieles, was dort rund 10000 Kilometer von Bayern entfernt zu sehen ist, wurde in Deutschland gebaut – im Legoland Günzburg.
Zinni-Reporter Mathis (8) hat sich in den Sommerferien hinter den Kulissen dort umgeschaut und mit den Menschen gesprochen, die sich ihr ganzes Berufsleben lang mit Legosteinen beschäftigen dürfen. Und dafür auch noch bezahlt werden. Das muss doch ein Traumberuf sein! Eine von ihnen ist Vera Feldmann. Sie und ihre Kollegen von der Modellbauabteilung reparieren im deutschen Legoland in Günzburg die Figuren und bauen neue Ausstellungsstücke. Auch das Modell der Allianz-Arena, dem bislang größten Lego-Bauwerk der Welt, ist ihr Werk. Für das neue Legoland in Malaysia haben sie Schiffe, Flugzeuge und Fahrzeuge gebaut.
Wie wird man Modellbauer bei Lego?
Das ist kein Beruf, den man erlernen kann. Wichtig sind Fantasie, und dass man sich vorstellen kann, wie etwas dreidimensional aussieht. Ich bin Schaufensterdekorateurin und Möbelschreinerin. Seit 20 Jahren bin ich jetzt bei Lego. Wir haben hier Biologen, Architekten und Mechaniker. Bei meiner Einstellungsprüfung hatte ich eine Stunde Zeit, einen Hasen zu bauen. Der war offenbar ganz gut, auch wenn ein Ohr gefehlt hat.
Ist das ein Traumberuf für Sie?
Mir macht kreatives Bauen einfach Spaß. Ich wollte immer was mit meinen Händen arbeiten. Natürlich ist es toll, dass wir mit Spielzeug arbeiten dürfen. (Vera Feldmanns Kollege Thomas Siepmann fügt an: Natürlich ist es ein Traumberuf, denn wir machen mit unserer Arbeit andere Menschen glücklich.)
Wie lange haben Sie an der Allianz-Arena gearbeitet?
Ein halbes Jahr ungefähr. Wir haben daran mit sechs Personen gleichzeitig gebaut. Viele Gebäude bauen wir ja nach Fotos. Die müssen schon so aussehen wie echt. Nur sie sind halt 20 Mal kleiner. Die echte Allianz Arena haben wir auch besucht. Wir wurden da auch durch die Spielerkabinen geführt.
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| Eine wichtige Erfindung feiert jetzt Geburtstag |
| Mit den Morse-Zeichen war erstmals eine schnelle Verständigung rund um die Erdkugel möglich geworden – vor 175 Jahren. |
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Kennst du das Müller-Alphabet? Oder den Schmidt-Code? Nein? Kein Wunder, die gibt es auch nicht! Nur selten wird eine Sprache nach einem Menschen benannt. Aber es gibt ein Morse-Alphabet oder einen Morse-Code.
Ihren Namen bekam diese Art Sprache nach Samuel Morse aus den USA. Der stellte der Welt vor 175 Jahren ein System vor, mit dem man Texte über weite Entfernungen übermitteln konnte.
Damals gab es noch keine Computer, keine Satelliten, kein Radio und auch keine Telefone wie heute. Wenn irgendwo etwas passierte, konnte es viele Wochen dauern, bis man im Rest der Welt davon erfuhr. Damals wurden Nachrichten wie Briefe verschickt, etwa mit Schiffen oder Pferden.
Samuel Morse hatte die Idee, Texte mit Hilfe von Elektrizität zu versenden. Seine Maschine funktionierte eigentlich recht einfach: Floss durch einen Draht kein Strom, so zeichnete ein Stift eine gerade Linie. Sobald man aber Strom durchfließen ließ, schlug der Stift aus: Die Linie kriegte einen Zacken. Die Kombination von Linien und Zacken konnte man in Buchstaben und Zahlen übersetzen, nach dem Morse-Code oder Morse-Alphabet, das Samuel Morse und seine Helfer entwickelten.
Später erweiterte Samuel Morse den Code auf drei Zeichen: Punkt, Strich und Pause. Das war noch einfacher. Nachdem sich die Idee durchgesetzt hatte, wurden Telegrafen-Leitungen quer durch die USA gebaut. Später gab es dann sogar eine erste Leitung durch den Atlantik. Da konnte man Botschaften von Amerika nach Europa schicken. Dieses Versenden heißt übrigens auch morsen.
Die Leitung durch den Atlantik wurde von Irland, dem westlichsten Land Europas, bis nach Nordamerika von Schiffen verlegt und es gab dabei viele Rückschläge, bis das mehr als armdicke Kabel schließlich zuverlässig seinen Dienst erfüllte.
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| Schnelle Flitzer auf Wasseroberfläche |
| Wieso sinken die Tiere mit den Minibeinen nicht ein? |
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Wenn wir einen Wasserläufer nachmachen würden, würden wir ganz schnell nass werden. Denn Menschen können nicht auf dem Wasser stehen oder laufen. Wir sinken ein. Die kleinen Tierchen dagegen flitzen mühelos über Seen, Flüsse oder Pfützen.
„Wasserläufer sind zum Beispiel extrem leicht. Sie haben fast gar kein Gewicht“, erklärt Fachmann Rolf Schneider. Und das bisschen Gewicht, das sie haben, verteilen sie geschickt auf ihren Beinchen. Insgesamt haben Wasserläufer sechs Beine. Das ist typisch für Insekten. „Genauer gesagt, typisch für Wanzen. Denn zu denen zählt man die Wasserläufer“, sagt der Experte.
Die Beine der Wasserläufer sind super lang und sehr dünn. „So können sie ihr Gewicht auf eine große Fläche verteilen“, sagt Rolf Schneider. Die vier Beine in der Mitte und hinten spreizen die Tierchen beim Stehen weit auseinander. Die mittleren Beine sind nach vorn gerichtet, die hinteren schräg nach hinten. Von oben gesehen sieht das aus wie ein großes X.
Doch das ist es nicht allein. „Es braucht dafür auch die Oberflächenspannung des Wassers“, erklärt Rolf Schneider. Diese Spannung kannst du dir wie eine Art Haut vorstellen.
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