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Neubau

Erstes Kindergeschrei erwartet

Eine erfreuliche Entwicklung: Die Geburtshilfestation und die Chirurgie am Gesundheitszentrum in Sabou sollen Anfang Dezember ihren Betrieb aufnehmen.

Der Nebau (oben links) neben dem Ernährungszentrum in Sabou Foto: Kirchmann

Sabou. Die Chirurgie und Gynäkologie am Centre Médical Maximilien Kolbe (CMMK) in Sabou stehen kurz vor der Vollendung. Am 9. November sollen die medizintechnischen Einrichtungsgegenstände, das heißt, der Container aus Deutschland, ankommen und können dann nach Sabou befördert und eingebaut werden. Hanns-Peter Kirchmann, der die Abnahme des Erweiterungsbaus am Ende September mit dem Architekten und den Franziskanern vor Ort vorgenommen hat, zeigt sich außerordentlich zufrieden. Wider alle Erwartung seien die meisten Mängel beseitigt.

Die Finanzen

400 000 Euro hat der Neubau der Maternité, also der Geburtshilfestation, und des Operationsbereichs gekostet. 60 Prozent davon übernimmt laut Hanns-Peter Kirchmann das Bundesentwicklungshilfeministerium, je 20 Prozent tragen die Kirchmann-Stiftung und der Franziskaner-Orden, der in Sabou tätig ist und das CMMK betreibt.

Veränderungen

Inzwischen hat der Franziskaner-Orden die Organisation im Krankenhaus verändert. Der bisherige Leiter, Pater Thomas Kret, ist nach Ouagadougou beordert worden und Pater Paul, diplomierter Apotheker und Betriebswirt, wird die wirtschaftliche Leitung des CMMK übernehmen. Pater Lorenzo, der seit ein paar Monaten in Sabou ist, wird den technischen und logistischen Bereich übernehmen. Hanns-Peter Kirchmann ist hocherfreut über diese Entwicklung, denn „eine Klinik zu bauen ist eine Sache, sie wirtschaftlich vernünftig zu leiten eine andere“, wie er sagt.

Die Sache mit dem Personal

Besonders erfreulich für Kirchmann war der Besuch beim Generaldirektor der Region, der zugesagt hat, am 1. Dezember eine Hebamme zu entsenden und darüber hinaus den Mediziner, der im Moment in Teilzeit am CMMK arbeitet, vollständig für das Krankenhaus in Sabou abzustellen. Zusätzlich haben die Franziskaner auf eigene Kosten einen Spezialisten, vornehmlich für Ultraschall, an weiteren zwei Tagen eingestellt, der nun in Sabou bleiben wird. Bis zum Dezember wird auch die Vereinbarung zwischen dem CMMK und dem Staat Burkina Faso über die finanzielle Unterstützung bei Medikamentenkäufen und die Bezuschussung von Entbindungen, Kaiserschnitten etc . abgeschlossen sein.

„Dies ist nicht zuletzt ein Verdienst der burkinischen Botschafterin in Deutschland, Marie-Odile Bonkoungou-Balima, die sich hier sehr beim Gesundheitsministerium in Ouagadougou für die Stiftung eingesetzt hat“, so Kirchmann.

Anfang Dezember wird auch Dr. med Ute Leifert in Sabou eintreffen. Sie wird die ersten Monate Inventur machen, sozusagen nach dem Rechten schauen, damit der Betrieb ordentlich anlaufen kann. Im Februar kommt Dr. med Schubert hinzu, eine Ärztin aus Augsburg und wenn die Stiftung viel Glück hat, wird ab April ein Chirurg des Hammer-Forums, das sich für chirurgische Hilfe für Kinder in Krisenregionen einsetzt, aus Deutschland Dienst in Sabou tun.

Einweihung erst 2014

Die Einweihung der Maternité lässt noch ein wenig auf sich warten, nicht nur, weil laut Kirchmann die Gesetze vorschreiben, dass Krankenhäuser eine einjährige Testphase unterlaufen müssen, sondern auch, weil dieses Fest gut vorbereitet sein will. Hanns-Peter Kirchmann hofft auf einen günstigen Termin Ende November des kommenden Jahres und auf viele Abensberger Gesichter bei der Einweihung.

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