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Samstag, 21. Oktober 2017 19° 1

MZ-Interview: Das Team Gamsbock

Veronika Paula, Max Hochholzer, Wolfgang Hochholzer und Markus Mingo, Läufer des Teams Gamsbock aus dem Landkreis Cham, starten beim Zugspitz Ultratrail. Die die vier Ch über die Faszination Trailrunning

Warum findet ihr die Sportart Trailrunning so faszinierend?

Markus: Wir laufen gerne und sind für unser Leben gerne in den Bergen unterwegs. Die Sportart bietet die Möglichkeit, beides zu kombinieren. Außerdem macht es irre Spaß im ständigen Geländewechsel über Stock und Stein zu laufen. Statt des langen (faden) Laufes im Marathontraining rennen wir zum Beispiel den Goldsteig vom Kaitersberg zum Arber. Da sind zwei, drei Stunden ruck zuck vorbei.

Wolfgang: Mir gefällt Trailrunning, weil man so konzentriert laufen muss. Die Gedanken sind ganz bei einem selbst, es zählt nur der nächste Schritt. So kann ich nach der Arbeit abschalten und habe meinen Ausgleich.

Wie kommt man darauf , 70 und mehr Kilometer am Stück zu laufen?

Veronika: Weil ich gerne in den Bergen unterwegs bin und die Natur liebe. Außerdem laufe ich bereits mein halbes Leben lang. Auf die Idee, beim Zugspitz Supertrail mitzulaufen, brachte mich mein Freund Markus, der die Strecke bereits absolvierte. Als gebürtige Lamerin war mir klar, dass das Gelände kein Problem sein würde. Nur die 70 Kilometer hieß es zu knacken. Das war mein großes Ziel.

Markus: Wolfgang hat im Jahr 2011 den Ironman in Regensburg absolviert. Da ich beim Schwimmen kaum über das Seepferdchen hinauskomme, musste ich mir ein neues Ziel suchen…

Warum heuer die kurze Distanz?

Max: Im letzten Jahr bin ich die 70 Kilometer gelaufen. Das dauert schon ewig lange. Nach zwei Stunden stehst du auf dem Scharnitzjoch und dann kommt die Tafel „Noch 50 km“. Da bekommen einige schon die Krise. Die Hälfte der Strecke ist eine Herausforderung, die man auch mit einem deutlich geringeren Trainingsaufwand noch bewältigen kann.

Veronika: Weil ich mir letztes Jahr gedacht habe: einmal und nie wieder, aber wer weiß schon, was kommt…

Markus: Wolfgang und ich nehmen heuer am Transalpine-Run teil. Da hier die Etappen zwischen 35 und 45 Kilometer liegen ist der Basetrail eine optimale Vorbereitung.

Ist das Ganze nicht gefährlich?

Max: Die Strecke ist vorbildlich abgesichert. Auf den technischen Passagen, vor allem abwärts und bei den Langstrecken auch in der Nacht, ist volle Konzentration notwendig, um Stürze zu vermeiden.

Braucht man spezielle Ausrüstung?

Wolfgang: Spezielle Trailrunning-Schuhe mit gutem Profil und Stabilität sollte man sich zulegen. Außerdem ist bei längeren Touren ein spezieller Laufrucksack zu empfehlen.

Wie trainiert man für so einen Lauf?

Wolfgang: Über den Winter viel Krafttraining, sei es im Fitnessstudio oder daheim Rumpfstabilisationstraining. Im Frühjahr sollte man sich eine gute Grundlage mit vielen Kilometern im flachen Gelände zulegen, bevor man sich ins Bergtraining begibt.

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