Hochschule
OTH verstärkt Aktivität in Neumarkt: Studenten lernen im Klinikum

08.11.2022 | Stand 15.09.2023, 3:00 Uhr
Clemens Bulitta (vorne l.), Präsident der OTH Amberg-Weiden, und René Klinger, Vorstand Klinikum Neumarkt, unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. −Foto: S. Wiesel

Praxispartner in der Lehre, Forschung und Transfer spielen für die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden eine große Rolle. Mit den Innovativen Lernorten (ILO) werden für Studenten Lernumgebungen bei Partnern in der Hochschulregion geschaffen. Dazu gehört nun auch das Klinikum Neumarkt.

Klinikumsvorstand René Klinger und Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, haben im Beisein von OB Thomas Thumann und Landrat Willibald Gailler die Kooperation unterzeichnet.

Dabei startet diese nicht bei Null: Das Klinikum und die OTH arbeiten bereits im Rahmen des 5G4Healthcare Projekts eng zusammen. Dabei wird erforscht, wie das Klinikum die Digitalisierung mittels eines eigenen 5G-Netzes vorantreiben kann. Hierfür wurden im August einige Anwendungsfälle erforscht. Bei der Vertragsunterzeichnung präsentierten Studierende Ergebnisse ihrer Projekte.

So hat sich die Studierendengruppe beispielsweise mit der Prozessoptimierung in der Notaufnahme des Klinikums beschäftigt und die Bereiche Personal, Digitalisierung, Logistik und Patientenzufriedenheit tiefergehend betrachtet sowie Lösungsansätze entwickelt. „Es ist sinnvoll, bestehende Strukturen zu nutzen. Die Studierenden haben engagiert nicht nur den Optimierungsbedarf aufgezeigt, sondern auch Empfehlungen herausgearbeitet“, sagte Steffen Hamm, Koordinationspartner für das Klinikum und Betreuer der Studierendengruppe.

„Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum ist ein gutes Beispiel, das zeigt, wie wichtig die Nähe zur Praxis ist. Lösungsansätze für reale Probleme aus dem Arbeitsalltag lassen sich nicht in der Theorie entwickeln. Und so profitieren sowohl die Studierenden durch eine praxisnahe Ausbildung als auch die ILO-Partner“, hob Clemens Bulitta hervor.

René Klinger freute sich ebenfalls: „Die ILO-Kooperation ist für uns die Möglichkeit, durch die Verbindung von modernen Lösungsansätzen mit der Projektevaluation von Studierenden einen echten Vorteil zu erreichen. Neue Technologien kommen zum Einsatz und werden nach Erprobungsphase neutral bewertet, z.B. der Einsatz von Desinfektionsrobotern“. Er freue sich, dass das Klinikum mit dem Innovativen Lernorten einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens leisten könne und dadurch auch den Hochschulstandort weiter stärke.

Das Klinikum ist bereits der dritte Innovative Lernort in der Stadt Neumarkt. „Durch diesen weiteren Lernort in Neumarkt wollen wir unsere Aktivitäten in Richtung Campus Neumarkt weiter ausbauen“, erklärte Bulitta.