Gewitterzelle
Unwetter: Diesmal traf es Hainsacker

Am Sonntag gingen über Ostbayern heftige Regenschauer nieder. Der Schwerpunkt lag im nördlichen Landkreis Regensburg.

02.08.2020 | Stand 16.09.2023, 5:01 Uhr
Dieses Mal ergossen sich die Regenfälle über dem Bereich Hainsacker und Lappersdorf besonders stark. −Foto: Auer

Überflutete Straßen voll erdigem Wasser, herabgefallene Äste, vollgelaufene Keller und zahlreiche Unfälle aufgrund von Aquaplaning: Das ist die vorläufige Bilanz der Unwetter, die sich ab Sonntagnachmittag über der gesamten Region Ostbayern ergossen.

Wie auf Nachfrage der Mittelbayerischen vom Polizeipräsidium Oberpfalz zu erfahren war, gab es von 13 Uhr bis zum frühen Abend rund 30 unwetterbezogene Einsätze. Alleine zwölf davon im Bereich Regenstauf und elf weitere im Bereich Nittendorf. Schwerpunkt mit besonders heftigen Regenfällen war dieses Mal der nördliche Landkreis Regensburg in der Gegend von Lappersdorf und Hainsacker. In Burglengenfeld brannte zudem ein Dachstuhl, nachdem ein Blitz dort einschlug.

Wie die Polizei am Abend mitteilte, ereigneten sich wegen des schlechten Wetters und aufgrund von Aquaplaning in der ganzen Oberpfalz etliche Unfälle. Dabei wurden einige Personen leicht verletzt. Und es gab zahlreiche Blechschäden.

Erst am Dienstagnachmittag hatte es den Landkreis Regensburg zuletzt erwischt. An diesem Tag war der Schwerpunkt im Bereich desRoither Weihers, wo Bäume umfielen und den Menschen den Rückweg versperrten.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am frühen Sonntagnachmittag vor schweren Gewittern in Teilen Ostbayerns: „Es besteht die Gefahr des Auftretens von schweren Gewittern (Stufe 3 von 4).“ Bis mindestens 14.30 Uhr galt laut dem DWD die Warnmeldung für Stadt und Landkreis Regensburg, Kreis Neumarkt, Kreis Kelheim, Kreis Cham sowie Kreis Schwandorf. Erstam Dienstag hatte es ein schweres Unwetterin Teilen Niederbayerns und der Oberpfalz gegeben.

Laut der Prognose der Wetterexperten sollten am Sonntag einzelne Gewitter auftreten. Dabei gebe es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 km/h (25m/s, 48kn, Bft 10) und Hagel mit Korngrößen um 2 cm, prognostizierte der DWD auf seiner Webseite.

Der DWD wies auf mögliche Gefahren hin: „Örtlich kann es Blitzschlag geben. Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Vereinzelt können beispielsweise Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden.“ Zudem hieß es: „Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Während des Platzregens sind kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich.“

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