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Forschung

175 Bewerber für 50 neue KI-Professuren

Der Freistaat will Forschung zur Künstlichen Intelligenz an vielen Standorten anschieben. Nun ist Expertenkommission am Zug.

Künstliche Intelligenz hat viele Facetten - in der Zukunft wird sie eine bedeutende Rolle spielen. Foto: Axel Heimken/dpa
Künstliche Intelligenz hat viele Facetten - in der Zukunft wird sie eine bedeutende Rolle spielen. Foto: Axel Heimken/dpa

München.Im Wettbewerb um 50 geplante KI-Professuren haben Bayerns Hochschulen 175 Bewerbungen eingereicht. „Künstliche Intelligenz wird in unserer Zukunft allgegenwärtig sein. Unsere Hochschulen sind entscheidende Wegbereiter: Technologien, die heute vielleicht noch in den Kinderschuhen stecken, werden hier umfassend erforscht und entwickelt“, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). Die 50 Professuren, die im Rahmen der Hightech Agenda Bayern zum Ausbau des KI-Netzes im Freistaat zusätzlich entstehen, würden dieser Forschung „einen weiteren, kräftigen Schub verleihen“. Hinzu kommen weitere 50 KI-Lehrstühle am KI-Zentrum München sowie den Knotenpunkten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt, die bereits beschlossene Sache sind.

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In dem aktuellen Verfahren hatten sich bis Ende Februar alle staatlichen Universitäten in Bayern, die Hochschulen für angewandte Wissenschaften sowie die Technischen Hochschulen und die Kunsthochschulen um weitere Zuschläge bewerben können. Tatsächlich hatten alle 34 antragsberechtigten Hochschulen diese Chance genutzt und Konzepte abgeliefert - auch die sechs ostbayerischen Einrichtungen in Regensburg, Amberg-Weiden, Passau, Deggendorf und Landshut. Einzelheiten zu den Teilnehmern gab das Ministerium allerdings nicht bekannt. Das Themenspektrum reichte insgesamt von intelligenter Robotik und Data Science bis zu Gesundheit und Mobilität. Sibler zeigte sich besonders erfreut, dass über 85 Prozent der Anträge von mehreren Hochschulen gemeinsam gestellt worden waren. Kooperationen ermöglichten es, wechselseitig von Expertise zu profitieren. „So entstehen eine hohe Dynamik und wertvolle Synergieeffekte.“

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Eine 18-köpfige Expertenkommission soll nun die Auswahl treffen. Den Vorsitz hat der langjährige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Professor Peter Strohschneider. Bis Ende April wird dann das Wissenschaftsministerium entscheiden, welche Projekte schrittweise bis zum Jahr 2023 umgesetzt werden. Die ersten KI-Professuren sollen bis zum Herbst 2020 besetzt werden. Dafür stehen 600 Millionen Euro bereit. Ziel ist, ein KI-Netzwerk über den gesamten Freistaat zu spannen.

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