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6,4 Millionen Gäste beim Oktoberfest

Viele Besucher, weniger Verletzte, volle Maßkrüge: Veranstalter und Einsatzkräfte ziehen eine positive Bilanz des 180. Oktoberfestes in München.

Der Beszirksböllerreferent Sepp Hohenleitner trat zum Abschluss des Oktoberfestes in München (Bayern) auf den Stufen der Bavaria vor seine Schützen. Foto: dpa

München. 6,4 Millionen Gäste aus der ganzen Welt haben das 180. Oktoberfest in den vergangenen zwei Wochen auf der Münchner Theresienwiese besucht. Nach Schätzung der Festleitung waren davon rund 540 000 Besucher auf der traditionellen „Oidn Wiesn“, hieß es zum Oktoberfest-Abschluss am Sonntag. 6,7 Millionen Maß Bier seien getrunken worden, sagte Wiesnchef Dieter Reiter (SPD). 114 Ochsen und 58 Kälber verspeisten die Gäste. Sie reisten aus der ganzen Welt nach München: Von Australien, Asien, Afrika, Amerika oder dem Nahen Osten. Dieter Reiter war vollauf zufrieden mit dem Verlauf des Festes und sprach von einer „ungeheuer entspannten Wiesn – eine Volksfest-Gaudi für jeden Geschmack“.

Darauf deutete auch die Zahl von Wiesn-Besuchern hin, die Hilfe in Anspruch nehmen mussten. 7551 Personen musste das Bayerische Rote Kreuz (BRK) versorgen, berichtete Sprecher Peter Behrbohm. Das seien rund 20 Prozent weniger als im Vergleichsjahr 2011. BRK und Veranstalter beziehen ihre Zahlen auf das Jahr 2011, weil im vergangenen Jahr während des Oktoberfestes eine Agrarmesse auf dem Gelände der „Oidn Wiesn“ stattfand, die deshalb ausfallen musste.

Von den Patienten wurden 3600 ärztlich behandelt. Viele wegen Schnittverletzungen, Schürf- oder Platzwunden. Vor allem Frauen mit leichtem Schuhwerk schnitten sich häufig die Füße an Scherben, hieß es. Wegen Alkoholvergiftungen mussten 638 Wiesnbesucher medizinisch überwacht werden (2011: 708). Dennoch zog Behrbohm eine insgesamt positive Bilanz: „Es war eine normale, man möchte fast sagen eine ruhige Wiesn.“

Die Polizei war 2031 Mal im Einsatz – exakt so häufig wie im vergangen Jahr. Unter den Delikten: 58 Maßkrugschlägereien, 16 Sexualdelikte, 449 Körperverletzungen – ähnlich viele wie 2012. Wolfgang Wenger, Sprecher der Münchner Polizei, sagte: „Viel Arbeit, aber eine normale Wiesn“. Besonders positiv steche die „Oide Wiesn“ hervor. Die Polizei zählte hier trotz Hunderttausender Besucher lediglich zwölf Delikte. Wenger bezeichnete den traditionellen Teil des Oktoberfestes als eine „friedliche Oase“.

Und auch die Maßkrüge waren heuer wieder ordentlich gefüllt. Fast jeder dritte kontrollierte Krug war randvoll, während es im vergangen Jahr nur jeder fünfte war, berichtete eine Sprecherin vom Kreisverwaltungsreferat. Bis zu 15 Millimeter unter dem Eichstrich tolerierten die Prüfer, aber sechs Prozent der Krüge lagen noch darunter. 2012 waren es allerdings mehr als doppelt so viele: 16 Prozent der kontrollierten Krüge waren beanstandet worden. (dpa/lby)

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