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Verkehr

ADAC erwartet staureiches Wochenende

In fast allen Bundesländern haben die Sommerferien schon begonnen. Auch in Bayern muss mit Stau gerechnet werden.

Zähfließender Verkehr herrscht auf der Autobahn A9 bei München. Foto: Matthias Balk/Archivbild
Zähfließender Verkehr herrscht auf der Autobahn A9 bei München. Foto: Matthias Balk/Archivbild

München.Auf den deutschen Autobahnen wird es am Wochenende wieder voll: Mit Nordrhein-Westfalen startet das bevölkerungsreichste Bundesland in die Sommerferien – damit sind alle Länder außer Bayern und Baden-Württemberg in den mehrwöchigen Ferien. Der ADAC erwartet deswegen „eines der schlimmsten Reisewochenenden“, sagt ab Freitagnachmittag viel Verkehr und erhöhte Staugefahr voraus.

Mit viel Verkehr rechnet der Verkehrsclub vor allem auf den Fernstraßen in Richtung Nord- und Ostsee sowie auf den Weg in den Süden. Auch auf den Autobahnen in Österreich, Kroatien, Frankreich, Italien und der Schweiz kann es zu Staus kommen. Bei der Fahrt zurück in die Heimat müssen sich Autofahrer an der Grenze nach Deutschland auf lange Wartezeiten bei den Einreisekontrollen einstellen.

Besonders belastete Strecken

Laut ADAC sind folgende Strecken an diesem Wochenende besonders belastet:

  • A 1 /A 3 / A 4 Kölner Ring
  • A 1 Bremen - Hamburg - Puttgarden
  • A 2 Oberhausen - Hannover - Berlin
  • A 3 Köln - Frankfurt - Nürnberg
  • A 4 Erfurt - Dresden - Görlitz
  • A 5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt - Karlsruhe - Basel
  • A 6 Metz/Saarbrücken - Kaiserslautern - Mannheim
  • A 7 Hamburg - Flensburg
  • A 7 Hamburg - Hannover und Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9 Berlin - Nürnberg - München
  • A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A 93 Inntal-Dreieck - Kufstein
  • A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 99 Umfahrung München

Flug- und Bahnverkehr

Wer in den Urlaub fliegt, muss vor allem am Sonntag möglicherweise mehr Zeit einplanen. Auch die Deutsche Bahn bereitet sich auf volle Züge vor. „Wie schon an den reisestarken Feiertagswochenenden im letzten Monat gilt auch für das kommende: Alles, was rollen kann, rollt“, sagte eine Bahnsprecherin. Die Bahn habe sich sorgfältig vorbereitet. „Natürlich sind die Züge zum Ferienstart besonders gut gebucht. Wir empfehlen unseren Reisenden daher, einen Sitzplatz zu reservieren.“

Verkehrsbehinderungen im Ausland

Auf den Straßen kommt hinzu, dass in den deutschen Nachbarländern Ausweitungen der Fahrverbote bevorstehen. Nach Tirol hat auch das Bundesland Salzburg Wochenend-Fahrverbote angekündigt, um den ausufernden Schleichverkehr auf den Nebenstraßen einzudämmen. Vom 13. Juli bis 18. August werden jeweils samstags und sonntags von 6.00 bis 20.00 Uhr alle Abfahrten der Tauernautobahn (A10) gesperrt. Abfahren dürfen dann nur Anrainer oder Gäste, die in der Umgebung ihre Unterkunft gebucht haben. Die Maßnahme soll zwischen Puch-Urstein bei Hallein und Sankt Michael im Lungau umgesetzt werden. Eine entsprechende Verordnung werde bis Samstag erlassen, hieß es aus dem Büro des Salzburger Landesrates Stefan Schnöll.

Auch der Tiroler Landeschef Günther Platter (ÖVP) kündigte eine weitere Einschränkung des Verkehrs an. Platter plane ein automatisiertes System für Güter- und Personenverkehr, sagte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zum Einsatz kommen soll das System zunächst für den Lkw-Verkehr am Grenzübergang bei Kufstein. Falls es auf der Inntalautobahn zu einer ernsten Staulage komme, werde es für den Schwerverkehr Geschwindigkeitsreduktionen geben, die bis zum Stillstand reichen könnten, sagte Platter. Das System werde derzeit mit dem Autobahnbetreiber Asfinag aufgesetzt. (dpa)

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