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Äthiopienstiftung behält DZI-Siegel

Monatelang standen Vorwürfe gegen Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe im Raum. Jetzt bekommt die Stiftung Rückendeckung vom seriösen DZI.

Die Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ des Schauspielers Karlheinz Böhm und seiner Ehefrau Almaz Böhm behält auch nach Verschwendungsvorwürfen eines ehemaligen Spenders das DZI-Spendensiegel. Foto: dpa

München. Die Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ des Schauspielers Karlheinz Böhm behält auch nach Verschwendungsvorwürfen eines ehemaligen Spenders das DZI-Spendensiegel. Das sei das Ergebnis einer Sonderprüfung des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), teilten DZI und Stiftung am Mittwoch mit. Das DZI halte aber in einigen Punkten Verbesserungen für erforderlich. Es will die Umsetzung bei den jährlichen Prüfungen kontrollieren.

Die Vorwürfe reichten von Bilanzfälschung und Manipulation über Verschwendung bis zu mangelnder Transparenz. Unter anderem hatte der frühere Großspender im Februar kritisiert, die Organisation habe Spendengeld für einen zu teuren Büroneubau in Addis Abeba verwendet. Zudem seien die Kosten für neu gebaute Schulen undurchschaubar.

DZI bestätigt Wirtschaftlichkeit der Stiftung

„Das DZI hat neben inhaltlich begrenzten Unzulänglichkeiten in der buchhalterischen Abwicklung der langjährigen Unterstützung auch in einzelnen Bereichen der konkreten Programmarbeit gewisses Verbesserungspotenzial festgestellt, sieht aber die Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und bestmögliche Wirksamkeit der Stiftungsarbeit in allen wesentlichen Belangen bestätigt“, erläuterte DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke am Mittwoch.

Die Vorstandsvorsitzende Almaz Böhm sagte, die Stiftung sei dem DZI dankbar für die konstruktiven Vorschläge. „Erste Schritte wurden bereits eingeleitet, und wir werden gemeinsam mit dem DZI diesen Weg gehen.“ Unter anderem seien ein Gutachten zu Projekten und zur Buchhaltung in Auftrag gegeben sowie eine Transparenzkommission mit Personen aus Politik, Wirtschaft und Afrika-Kennern eingerichtet.

Von einem Treuhandkonto des Spenders seien tatsächlich in geringem Umfang Leistungen finanziert worden, die eigentlich in der Bilanz hätten berücksichtigt werden müssen, ergab die Prüfung des DZI. Das Ergebnis sei aber stets richtig dargestellt gewesen. „Menschen für Menschen“ habe auch keine Spenden gehortet und die Vergütung der Vorstandsvorsitzenden Almaz Böhm sei angemessen. Den Vorwurf der Verschwendung und mangenden Nachhaltigkeit sah das DZI nicht bestätigt. Allerdings müssten abgeschlossene Projekte weiter beobachtet werden. (dpa)

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