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Migration

Alice Weidel: CSU hat Angst vor eigener Courage

Die AfD hält das Rücktrittsangebot von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) für ein rein taktisches Manöver. „Das Hin und Her und der Rücktritt vom Rücktritt des Innenministers wurde nur inszeniert, weil die CSU Angst vor der eigenen, ohnehin sehr kleinen, Courage hat“, sagte die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Anstatt endlich zu liefern suche die CSU nach Hintertüren, um die „uneinsichtige Kanzlerin“ Angela Merkel (CDU) nicht zu verärgern. Den Wählern in Bayern sei aber trotzdem klar, dass die AfD die einzige Kraft sei, „die das Ruder im Asyl-Chaos herumreißen kann“.

Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Berlin.Der Streit zwischen Seehofer und der Kanzlerin hatte sich an einem „Masterplan Migration“ des Innenministers entzündet. Dieser sieht unter anderem vor, dass ein Teil der Ausländer, die an Deutschlands Grenzen Asyl begehren, in Zukunft abgewiesen wird. Dabei geht es um Menschen, die in anderen EU-Staaten bereits registriert wurden. Die Kanzlerin lehnt einen nationalen Alleingang ab. Seehofer hatte Sonntagabend seinen Rücktritt angeboten. Die Opposition im Bundestag wirft der CSU vor, sie schiele mit dem Seehofer-Plan vor allem auf Wähler, die ihr die Anti-Asyl-Partei AfD bei der bayerischen Landtagswahl im Oktober abspenstig machen könnte.

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