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Bayern
Samstag, 21. Juli 2018 31° 3

Notfälle

Angler trifft Stromleitung und verletzt sich schwer

Ein Angler hat beim Auswerfen seiner Rute eine Stromleitung getroffen und ist durch einen anschließenden Stromschlag schwer verletzt worden. Der 68-Jährige war mit Freunden am Saaleufer bei Gräfendorf (Landkreis Main-Spessart) angeln, als er die sogenannte Stipprute auswarf, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Strom der Leitung sei über die Rute durch den Körper des Mannes geflossen und an den Beinen ins Erdreich abgeleitet worden. „Es war deutlich zu sehen, dass der Strom an beiden Füßen ausgetreten ist. Da hatte er Verbrennungen an den Zehen“, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der noch ansprechbare Angler wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gefahren.

Ein Rettungswagen fährt auf der Straße mit Blaulicht entlang. Foto: Lukas Schulze/Archiv
Ein Rettungswagen fährt auf der Straße mit Blaulicht entlang. Foto: Lukas Schulze/Archiv

Gräfendorf.Stippruten können dem Deutschen Angelfischerverband zufolge bis zu zwölf Meter lang sein. Das sind die längsten Ruten, die man verwendet. Damit können viele heimische Fische wie Brassen, Plötzen und Rotaugen gefischt werden. „Das Angeln mit Stippruten ist die meist betriebene Angelfischerei in Deutschland“, sagte ein Verbandssprecher dazu. Wegen der Länge sind die Angelruten meist aus leichterem Material wie Carbonfasern gemacht. Die sind allerdings stromleitend. „Deshalb ist auch die Unfallgefahr so hoch. Das passiert schon immer mal wieder“, sagte der Sprecher.

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