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Appell einer Ärztin: Bleiben Sie daheim!

Vor allem Senioren sollten sich schützen. Damit sie das Haus nicht verlassen müssen, haben wir Hilfsangebote zusammengefasst.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Senioren sollten nicht mehr selbst einkaufen, sondern sich beliefern lassen. Die Gefahr einer Ansteckung ist auch im Supermarkt groß. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Senioren sollten nicht mehr selbst einkaufen, sondern sich beliefern lassen. Die Gefahr einer Ansteckung ist auch im Supermarkt groß. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Regensburg.Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus und gefährdet vor allem ältere Menschen. Die Abensberger Allgemeinärztin Dr. Christine Beis hat deshalb einen Appell an die Mittelbayerische geschickt, die älteren Bürger noch einmal eindringlich vor der Gefahr des Virus zu warnen und sie zu bitten, das Haus nicht mehr zu verlassen. „Gehen Sie nicht mehr einkaufen, lassen Sie keinen in ihre Wohnung und betreten Sie keine anderen Häuser“, fordert die Ärztin die Generation 70+ auf. Viele Senioren, so die Erfahrung der Medizinerin, hätten der Ernst der Lage noch immer nicht erkannt. „Aber sie werden es sein, die die Intensivbetten brauchen werden.“

Geld für die Organisation

Inzwischen haben sich zahlreiche Initiativen gebildet, die ihre Unterstützung bei den täglichen Erledigungen anbieten. Das Bayerische Sozialministerium hat dafür in Zusammenarbeit mit den bayerischen Wohlfahrtsverbänden und den Kommunalen Spitzenverbänden die Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ gegründet. Landkreise und kreisfreien Städte werden mit einem Pauschalbetrag von 60.000 Euro aus dem Schutzschirm der bayerischen Staatsregierung unterstützt, um die Hilfen gemeindeübergreifend zu organisieren, teilte die Bayerische Staatskanzlei mit. Wir geben einen regionalen Überblick, wo Senioren jetzt Hilfe und Ansprechpartner finden.

Überregional

Die Mittelbayerische Zeitung bringt mit der Aktion Zusammenhalt Helfer und Hilfsbedürftige zusammen. Die kostenlosen Anzeigen mit Angeboten und Gesuchen erscheinen wieder am Freitag in der Mittelbayerischen Zeitung. Wer eine Anzeige schalten will, kann dies unter zusammenhalt@mittelbayerische.de tun. Außerdem ist das Callcenter telefonisch unter 0800/207 20 70 zu erreichen. Bitte geben Sie jeweils das Stichwort „Zusammenhalt“ an.

Wir haben die Reaktionen sortiert, nachgefragt, strukturiert und auf einer Online-Plattform gebündelt. Alle Angebote sowie Hilfsgesuche finden Sie hier.

In eigener Sache

MZ startet die Aktion „Zusammenhalt“

Auf Solidarität und Fürsorge kommt es in der Coronakrise an. Wir bringen Menschen zusammen, die Hilfe brauchen oder anbieten.

Regensburg

Die Anlaufstelle des Seniorenamtes ist telefonisch unter (0941) 507-3541 zu erreichen. Das Seniorenamt der Stadt Regensburg steht für alle Fragen der älteren Bürger und deren Angehörige zur Verfügung. Pflegende Angehörige können sich bei Fragen an die Fachstelle für pflegende Angehörige Telefon (0941) 507-1549 wenden.

Über die Nachbarschaftshilfe „Regensburg hilft – Nachbarschaftshilfe gegen Corona“ Regensburg hilft!“ werden alle Hilfsangebote und Anfragen nach Hilfe oder Unterstützung koordiniert. Sie steht älteren Mitbürgern und Menschen in Quarantäne zur Verfügung. Erledigt werden Einkäufe, Apothekengänge, telefonische Besuchsdienste und Haustierunterstützung wie Gassigehen.

Zudem gibt es private Helferinitiativen wie die Corona-Nachbarschaftshilfe oder auch die Nachbarschaftshilfe für Kumpfmühl, Ziegetsdorf, Dechbetten, Neuprüll und Königswiesen der DPSG St. Wolfgang, mit der die Stadt in Kontakt steht und sich bei Bedarf austauscht.

„Regensburg hilft“ ist für das ganze Stadtgebiet angedacht und ist eine Ergänzung zu den privaten Hilfsangeboten vor Ort. Freiwillige können sich bei Regensburg hilft registrieren oder telefonisch melden 0941/507-2252. Wobei sich laut der Pressestelle der Stadt Regensburg bereits über 500 Freiwillige gemeldet haben, sodass es jetzt die vordringlichste Aufgabe sei, das Angebot zu kommunizieren, sodass die Menschen mit Unterstützungsbedarf erreicht werden.

Solidarität

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Schwandorf

Im Landkreis Schwandorf werden unter https://corona.landkreis-schwandorf.de/ die Hilfsangebote koordiniert. In einigen Gemeinden haben sich Nachbarschaftshilfen und Helferkreise gebildet, die insbesondere älteren Menschen beim Einkaufen helfen. Weitere Meldungen von Pfarreien, Vereinen oder ehrenamtlichen Kräfte nimmt die Lernende Region unter Telefon 09431 471-602 oder per Mail an florian.schmid@landkreis-schwandorf.de oder laura.weidinger@landkreis-schwandorf.de entgegen.

Cham

Die Website www.coronahilfe-cham.de soll als Plattform für alle Menschen im Landkreis Cham dienen, die jetzt Hilfe brauchen oder die Hilfe geben können.

Es gibt eine Hilfetelefonnummer, an die sich alle mit Hilfebedarf wenden können (Tel. 0160/59 75 75 3). Das Telefon soll täglich von 10 Uhr bis 16 Uhr besetzt sein.

Helfer können sich weiterhin auf der Website registrieren.

Neumarkt

In Stadt und Landkreis Neumarkt gibt es noch keine gebündelte Anlaufstelle für Helfer und Hilfsbedürftige. Die Nachbarschaftshilfen bieten den Senioren ihre Dienste an. Sie können direkt vor Ort kontaktiert werden.

Kelheim

In Kelheim gibt es die Plattform „Kelheim hält zusammen“. Dort werden Hilfsangebote und Hilfsgesuche veröffentlicht. Der Caritasverband bietet im Nahkauf Carimarkt einen Lieferdienst für Einkäufe. Bestellungen können jeweils bis Mittwoch 16 Uhr unter Tel. 09441/68 20 650 aufgegeben werden. Weitere Lebensmittelversorger bieten ebenfalls Lieferservice an. Weitere Angebote, die sich auf den gesamten Landkreis verteilen finden sich unter: http://helfen.brk-kelheim.de/

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