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Fernsehen

ARD plant Franken-„Tatort“

Seit Jahren gibt es den Ruf nach einem fränkischen „Tatort“. Jetzt sollen die Münchner Ermittler tatsächlich nordbayerische Kollegen bekommen.

Künftig sollen auch ion Franken Tatort-Kommissare ermitteln. Foto: dpa

Nürnberg. Politiker wie Zuschauer haben schon lange darauf gedrängt, nun wurden ihre Wünsche erhört: Der Bayerische Rundfunk (BR) plant einen „Tatort“ aus Franken. Neben dem erfolgreichen Münchner Duo sollen künftig auch Ermittler aus Nordbayern den Freistaat in der beliebten ARD-Serie am Sonntagabend repräsentieren. Wer die neuen Kommissare spielen wird, steht aber noch nicht fest. Wie der BR am Donnerstag mitteilte, sind auch der Spielort und die Zahl der geplanten Folgen noch offen.

In zwei Jahren soll der erste Franken-„Tatort“ ausgestrahlt werden - so lange dauern Entwicklung und Produktion. „Wir werden uns für die Entwicklung des Stoffes und der Figuren auf dem gewohnten Qualitätsniveau des bayerischen Tatorts Zeit nehmen“, gab BR-Intendant Ulrich Wilhelm in Nürnberg bekannt. „Der herausragende Erfolg der BR-Tatorte, -Polizeirufe und -Heimatkrimis hat uns ermutigt, eine weitere, fränkische Farbe zu etablieren.“

Bislang kommen die bayerischen Ausgaben ausschließlich aus München: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl alias Ivo Batic und Franz Leitmayr haben bereits in 61 Folgen Kriminelle gejagt und Verbrecher zur Strecke gebracht. Sie sind seit 1991 auf dem Bildschirm zu sehen und werden damit nur von Ulrike Folkerts vom SWR-„Tatort“ übertroffen. Die nächste BR-Folge mit dem Titel „Ein neues Leben“ wird am 28. Oktober ausgestrahlt.

Die Rundfunkrätin und Vizechefin der SPD-Landtagsfraktion, Inge Aures, begrüßte die Pläne: „Ich freue mich für Franken.“ Auch die mittelfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger sieht in der Entscheidung eine Stärkung der fränkischen Identität: „Das ist ein TV-Highlight und eine gute Werbung für unsere Heimat.“

Intendant Wilhelm hatte die Nachricht bei der Eröffnung des neuen Aktualitätenzentrums im BR-Studio Franken verkündet. Dort sollen künftig Hörfunk-, Fernseh- und Onlinejournalisten gemeinsam die aktuelle Nachrichtenlage in Franken auswerten. Dafür ziehen die aktuellen Redaktionen der drei Mediengattungen in einem zweistöckigen Neubau mit rund 70 Arbeitsplätzen zusammen. (dpa)

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