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Autozulieferer Schaeffler will 2018 bis zu 6 Prozent wachsen

Ob Dieselkrise oder der Wandel bei Antriebstechniken - der Autozulieferer Schaeffler hat die aktuellen Herausforderungen bislang ohne größere Turbulenzen gemeistert. Auch für dieses Jahr rechnet das börsennotierte Familienunternehmen weiter mit kräftigem Wachstum.

Ein Wegweiser zur Hauptversammlung der Schaeffler AG ist vor dem Veranstaltungsort aufgestellt. Foto: Daniel Karmann
Ein Wegweiser zur Hauptversammlung der Schaeffler AG ist vor dem Veranstaltungsort aufgestellt. Foto: Daniel Karmann

Nürnberg.Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will im laufenden Jahr um bis zu sechs Prozent wachsen - und damit etwa so stark wie im Jahr 2017. Die stärkste Umsatzsäule werde dabei weiterhin das Geschäft mit Erstausrüstungen für die Automobilindustrie bleiben; hier rechne das börsennotierte Familienunternehmen mit einem Umsatzplus bis zu 7 Prozent, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld auf der Hauptversammlung des Wälzlagerherstellers am Freitag in Nürnberg. Der Industrie- und Autoersatzteilbereich dürfte dagegen etwas schwächer zulegen.

Bestätigt sieht sich Rosenfeld durch den Geschäftsverlauf im laufenden Jahr. „Wir sind planmäßig ins neue Jahr gestartet. Und wir erwarten, dass sich das Wachstumstempo im Laufe des Jahres noch beschleunigen wird - vor allem im Bereich Automotive“, sagte Rosenfeld vor knapp 500 Aktionären. Konkrete Zahlen über den Verlauf des ersten Quartals will der Wälzlager-Hersteller, der sich künftig stärker als Zulieferer von E-Auto-Komponenten profilieren will, erst am 8. Mai bekanntgeben.

Aktionärsvertreter warfen derweil die Frage auf, ob sich Schaeffler angesichts der wachsenden Bedeutung der E-Mobilität tatsächlich ausreichend für das künftige E-Mobilitätszeitalter rüstet. Rosenfeld verwies dabei auf die Millionen von Euro, die sein Unternehmen in die Forschung von Komponenten für Elektro- und Hybridautos im Rahmen des Programms „4 plus One“ stecke. Bei dem Anleger-Treffen stellte das Unternehmen zugleich ein Konzeptstudie für einen künftig selbst fahrenden „E-Mover“ vor - ein viersitziges Stadtauto, das auf der Stelle wenden und seitlich einparken kann.

Rosenfeld kündigte zugleich Konsequenzen aus dem Kurssturz der Schaeffler-Aktie nach einer Gewinnwarnung im vergangenen Frühjahr an. Damals war der Kurs des Schaeffler-Papiers um mehr als 12 Prozent abgestürzt. „Wir haben daran gearbeitet. Wir werden uns auch weiter ambitionierte Ziele setzen. Die werden aber so gestaltet sein, dass sie auch unter ungünstigen Bedingungen gehalten werden können“, kündigte er an. Auch die Kommunikation mit den Finanzmärkten werde man verbessern.

Auf mögliche Strafzölle der US-Regierung für Stahl- und Aluminium-Importe angesprochen, gab sich Rosenfeld gelassen. Die US-Werke des Wälzlagerkonzerns bezögen überwiegend Stahl von US-Herstellern, die von den Strafzöllen nicht betroffen seien. Nur ein kleiner Teil des Materials werde von den US-Werken importiert. „Da geht es aber nur um kleinere Millionen-Beträge“, betonte der Schaeffler-Chef. Grundsätzlich sorge man sich aber auch bei Schaeffler wegen der protektionistischen Handelspolitik der USA. „Das ist sicher nicht im Schaeffler-Interesse.“

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