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Kriminalität

Baby nach Schütteln schwerstbehindert

Im Allgäu soll ein Vater seine Tochter so stark geschüttelt haben, dass sie Hirnschäden davontrug. Er steht nun vor Gericht.

Weil ein Vater seine Ruhe wollte, schüttelte er sein Kind so lange, bis es nicht mehr ansprechbar war. Symbolfoto: Skolimowska/dpa
Weil ein Vater seine Ruhe wollte, schüttelte er sein Kind so lange, bis es nicht mehr ansprechbar war. Symbolfoto: Skolimowska/dpa

Memmingen.Heute muss sich der 37-Jährige wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen vor dem Memminger Landgericht verantworten, ihm drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Nach Angaben eines Justizsprechers macht der Vater keine genauen Angaben zum Tathergang. Für den Prozess hat das Gericht vier Verhandlungstage eingeplant, das Urteil ist für 4. Juli vorgesehen.

Heute muss sich der 37-Jährige wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen vor dem Memminger Landgericht verantworten, ihm drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Nach Angaben eines Justizsprechers macht der Vater keine genauen Angaben zum Tathergang. Für den Prozess hat das Gericht vier Verhandlungstage eingeplant, das Urteil ist für 4. Juli vorgesehen.

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Laut Anklage hatte der deutsche Staatsbürger mit seiner Tochter Anfang Januar 2017 bei Verwandten in Bad Wörishofen übernachtet. In der Nacht habe das Mädchen, das damals ein halbes Jahr alt war, zu Schreien angefangen. Irgendwann habe der Vater sein Kind aus dem Bett genommen und mehrfach heftig geschüttelt, um Ruhe zu haben. Dann habe er das nicht mehr ansprechbare Baby wieder ins Bett gelegt und sei schlafen gegangen.

Erst Stunden später am Vormittag wurde der Notarzt alarmiert und das Mädchen ins Krankenhaus gebracht. Dort sei festgestellt worden, dass der Säugling aufgrund des Schüttelns vollständig erblindet ist und aufgrund irreparabler Gehirnschädigungen körperlich und geistig lebenslang schwerstbehindert sein wird. Die Mutter des Mädchens war bei der Tat nicht dabei, sie erstatte später Anzeige. Mehr als ein Jahr nach der Tat wurde der Vater festgenommen, seit Februar sitzt er in Untersuchungshaft.

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